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Zu wenig Geld für Kinder- und Jugendprojekte

Immer am letzten Freitag im Januar kommen die christlichen Jugendorganisationen zum Neujahrsempfang zusammen. Hier berät man nicht nur anstehende Projekte und tauscht sich über die Arbeit mit den Kids und Jugendlichen aus, sondern nutzt den Abend auch gleich um neue bereits angelaufene Projekte vorzustellen. In diesem Jahr richtete die evangelische Jugend den Empfang im Gemeindehaus in der Talstraße 30 aus und die Vereinigungen von CVJM, Jugendhaus Shalom, G 26, Jumpers und die Katholische Jugend folgten der Einladung zahlreich.

Gemeinsam stellten die Verantwortlichen sowie die Kinder und Jugendlichen ihr Programm und die Projekte für das laufende Jahr vor und zeigten was es 2015 zu erleben gab und mit welchen festen Terminen und Highlights das neue Jahr aufwartet. „Viele schrecken erst einmal zurück, wenn sich christliche Jugendarbeit hören. Aber uns geht es nicht darum jeden vom Glauben zu überzeugen, sondern darum die Kids zu erreichen. In den Organisationen fragt auch keiner nach ob und wenn welcher Kirche man denn angehört“, erklärt die Jugenddiakonin Karoline Häusler. Mit ihrer Arbeit wollen die einzelnen Einrichtungen die Kinder und Jugendlichen fördern und ihnen einen Platz bieten, an welchem sie ohne Druck und mit den unterschiedlichsten Interessen aufwachsen können und ebenso sein können wie sie sind. Genau das geht in unserer Gesellschaft immer mehr verloren, da der Nachwuchs spätestens in der Schule den gesellschaftsdruck zu spüren bekommt. „Stress und Druck bleiben vor der Tür. Hier sollen sich die Kinder und Jugendlichen nach ihren Interessen verwirklichen. Klar, gibt es Regeln und wer mitmacht muss auch das ein oder andere Mal mithelfen, aber wenn man alle gleich behandelt und ihnen Respekt gegenüber zeigt, dann öffnen sie sich auch und sind zu begeistern“, so Häußler weiter. Der weit verbreiteten Meinung, dass der Nachwuchs ja eh an nichts Interesse zeigt, faul und dazu noch frech ist, ist ein Märchen, welches sich durch alle Generationen zieht und die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen auch nicht bestätigen können. „Das war schon immer so, dass sich über die Jugend aufgeregt wird und wird auch immer so bleiben“, so Heidi Götze vom Jugendhaus Shalom, die das Haus leitet und bereits seit 22 Jahren hier tätig ist. Sie erkennt die „Pappenheimer“ schnell und weiß damit umzugehen, so dass dies schon nach kurzer Zeit ihre Eigenheiten ablegen können. Das Miteinander ist wichtig und dies ist auch einer der wichtigsten Ansatzpunkte in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.

Auch wenn es an allen Enden drückt und es vor allem am nötigen Geld fehlt, hat man sich auch für das laufende Jahr wieder einiges einfallen lassen. So gibt es wieder zahlreiche eigens organisierte Konzerte, Jugendfreizeiten und Ausfahrten, Workshops, Flohmärkte, Feste und vieles mehr. „Wir reden schon seit Jahren, aber es passiert wenig. Jedoch ist es wichtig, dass mehr Mittel in die Kinder- und Jugendarbeit fließen. Wir wissen das von Seiten der Stadt momentan nicht viel zu erwarten ist, aber das ist keine Lösung“, so Karoline Häußler. Hierbei bekommt sie Zustimmung von allen Seiten, denn ohne die Unterstützung der Kirche wäre vieles nicht möglich. „Das Shalom wird durch den Träger, die Stadt und das Land gefördert. Hier gibt es die Jugendpauschale. Zudem unterstützt uns die Geschwister-Döge-Stiftung“, erklärt Heidi Götze. Doch bei ca. 130 Stammnutzern des Hauses, die mindestens einmal pro Woche kommen und einem Besucherdurchschnitt von ca. 70 Personen pro Tag ist der Betrieb mit den vorhandenen Mitteln und dem eingesetztem Personal nicht möglich. So sind alle froh, dass es „noch“ ehrenamtliche Helfer gibt, ohne die ein reibungsloser Betrieb nicht möglich wäre. Hinzu kommt, dass man an manchen Tagen zu viel Zeit mit der Verwaltung verbringt. So gibt es zwar zusätzlich einige Fördertöpfe aus denen man Gelder beantragen kann, jedoch schon zwei Tage Zeit benötigt um die Anträge richtig auszufüllen und um alle bürokratischen Hürden zu meistern. Doch davon lassen sich die Mitarbeiter der einzelnen Häuser nicht beeindrucken und holen mit dem was ihnen zur Verfügung steht mehr raus als erwartet. Für sie ist wichtig, dass die Kids Orte zur Verfügung stehen, an denen sie sich mit anderen Treffen können und ihre Interessen gemeinsam umsetzen können.

( Lars Werner, 06.02.2016 )

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