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Ehrenamtliches Engagement hat sich gelohnt

Die Entscheidung ist gefallen. Der „Große Stern des Sports“ in Gold ging an den VfL Bad Wildungen. Den symbolischen Scheck in Höhe von 10.000 Euro sowie die Urkunde wurde überreicht durch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Alfons Hörmann und den BVR-Präsident Uwe Fröhlich. Gewürdigt wurde auf der Ehrungsveranstaltung zur Preisverleihung „Stern des Sports“ in Gold 2015 das wertvolle ehrenamtliche Engagement der Sportvereine für die Gesellschaft. Jeweils zweite und dritte Plätze gingen an den TSV Georgsdorf in Niedersachsen und an den F.C. Süderelbe von 1949 aus Hamburg.

Die Hoffnung beim SSV Gera 1990 auf einen der Podestplätze hatte sich nicht erfüllt. Dennoch, „enttäuscht sind wir nicht“, so die 14-jährige Radsportlerin Anne Sprigode. Nach dem „Großen Stern des Sports“ in Bronze auf regionaler Ebene und den „Großen Stern des Sports“ in Silber beim Landesausscheid, konnte das sechsköpfige SSV-Team, begleitet vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Gera, Jena, Rudolstadt, Hendrik Ziegenbein und Teamleiter Marketing/Unternehmenskommunikation Andreas Hartmann, einen der 14 zu vergebenen „Kleinen Stern des Sports“ in Gold, dotiert mit 1.000 Euro, mit nach Gera nehmen.

Punkten konnte der erfolgreiche Ostthüringer Radsportverein mit seinem Projekt „Freude am Radsport vermitteln“. Im Focus dabei rückte der Verein speziell seine umfangreiche AG-Tätigkeit, wie es gelingt Kindern schon ab fünf Jahren die Vielfalt des Radfahrens – Straßenrad, BMX-Rad, Mountainbike, Rennrad Bahn/Straße – nahe zu bringen sowie die stetige Verbesserung der Rahmenbedingungen, darunter den Bau eines BMX-Parcours.

„Die Entscheidung der Jury geht so in Ordnung. Die Preisträger haben verdient gewonnen“, so SSV-Präsident Olaf Albrecht. Nicht anders sieht es der Vereinssportdirektor Bernd Herrmann. „Wir können stolz darauf sein, dass wir es so weit geschafft haben.“ Nachvollziehen konnte er, dass angesichts der aktuell-politischen Situation Projekte, bei denen Themen wie Flüchtlingshilfe, Integration und Inklusion dokumentiert wurden, sich ganz vorn einordnen. So hieß es auch in der Begründung für den Sieger, „weil er Flüchtlinge aus der ganzen Welt ein sportliches Zuhause bietet, ist der VfL Bad Wildungen mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold geehrt worden.“

Die Richtung stimmt. Sport kann bestimmt nicht alles, aber vieles. So kann den Worten von DOSB-Präsident Alfons Hörmann nur zugestimmt werden: „Sport ist die Sprache, die jeder sofort versteht. Unabhängig von Hautfarbe, Religion und Nationalität gelten für alle die gleichen Spielregeln im fairen Wettkampf. Nicht woher du kommst, sondern wohin du willst und was du dafür bereit bist zu leisten, sind die entscheidenden Fragen.“ Das dafür erforderliche Engagement wird aber oftmals unterschätzt und leider auch oftmals zu wenig gewürdigt. Politiker auf allen Ebenen seien deshalb gut beraten, bei ihren Entscheidungen den Sport nicht zur Schließung von Haushaltslöchern verkommen zu lassen. 

( Reinhard Schulze, 30.01.2016 )

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