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Salz ist ein Umweltgift

Soviel Salz wie bisher kann und darf in Gera nicht mehr im Winter eingesetzt werden, wenn wir unsere wertvollen Grünanlagen und vor allem Bäume nicht verlieren wollen. Gera zur BUGA mit absterbenden Bäumen; nicht auszudenken! Jeder Bürger unserer Stadt ist hier in der Pflicht. Streusalz darf nicht einfach Schneeschieber, Split und Sand ersetzen. Der Straßenwinterdienst hat die Aufgabe, kurzfristig, bei einsetzendem Schnee und Eis viele Kilometer Straßen möglichst gleichzeitig passierbar und schneefrei zu machen; eine Aufgabe, die sich nur mittels Salz lösen läßt, wobei aber Jahr für Jahr verantwortungsbewußter und sparsamer gearbeitet wird (2001/2 kamen 1500 Tonnen, 2002/03 nur noch 950 Tonnen Salz zum Einsatz). - Wenn die Kraftfahrer sich mehr auf Winterbetrieb einstellen, noch vorsichtiger und langsamer fahren oder auch mehr öffentliche Verkehrsmittel wählen, dann kann diese Menge weiter reduziert werden.

Die Notwendigkeit der Verwendung von Salz für den Verkehrsraum darf aber unsere Grundstücksbesitzer und Verantwortlichen für den Räum- und Streudienst nicht dazu verleiten, es dem Straßenwinterdienst nachzueifern und ebenfalls mit Salz, oft nur noch mit Salz gegen den Winter anzutreten. Im Bereich der Grünflächen, im Wurzelraum der Bäume ist Salz Gift! Der Boden versalzt, die Bäume nehmen das Salz auf und verdursten im Sommer: vertrocknen, weil sie aus dem Boden auch das letzte Wasser nicht entnehmen können, welches vom Salz (hygros-kopisch) festgehalten wird.
Erste Anzeichen für Salzschaden sind immer braune Ränder der Blätter. Und auf einmal versalztem Boden kann man auch keine neuen Jungbäume nachpflanzen. Viele Jahre völlig ohne Salz sind notwendig, um mittels reichlicher Niederschläge den Boden wenigstens wieder salzarm zu bekommen.
Weiterhin: Salz zerfrißt Beton (Gehwegplatten), greift Metalle, wie Eisen oder Aluminium an (Autokarossen) und quält die Tiere an den ungeschützten Füßen: und auch unser Schuhwerk leidet darunter.

Übrigens bildet das Salzwasser im Boden eine nicht gefrierende "Kühlflüssigkeit" und im schneefreien Boden dringen anhaltende Nachtfröste leichter, ungehindert bis zu den Wasserrohren vor und erzeugen verstärkt Rohrbrüche.
Das alles sind doch vernünftige Gründe, auf Gehwegen und vor allem im nahen Umfeld von Bäumen und Sträuchern Neuschnee mit Besen und Schneeschieber zu beseitigen und nur mit Sand oder Split abzustumpfen.
Um Schnee mittels Salz zu beseitigen, werden übrigens unverhältnismäßig großen Salzmengen benötigt, wenn der mahlende Druck der Fahrzeugräder entfällt. - Für diesen Zweck viel zu viel! Lagern Sie etwas Salz (möglichst feinkörnig, weil dann rascher wirksam und sparsam im Einsatz!) ein. um dieses nur auf vereistem Schnee oder bei einsetzendem Eisregen einzusetzen, also zweckmäßigerweise mit etwas feinem Split gemischt. Am blanken Streusalz verdient nur der Handel!

Was sagt übrigens der Gesetzgeber? Was schreibt die Stadtordnung vor: § 10: Beseitigung von Schnee und Eisglätte: (5) Salz darf nur in geringen Mengen zur Beseitigung festgefrorener Eis- und Schneerückständc verwendet werden. Die Rückstände müssen nach ihrem Auftauen sofort beseitigt werden. (6): Beim Abstumpfen und Beseitigen von Eisglätte dürfen nur solche Hilfsmittel verwendet werden, die die Straße nicht beschädigen. (2): Bei Eisglätte sind Bürgersteige in voller Breite und Zugänge und Übergänge in einer Breite von l,5 m abzustumpfen.

( 09.01.2004 )

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