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23. Jüdisch-israelische Kulturtage

Gera (gw). Die Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur werden am Sonnabend, 24. Oktober, 19 Uhr, im Rathaussaal eröffnet. Daran nehmen neben weiteren Gästen aus Politik und Wirtschaft OB Dr. Viola Hahn, Ministerpräsident Bodo Ramelow und der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsmann, teil. Zur Eröffnungsveranstaltung sind alle Interessierten eingeladen (Voranmeldung:  8383601). Ein Konzert mit den Drei Kantoren bietet im Anschluss einen musikalischen Genuss mit israelischen Liedern, Piyutim, Liturgie und klassischem Chazzanut.

Im Rahmen dieses Höhepunktes finden in Gera vom 19. Oktober bis 17. November viele Veranstaltungen statt, bei denen sich die verschiedensten Akteure beteiligen. „Ich freue mich, dass sich viele Partner unserer Stadt in die 23. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur einbringen. Sie sind uns Anlass, der jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Regimes zu gedenken und uns zugleich unserer Verantwortung und Verpflichtung in der Gegenwart und für die Zukunft bewusst zu machen“, so OB Dr. Viola Hahn.

Bereits seit mehreren Jahren beteiligen sich auch Geraer Vereine und Initiativen mit unterschiedlichsten Veranstaltungen an der jährlich im Herbst stattfindenden Veranstaltungsreihe. Begleitet wird die Eröffnung der 23. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur in der Stadt Gera durch die Ausstellung „Shalom, Herr Levi – Jüdisches Leben heute“, die von Montag, 19. Oktober, bis Donnerstag, 29. Oktober, im Foyer des Rathaussaals, täglich von 8 bis 18 Uhr, besichtigt werden kann. Am Dienstag, 17. November, 19 Uhr, lesen die Autoren Uwe Heimowski und Andreas Martz in der Stadt- und Regionalbibliothek aus ihrem gleichnamigen Begleitbuch „Shalom, Herr Levi“. Die Autoren widmen ihr Buch den Menschen, keiner Ideologie. Menschen, die sie beschreiben, weil ihre Geschichte und Geschichten sie berührt haben, aber auch denjenigen Menschen, die jüdisches Leben kennenlernen wollen und ebenfalls denjenigen, die es kennenlernen sollten.

Der Film von Ute Reinhöfer „Mehr als eine Wahrheit – Fremdes Israel“ wird am Montag, 26. Oktober, 19 Uhr, im Kommunikationszentrum der Sparklasse Gera-Greiz aufgeführt. Anschließend findet ein Gespräch mit Ute Reinhöfer statt. Der Dokumentarfilm von Ilona Ziok „Fritz Bauer – Tod auf Raten“ läuft am Mittwoch, 28. Oktober, 18 Uhr, im Stadtmuseum. Auch hier besteht im Anschluss die Möglichkeit zum Gedankenaustausch. Der Spielfilm „Mein Herz tanzt“ steht am Donnerstag, 29. Oktober, 18.30 Uhr, Sonntag, 1. November, 14 Uhr, Dienstag, 3. November, 11 Uhr, Mittwoch, 4. November, 11 Uhr und 18.30 Uhr, im METROPOL Kino auf dem Programm. Es ist die Geschichte von Eyad, der als bislang erster und einziger Palästinenser an einer Elite-Schule in Jerusalem angenommen wird.

Ein Gespräch zum Thema „Jüdisches Leben heute in Deutschland“ mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Chemnitz Dr. Ruth Röcher findet am Sonntag, 1. November, 15 Uhr, im Interkulturellen Verein Gera e.V., Petzoldstraße 10, statt. Eine Ringlesung mit anschließendem Gespräch mit Rabbi Zsolt Balla aus Leipzig zum „Zyklus des Unsichtbaren, Das Kind von Noah“ von Éric Emmanuel Schmitt, gelesen von der Leiterin des Puppentheaters Sabine Schramm, findet am Montag, 2. November, 18 Uhr, im Rathaussaal statt. Eine Stadtführung unter dem Titel „Steine und Namen. Jüdisches Leben in Gera“ mit Gästeführer Günter Domkowsky beginnt am Freitag, 6. November, 15 Uhr, am Stadtmuseum. Die Führung wird mit dem Dokumentarfilm „Zug der Erinnerung“ und der Möglichkeit zu einem anschließenden Gespräch abgeschlossen. Ein Konzert mit dem Leipziger Synagogalchor unter dem Titel „Klänge aus Synagoge und Shtetl“ erklingt am Sonntag, 8. November, 18 Uhr, in der St. Trinitatiskirche. Die Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht findet am Montag, 9. November, 16.30 Uhr, am Denkmal für die ehemalige Synagoge in der Schülerstraße statt. Ein Ökumenischer Erinnerungsgottesdienst schließt sich 17 Uhr in der St. Trinitatiskirche an.

Eine szenische Lesung mit anschließendem Gespräch zu „Die Ermittlung“ von Peter Weiss ist für Montag, 9. November, 19.30 Uhr, im Justizzentrum geplant. Die Lesung erfolgt durch Theaterschauspieler. Die öffentliche Übergabe und TV-Präsentation der Gedenkschrift für Werner Simsohn erfolgt am Donnerstag, 12. November, 10 Uhr, in einer Straßenbahn, Zoitzbergstraße 3. Die Gedenkschrift können künftig die Fahrgäste als Power-Point im Triebwagen 202 täglich ansehen. Der Triebwagen wurde 2010 auf den Namen Werner Simsohn getauft. Musik aus Israel und Iran unter dem Titel „Sistanagila“ wird am Sonnabend, 14. November, 18 Uhr, in der St. Trinitatiskirche in der Talstraße 30 geboten.

Hinweis: Die vorgesehene Ausstellung „Die braune Falle“ muss aus organisatorischen Gründen in das Jahr 2016 verschoben werden. 

www.juedische-kulturtage-thueringen.de

( Gera (gw), 17.10.2015 )

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