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Zusammenhalt stärken

Vor dem Hintergrund des verstärkten Zuzugs von Asylsuchenden unterstützt die Landesregierung mit ThINKA die Kommunen bei der Bereitstellung bzw. der Stärkung einer qualifizierten sozialen Betreuung und Beratung sowohl der einheimischen Bevölkerung als auch der Flüchtlinge. „ThINKA hat sich als wirksames Instrument zur sozialen Integration im direkten Wohnumfeld der Menschen bewährt. Angesichts der neuen Herausforderung der Integration von schutzsuchenden Menschen in unseren Kommunen lag es nahe, die Förderung auszuweiten“, sagt die Thüringer Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner. 
Elf ThINKA-Projekte gibt es bereits in Thüringen. Nun kommen zwei weitere in Kommunen mit Erstaufnahmestellen und die Aufstockung von vier bestehenden Projekten hinzu. Das erste neue Projekt startet am Standort der Erstaufnahmestelle in Eisenberg und wird in enger Kooperation mit Liebschwitz umgesetzt. „Die Projekte tragen zur Stärkung des Miteinanders aller Bürger und einer abgestimmten Entwicklung der erforderlichen sozialen Infrastruktur für alle Menschen in den Wohnquartieren bei. Zudem unterstützen sie Hilfesuchende durch persönliche Beratung und Begleitung“, so die Ministerin weiter. 
In Gera übernimmt die „OTEGAU die Trägerschaft. „Wir sind aktuell in der Organisationsphase und werden bald praktisch beginnen. Wir wollen ein Miteinander zwischen Liebschwitzern und Flüchtlingen schaffen”, erklärt Hella Vieweg das Projekt. Aktuell werden u.a. Informationsbroschüren in verschiedenen Sprachen gedruckt. Geplant ist ein Begegnungscafé, welches in der alten Schule in Liebschwitz seine Adresse haben soll. „Wir wollen auch niedrigschwellige Deutschkurse anbieten, damit die Flüchtlinge schnell die ersten Brocken Deutsch lernen können. Wir denken auch über Stadtteilfeste für Liebschwitzer und Flüchtlinge nach. Wir stehen in den Startlöchern und wollen mit unserer Arbeit beginnen”, freut sich die Projektverantwortliche. Der Projektzeitraum beträgt zunächst drei Jahre. In Gera werden eine Personalstelle sowie 40 Prozent der Personalkosten zusätzlich als Sachkosten gefördert. Insgesamt fließen in dieses thüringenweite Projekt rund eine Million Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaats.
Aktuell ist das ehemalige Schulgelände in Liebschwitz leer. „Künftig sollen hier alleinreisende Frauen und Frauen mit Kindern einen Unterschlupf finden”, sagt Vieweg. Von Seiten des Landesverwaltungsamtes konnte dies vorerst nicht bestätigt werden, da aktuell die Planungen diesbezüglich noch nicht abgeschlossen seien. Liebschwitz bleibt aber Zweigstelle der Erstaufnahmestelle Eisenberg. Das Bergarbeiterkrankenhaus soll perspektivisch als eigenständige Erstaufnahmestelle fungieren. In den nächsten Tagen sollen laut Landesverwaltungsamt die ersten Flüchtlinge einziehen. Doch auch dafür gab es keine konkreten Aussagen.

( Fanny Zölsmann, 10.10.2015 )

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