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„Sie gehören zum Stadtbild dazu”

Bereits als Junge interessierte er sich für Stadtgeschichte. Von seinem wenigen Taschengeld kaufte er sich bei Foto Wagner in der Wiesestraße Fotokopien seiner Heimatstadt. Ab Mitte der 70er Jahre, er war damals in den goldenen Zwanzigern, hat er sich detaillierter mit der Geschichte auseinandergesetzt. Sein Interesse wuchs stetig und ließ ihn nicht mehr los. Irgendwann spezialisierte er sich. Die Plastiken und Skulpturen Geras haben es ihm angetan. 
Es ist Manfred Tauberts Anliegen, die Skulpturen und Plastiken die einst Geras Stadtbild prägten wieder in selbiges und vor allem in das Bewusstsein der Bürger zurückzuholen. Im letzten Jahr schrieb und veröffentlichte er das Buch „Plastiken und Skulpturen in Gera”. „Es versteht sich auch als Nachschlagewerk für die vorhandenen und verschwundenen Plastiken und Denkmale in der Stadt. Es war eine Arbeiterstadt und für eine Kultur in dieser Richtung war wenig Geld und Engagement vorhanden. Viele Denktafeln und Denkmale wurden im Krieg eingeschmolzen. Durch die Ausstellungen ‚Plastik im Park‘ kaufte die Stadt mehrere Kunstwerke an, um Kultur in die Wohngebiete zu bekommen”, erklärt er. 
Seit 2013 setzt er sich energisch für die Wiederkehr der „Aufbrechenden floralen Kunst” ein (wir berichteten). Alles fing damit an, dass das Kultur- und Kongresszentrum 2013 seinen Denkmalschutztitel erhielt. „Jeder feiert das ‚Lied des Lebens‘ aber alle vergessen, dass dazu die Skulptur, die einst vor dem KuK stand, dazugehört. Sie ist das Entrée”, mahnt er an und fügt hinzu: „Die Skulptur des Bildhauers Peter Makolies  ist im Bauhof Bieblach eingelagert. Die Plastik musste der Neugestaltung der Bachgasse Mitte der 90er Jahre weichen.”
Die Veröffentlichung seines Buches rüttelte neue Unterstützer wach. „Ich sollte das Buch beim Kulturstammtisch, heute KulturNetzGera, vorstellen. Man bat mich zu bleiben und aktiv den Stammtisch bei seiner Arbeit zu unterstützen. Man wolle nicht nur reden, sondern handeln, hieß es”, erinnert er sich zurück. Und so kam es, dass seit Ende letzten Jahres aktiv daran gearbeitet wurde, die 1,50 x 1,40 Meter große Plastik vor dem KuK wieder zu platzieren. „Doch man hat das Gefühl, dass in Gera mehr Steine hin- als weggetragen werden”, resümiert er. Es war einst seine Hoffnung zum Denkmaltag oder spätestens zum Höhlerfest, da am 2. Oktober 1981 das KuK, damals noch Haus der Kultur, den Bürgern übergeben wurde, die Skulptur wieder im Stadtbild zu wissen. „Aufgrund zahlreicher Argumente auch hinsichtlich einer Platzneugestaltung im Rahmen der IBA zogen sich die Gespräche hin. Nun habe ich die Gewissheit, dass es im Frühjahr kommenden Jahres endlich klappen soll”, freut er sich, denn länger hätte er nicht mehr warten wollen. So könnten ja noch weitere zehn Jahre ins Land gehen, bis der Platz eine Neugestaltung erfährt. Doch auch daran hat er gedacht, so wird das Fundament zweiteilig gegossen, damit die Skulptur versetzt werden kann.   
Dank zahlreicher Unterstützer ist er zuversichtlich, dass die Finanzierung bis zum Frühjahr gesichert ist. „Auf die Stadt kommen keine Kosten hinzu. Es ist nur zu hoffen, dass sie uns keine Gebühren berechnet, wenn wir den Container aufstellen, um das dreimal drei Meter große Areal für das Fundament auszuheben. Während Betonbau Hoffmann für das Fundament Sorge trägt, übernehmen zwei Logistikfirmen den Transport der acht Tonnen schweren Plastik. Rund 5.000 Euro wird das gesamte Prozedere kosten. Gemeinsam mit den beiden Initiatoren des Kulturstammtisches Bernd Krüger und Mike Huster hat Manfred Taubert ein Treuhandkonto eingerichtet. Aktuell können Spenden in Höhe von 1.150 Euro verzeichnet werden. 
M. Taubert - KulturNetzGera 
IBAN: DE77830645680007201427
BIC: GENODEF1GEV
Volksbank eG


( Fanny Zölsmann, 02.10.2015 )

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