Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Eine wahre Schatzkammer ist für Öffentlichkeit zugänglich

„Lang erwartet,  mit viel Ausdauer, Schweiß und Kraft.“ Mit diesen doch sehr treffenden Worten präsentierte Kornelia Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geraer Naturkundemuseum, mit sichtlichem Stolz das kürzlich erschienene Heft 39 aus der Naturwissenschaftlichen Reihe. Allein der Titel „Das Museum für Naturkunde Gera und seine Sammlungen“ lässt auf den Inhalt schließen. Und wer das Heft in seine Hand nimmt, merkt schon beim durchblättern, dass es sich dabei um eine besondere Rarität handelt, dass nicht wie bisher bestimmten Themen zuzuordnen ist, sondern das Innenleben des Naturkundemuseums lebendig werden lässt.

„Unser Museum ist ein anschauliches Archiv unserer Landschaft und Heimat Ostthüringens, die sich in ständiger Wandlung befindet“, so Kornelia Meyer, womit sie darauf abzielt, die naturwissenschaftlichen Sammlungen, die das seit 1778 bestehende Museum beherbergt, ein wahrer Schatz sind, den es zu bewahren, weiter auszubauen und natürlich auch für eine breite Öffentlichkeit publik zu machen gilt.

Es seien gerade die Sammlungen aus geologischen, botanischen und zoologischen Objekten, die das Naturkundemuseum zu einer wahren Schatzkammer werden lassen, zeigt sich Kornelia Meyer von diesem Heft begeistert und sieht darin die Fortsetzung, der in zurückliegenden Ausgaben der Reihe erschienene Einzelbeiträgen.

Als Archiv der umgebenden Natur dokumentieren die Sammlungen anschaulich Artenvielfalt und damit Zustand und Wandel der Landschaft vor der Haustür. Mit ihren Objekten und Datenbeständen sind sie einmalig und unwiederbringlich und reichen in ihrer Bedeutung weit über die Region hinaus. Verwurzelt sind die Sammlungen in den reichen naturkundlichen Traditionen zur Erforschung der Ostthüringer Landschaft und damit eng verbunden mit dem Wirken der 1858 gegründeten Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera.

Vorgestellt aus der Vielfalt der Sammlungsbestände werden zwei Mineralien-Sammlungen, die der Stadtapotheker Karl Friedrich Zabel (1771-1847) und Dr. Curt Schröder (1836-1916).

Die zoologische Sammlung, als eine Dokumentation der Artenvielfalt der Ostthüringer Insektenwelt erlebte in den vergangenen Jahren durch die Neuzugänge der umfangreichen Insektensammlungen von Malte Jänicke und Rudi Damm eine wertvolle Erweiterung. Im Heft wird auf die historische Sammlung exotischer Vogelpräparate verwiesen, wie Kolibris oder Paradiesvögel, die dem bedeutenden Geraer Präparator Carl Feustel (1861-1940) zugeordnet werden konnte und präparatorisch bewertet wurde.

Vorgestellt im Überblick werden Entstehungsgeschichte und Besonderheiten der naturkundlichen Spezialbibliothek des Museums, die ein wertvolles Arbeitsinstrument für die Regionalforschung darstellt. Das Heft enthält interessante Hinweise zur historischen Bausubstanz von Schreiberschem Haus, dem ältesten erhaltenen Innenstadtgebäude, wie auch die Beschreibung zum 150-jährigen „Turmhaus“ im Botanischen Garten.

Gefördert wurde das Projekt durch den Freistaat Thüringen, Staatskanzlei, Abteilung Kultur und Kunst. Die Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften in Gera e.V. sowie das Chemiewerk Bad Köstritz GmbH ermöglichten durch finanzielle Unterstützung das Erscheinen der vorliegenden Publikation.

Das Heft39 ist an der Kasse des Naturkundemuseums und des Stadtmuseums sowie im Handel erhältlich. Zwar sei das Museum bis zum 8. September geschlossen, so Kornelia Meyer, dennoch besteht die Möglichkeit zum Erwerb des Heftes zur Museumsnacht am 29. August sowie im Rahmen des Ferienprogramms und der Betreuung von Besuchergruppen.

( Reinhard Schulze, 01.08.2015 )

zurück