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Mit einem Klick surfen

Mit einem Klick und ganz ohne Anmeldung überall und jederzeit surfen, das ist das Anliegen der sogenannten Freifunker. Dazu zählen sich auch Lutz Rak und Jörg Deckert. Sie sind beide IT-Spezialisten, wirken und arbeiten in Gera. „Wir wollen, dass jeder Mensch einen freien Zugang zum Internet und damit zu der Informationsquelle World Wide Web hat. Menschen, die nicht so viel Geld haben, sich gerade im Umzug befinden oder auf Reisen sind, sollten zu jederzeit die Möglichkeit erhalten, kostenlos und ohne persönliche Datenabfrage das Internet nutzen zu können”, ist es die Meinung von Jörg Deckert.

Und so funktioniert es: Egal ob Privatperson oder Gewerbetreibender, Einfamilienhaus oder öffentliches Gebäude, jeder und alles kann zu einem Hotspot des Freifunknetzes werden, denn am Ende nutzt und nützt nur die flächenhafte Ausbreitung desselbigen. „Wir haben fertig konfigurierte WLAN-Router, die der Freifunker bei uns erwerben kann. Natürlich kann er auch seinen eigenen Router konfigurieren, doch es schickt sich, seinen privaten Zugang mit einem Passwort zu sichern”, betont Deckert, der aber darauf verweist, dass das Freifunknetz ebenfalls abgesichert ist – dafür gibt es Mittel und Wege, und das ganz legal. „Im Gegensatz zu den kommerziellen Anbietern, wollen wir die Anonymität wahren, daher gibt es bei uns auch keine Registrierung oder kein Abfragen persönlicher Daten”, so die Spezialisten und nehmen den Wind aus des Kritikers Segeln: „Egal ob freies oder bezahltes WLAN, die Chance das jemand mitsnifft (englisch: mithorcht) ist immer gegeben und das eben kein Schindluder getrieben werden kann, dafür sorgen die Netzwerkbetreiber.

Aktuell verfügt unser Freifunknetz über 20 Zugänge, von Gera bis Greiz, darunter viele Privatpersonen aber auch z.B. der Sächsische Bahnhof”, zählt Deckert auf.

Vor drei Monaten haben sie angefangen das Netz hier in der Region aufzubauen. Ihr Wunsch ist es, dass sich auch die Kommunen beteiligen. „Thüringen will die Freifunker mit 100.000 Euro unterstützen. Dafür müssen und wollen wir uns bewerben, um dann eben zum Beispiel die klamme Stadt ausstatten zu können”, erklärt Lutz Rak.

Wer sich nun fragt, wer was davon haben könnte, dem sei gesagt, dass es darum eben genau mal nicht geht. „Freifunk steht für freie Kommunikation in digitalen Datennetzen. Wir verstehen frei als öffentlich zugänglich, im Besitz der Gemeinschaft und unzensiert”, betont Deckert. Wer mehr über die Freifunker erfahren möchte, ein Klick genügt: www.freifunk-gera-greiz.de  

( Fanny Zölsmann, 01.08.2015 )

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