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Die Stadt steht für mich im Vordergrund

Pünktlich zum Beginn der zweiten Jahreshälfte wurde im Baudezernat Bäumchen wechsele dich gespielt. Seit der Wahl in der April-Stadratssitzung bekannt und offiziell am 25. Juni durch Oberbürgermeistern Dr. Viola Hahn berufen, ist nun Claudia Baumgartner, die neue und erste Baudezernentin der Stadt Gera.
Sie löst Ramon Miller ab, der zwölf Jahre lang als dritter Beigeordneter der Stadt die Geschicke gemeinsam mit Oberbürgermeisterin, Bürgermeister, Finanzdezernentin und Sozialdezernentin leitete. 
Claudia Baumgartner ist studierte Landespflegerin. Während der Schulzeit überlegte sie, Kunst oder Biologie zu studieren. Ein Kollege stupste sie dann in eine andere Richtung. Nach dem Studium, von 1997 bis 2002, arbeitete sie in der Stadtverwaltung Landshut im Amt für Stadtentwicklung. „Hier oblagen mir hauptsächlich die Aufgaben Flächennutzungsplanung und Lokale Agenda 21. 2002 zog es mich dann nach Töging am Inn. Hier war ich bis 2006 Bauamtsleiterin und zuständig unter anderem für die Bereiche Trinkwasser, Abwasser, Bauleitplanung, Bauhof, städtische Grünflächen, Tiefbau. 2006 ging ich nach Passau”, gibt sie einen Einblick in ihren beruflichen Werdegang. 
Von Passau aus kam sie nach Gera. Mit im Gepäck ihren Mann und drei Kinder im Alter von fünfeinhalb und vier Jahren. Hierbei geht die gebürtige Münchnerin einen Weg, den nicht viele Frauen in den alten Bundesländern einschlagen. „Ich wollte immer Kinder haben, aber deshalb nie auf meinen Beruf verzichten. Meine Arbeit ist für mich nicht nur ein notwendiges Übel, sondern das, was ich tue, mache ich mit sehr viel Freude und aus Überzeugung.” Ihre Augen glitzern, wenn sie davon spricht. 
Die 45-Jährige steht noch am Anfang ihrer Gerschen Karriere. Seit elf Tagen sitzt sie nun im Sessel. Und so wie bei jeden neuen Job, steht natürlich auch hier das Kennenlernen der Mitarbeiter und Projekte an oberster Stelle. „Wichtig ist es mir, die Stadt nicht nur infrastrukturell, sondern auch personell kennenzulernen. Ich bin ein leeres Blatt Papier, welches beschrieben werden muss, damit es arbeiten kann”, schmunzelt sie. Denn auch wenn die Abläufe in jeder Verwaltung ungefähr gleich sind, sind es doch die Menschen – der Kollege, der Mitarbeiter, der Bürger – die das Gesicht dieser Stadt prägen und ausmachen. Nicht zu vergessen die Stadt selbst. „Gera hat aus städtebaulicher Sicht durchaus seine Reize, da gibt es z.B. den wunderschön sanierten Marktplatz.” 
Mit dem Ziel Gera weiter zu bringen, verbunden mit einem Überblick und Weitblick, arbeitet sie sich langsam aber konsequent vor, besucht aktuell jeden Stadtteil, erkundet die Grenzen der Stadt und achtet dabei auch auf die Details, die sich überall verstecken. „Oftmals liegt im Kleinen etwas verborgenes, etwas gutes, etwas, was sich anzuschauen lohnt, um darin womöglich Potentiale der Stadt zu erkennen”, schaut sie auch mit einem künstlerischen Auge auf die Dinge, die sie umgeben. Auch Claudia Baumgartner frönt, wie ihr Vorgänger, der Fotografie. „Stromernd im Dickicht, auf der Suche nach Motiven, tanke ich neue Kraft”, erzählt sie. Ihre Bilder sind oftmals detailverliebt, manchmal entfremdet. Sie zeigen pflanzliche Strukturen, die oftmals den Quell des Lebens nicht mehr Preis geben.  
Man darf gespannt sein, was sie in Gera sieht, welche Entwicklungspotentiale sie erkennt und wie sie vorerst bis 2021 Gera begleiten darf.

( Fanny Zölsmann, 11.07.2015 )

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