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Von Schauspiel bis Blues und HipHop

Gera (NG). Sie hat wieder begonnen: Die Kulturarena in Jena. Bis 23. August laden verschiedene Musiker und Künstler zum Tanzen und Genießen ein. In der kommenden Woche gibt es folgendes Programm:
Kasimir und Karoline
Bis 12. Juli Theater Arena
Ödön von Horváths Volksstück aus dem Jahr 1932 beschreibt eine Welt, in der alles zur Ware geworden ist – auch die Menschen selbst und ihre Beziehungen. Auf der Bühne des Sommerspektakels 2015 befinden wir uns mit Kasimir und Karoline hinter der eigentlichen Party. Auf der anderen Seite feiern die Reichen, hier fristen die von Sehnsüchten Zerfressenen ihr Dasein. Der niederländische Regisseur Ivar van Urk wird zum ersten Mal für das Theaterhaus Jena arbeiten. Er war bis 2000 künstlerischer Leiter der Theatergruppe „Het Oranjehotel“ und anschließend bis 2009 Hausregisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung am „Het Nationale Toneel“, dem zweitgrößten Theater der Niederlande.
Electro Deluxe Big Band
15. Juli, Theater Arena
Die Herren von Electro Deluxe sind jeder für sich seit Jahren und Jahrzehnten Meister ihres Instrumentalfaches und Frankreichs begehrteste Studiomusiker. Wo diese normalerweise in den Hintergrund treten, haben Thomas Faure, Jérémie Coke, Arnaud Renaville, Gaël Cadoux, Vincent Payen und Bertrand Luzignant im Jahr 2001 mit Electro Deluxe ihre eigene Plattform gegründet. Sie alle stammen mehr oder weniger aus der großen französischen Elektrojazz-Szene, daher auch das „Electro“ im Bandnamen. Musikalisch eroberten sie sich das breitere und flottere Funk- und Soulrepertoire. Soul ist hier keineswegs mit weichgespülten Schmusesongs gleichzusetzen, nichts liegt Electro Deluxe ferner. Sie kultivierten stattdessen in den vergangenen Jahren ihren Ruf als musikalische Wölfe im Schafspelz: Wehe, wenn sie (auf der Bühne) losgelassen werden, dann prescht die Funkmaschine davon, als stünde ein Maceo Parker persönlich hinterm Steuer, assistiert von Branford Marsalis und Meshell Ndegeocello, angefeuert von Herbie Hancock.  
Nina Attal
16. Juli, Theater Arena
Es war 2009, als sich Nina Attal zum Festival Blues sur Seine aufmachte. Attal war zu diesem Zeitpunkt gerade 17 Jahre alt. Blues sur Seine veränderte alles, denn Attal kehrte mit fünf Preisen zurück. Ihre Vorbilder sind uramerikanische Rhythm & Blues- und Funk-Größen wie Lenny Kravitz, Sharon Jones oder Prince. Da säuseln die Rhodes, da brettern die Bläser, da schiebt der Bass unaufhaltsam voran, und über allem schwebt Attals mächtiges Blues-Organ. Nina Attal nannte ihr Album des Jahres 2014 ihr erstes „richtiges“ Album, denn hier fand sie ihren ganz eigenen Stil. Amerikanisch im Sound, mit hartem, energischem Blues und Funk, jedoch sehr europäisch und französisch im Umgang mit dem Text. 
Lizz Wright
17. Juli, Theater Arena
Der Ursprung von Lizz Wrights Kunst liegt in ihrer Heimat. Ihre Lieder, ihren ungemein kräftigen, emotionalen Jazzgesang schöpft sie aus den tiefen Wassern ihrer Heimat Georgia, USA. Hier, im ländlichen Zentrum der amerikanischen Südstaaten, wuchs sie als Tochter eines evangelischen Pfarrers auf, umgeben von einer musikalischen Großfamilie, tief empfundener Religiosität und andauernder Rassentrennung. Und alles kam in Lizz Wright zusammen. Bis heute ist sie von der heimischen Scholle kaum zu trennen, lebt auf dem Land, züchtet Gemüse vor der Südstaaten-Terrasse und verarbeitet Familienlieder wie auch großväterliche Märchen zu eigenen Songs. Auf der anderen Seite ist sie eine der aktivsten politischen Künstlerinnen der USA, eine energische Unterstützerin Barack Obamas, eine Kämpferin für die Frauenrechte wie auch die afroamerikanische Identität. 2003 war sie ein Star, ihr Debütalbum „Salt“ kletterte bis auf Platz 2 der Billboard-Jazz-Charts. 
Black Milk
17. Juli, Club Kassablanca
Aus Mr. Curtis Cross aka Black Milks HipHop-Tracks spricht ganz Detroit. Vom traditionellen Nordstaatengospel über Motown Soul und Detroit Techno bis zum HipHop-Revival Ende der 1990er Jahre: All das ist Detroit, und all das ist auch Black Milk. Und in der HipHop-Szene ist er heute einer der ganz Großen. 2005 brachte er schließlich im Eigenverlag ein erstes Soloalbum heraus, ganz stilecht mit Detroit-Bezug unter dem Titel „Sound of a City“. Mittlerweile ist 2014 mit „If there is a hell below“ sein sechstes Studioalbum erschienen, und es sind keine Zeichen einer Verlangsamung zu entdecken. 2013 veröffentlichte er eine Art Soundtrack zu Comiczeichnungen von Pen Taylor. 


( NG, 11.07.2015 )

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