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Moderator der Gerschen

 1.095 Tage sind am 1. Juli um, weitere 1.096 hat sie noch vor sich. Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn zieht Halbzeitbilanz. „In den zurückliegenden Jahren sah ich meine Rolle als Aufklärerin”, so das erste Fazit der OB. Sie gesteht, dass sie sich vieles einfacher vorgestellt hat. „Vieles hatte ich zwar erahnt, aber das Erbe war doch schwerer als gedacht.” Zudem seien zwei Sachen unerwartet auf sie zugerollt: Das Hochwasser und die Insolvenz. Doch künftig will Dr. Viola Hahn aus dem Schatten der Oberbürgermeisterin und Moderatorin der Gerschen”, manifestiert sie. 

Ein kurzer Rückblick: „Nach der Buga hätten wir erst einmal Luft holen müssen, anstatt unsere gewonnene Kraft in die Idee eines Kunsthauses oder den Ausbau der Straßenbahn wieder zu verlieren. Die Verwaltungsstrukturreform meines Vorgängers war eine gute Idee, aber sie ist stecken geblieben, z.B. bei der Besetzung der Fachdienste nach Parteibuch. Viele Fachdienstleiter und Fachgebietsleiter hatten die gleiche Arbeitsplatzbeschreibung und Besoldung, dies konnte nur zu falschem Ehrgeiz führen. Zu viel politisches Gezänk stand auf der Tagesordnung. Eine Kultur des politischen Miteinanders suche ich bis heute vergeblich”, so die OB, die sich auf ihre Fahnen geschrieben hat, verstärkt interfraktionell an einem Tisch Fachthemen zu diskutieren. „Wichtig ist mir, die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat zu verbessern. Dafür müssen wir aus dem Wahlkampfmodus raus. Wir sollten lernen, dass auch der politische Feind eine gute Idee haben kann.”

In den kommenden drei Jahren will sie das Beste für Gera suchen und umsetzen. „Im Hinblick auf SRH statt Otto Dix, haben wir schon viel geschafft. Gera ist kein Big Player dafür eine Stadt der Mitte. Wir haben einen hervorragenden, weltweit agierenden Mittelstand. In den vergangenen Jahren konnten 515 Arbeitsplätze geschaffen, 72 gesichert und weitere 427 durch aktuelle noch laufende Investitionen gewonnen werden”, verkündet Dr. Viola Hahn ihre erfreuliche Botschaft.

Vier Schwerpunkte hat sie sich für die nächsten drei Jahre gesetzt. Nachdem der Haushalt konsolidiert und samt Haushaltssicherungskonzept genehmigt wird, soll ihre aktive Phase beginnen: „Konzentration auf die Mitte”, „Verwaltung schlanker und fitter gestalten”, „Nah am Bürger” und „Image stärken”, heißen ihre Schlagworte.

„Ich möchte mich auf unsere Mitte konzentrierenund unsere einheimische Wirtschaft stärken. Schlank heißt nicht gleich fit. In den letzten Jahren haben uns 83 Mitarbeiter verlassen. Ab Juli beginnt meine Tour der Verwaltung. Ab dieser Zeit will ich neue Strukturen gestalten, weg von der Außenwirkung, der langsamste bestimmt das Tempo. Ab der zweiten Hälfte meiner Amtszeit werde ich mir einen Tag in der Woche für die Bürger frei nehmen”, soll es ihr ein Anliegen werden, als Moderator der Gerschen vor Ort zu sein, zuzuhören, hinzuschauen und dabei zu sein. Zu guter Letzt – und oftmals werden die Letzten die Ersten sein – will sie das Image Geras stärken. „Wir haben vieles, wir müssen es nicht hervorzaubern. Wie müssen mutig, selbstbewusst und innovativ sein. Wir müssen die Chance der derzeitig vorherrschenden Negativschlagzeilen nutzen, diese in positive umzuwandeln. Unsere in den letzten Jahren ernannten Botschafter der Stadt leisten hierzu einen wertvollen Beitrag.” Jüngst wurde Prof. Klaus Hekking zum Botschafter der Stadt ernannt.

( Fanny Zölsmann, 20.06.2015 )

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