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Gesunder Corpsgeist entwickelt sich

In Gera wächst neues, gesundes Selbstbewusstsein. Das zeigte sehr deutlich der Jahresempfang der Stadt Gera und der Wirtschaft. Er führte 560 Gäste aus Wirtschaft und Gesellschaften, Vereinen, Verbänden und der Politik zusammen. Neue Kontakte zu knüpfen, bestehende zu pflegen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln, damit die Stadt vorankommt, und Menschen zu danken, die im Beruf und im Ehrenamt mehr als ihre Pflicht leisten - das war das Anliegen des Abends, zu dem Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn ins Theater eingeladen hatte.

Bereits traditionell damit verbunden ist die Ehrung von Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Stadt verdient gemacht haben. Den Ehrenpreis 2015 der Oberbürgermeisterin erhielt Uwe Kaiser, Hauptgeschäftsführer der Druckhaus Gera GmbH. Das Druckhaus Gera sei wirtschaftlich und sozial ein Vorzeigeunternehmen in der Stadt, betonte OB Dr. Hahn. Erfolgsgrundlage sei das Mitarbeiterbeteiligungsmodell, das der Belegschaft Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg gewährt, motivierend und identitätsstiftend wirkt. Die OB würdigte die betrieblichen Sozialleistungen bei der Gesundheitsvorsorge und die Zuschüsse für Kindergartenplätze ebenso wie den ehrenamtlichen Einsatz von Uwe Kaiser im Medienausschuss des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Den Ehrenpreis, finanziert von der Geraer Bank, gestaltete in diesem Jahr der Geraer Künstler Wolfgang Schwarzentrub. Uwe Kaiser hatte ihn übrigens selbst empfohlen, ohne auch nur im geringsten zu ahnen, dass er selbst der Geehrte sein wird. „Ich bin überrascht“, gestand der Preisträger dann auch auf der Bühne – und versicherte im gleichen Atemzug, sich auch künftig mit seinem Unternehmen gesellschaftlich zu engagieren. „Wir leben in der Region – und wollen ihr etwas zurückgeben“, bekräftigte er.

Als „Botschafter der Stadt Gera“ wurde zum Jahresempfang Prof. Klaus Hekking geehrt. Oberbürgermeisterin Dr. Hahn würdigte das Engagement des langjährigen SRH-Vorstandsvorsitzenden für das Waldklinikum und für die Fachhochschule Gesundheit Gera. Sie erinnerte daran, dass die Fachhochschule beim von der EU-Kommission geförderten Ranking in diesem Frühjahr internationale Spitzenwerte erreicht hat. Ein weiterer Grund, wie wichtig und richtig es war, dass die Stadt die ehemalige Bundesbankfiliale am Hofwiesenpark wieder verkauft hat. Damit wurde nicht nur ein über Jahre leerstehendes Gebäude wieder belebt. Vielmehr kann sich seit 2014 die erfolgreiche Fachhochschule auf dem eigenen Campus weiterentwickeln und es ist studentisches Leben in die Innenstadt eingezogen. Prof. Hekking, der seit kurzem in den Ruhestand gewechselt ist, nahm den Auftrag, als Botschafter für Gera zu wirken, gern an. „Denn ich liebe diese Stadt“, betonte er.

Das A und O, damit Gera weiter vorankommt, sind Wirtschaft und Bildung. Oberbürgermeisterin Dr. Hahn würdigte die Wirtschaft als Rückgrat für die Stadt. In den zurückliegenden drei Jahren wurden beachtliche Investitionen durch die Privatwirtschaft getätigt. Auf diese Weise wurden unmittelbar 515 Arbeitsplätze neu geschaffen und weitere 72 gesichert. Darüber hinaus sind im Zusammenhang mit diesen Investitionen noch einmal 427 Arbeitsplätze geplant. Einige Beispiele: Im Frühjahr erfolgte der erste Spatenstich für die neue Getzner-Weberei im Gewerbegebiet Zoche. Dort entstehen über 100 neue Industriearbeitsplätze. Und was besonders bemerkenswert ist: In Mitteleuropa, wo die Textilindustrie eigentlich als totgesagt gilt, wird eine moderne Weberei gebaut, die hochwertige Damast-Stoffe nach Afrika liefert. Was das „Sahnehäubchen“ an dieser Investition ist: den Bauauftrag erhielt ein in Gera ansässiges Unternehmen. Weitere Beispiele für Investitionstätigkeit sind das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum von Kaeser Kompressoren, die Erweiterungen bei Meleghy und ISEO Schlosssicherungen.„Bei meinen Unternehmensbesuchen habe ich viel Spannendes aus der Geraer Wirtschaft erfahren. Wussten Sie, dass sich eine internationale Erfolgsgeschichte auf der Fasaneninsel im Gewerbegebiet Leibnizstraße entwickelt? Hier arbeiten 85 Spezialisten rund um die Uhr für ‚Sportradar‘, den Weltmarktführer für Sportdatendienstleistungen. 2500 Scouts liefern aus aller Welt die Daten, die erfasst, aufbereitet und vermarktet werden. Oder dass mit hochmoderner Technik der ISEO-Schlosssicherungen aus der Wiesestraße die jahrhundertealten kulturellen Schätze der Bibliothek des Vatikans gesichert werden? Es gibt noch viele solcher spannenden Tatsachen. Und wenn es sich nicht um wirkliche Geschäftsgeheimnisse handelt, so sollten diese Geschichten bekannt gemacht werden“, so der Appell der Oberbürgermeisterin. „Wir müssen die guten Nachrichten also nicht herbeizaubern, es gibt sie“, betont Dr. Hahn. „Lassen Sie uns einen Corpsgeist für Gera entwickeln und nach außen tragen“, bestärkte die Oberbürgermeisterin das wachsende Gemeinschaftsgefühl für Gera.

Übrigens: Der Jahresempfang wurde ausschließlich von Sponsoren finanziert. Darüber hinaus wurden an dem Abend Spenden und Spendenzusagen für gemeinnützige Zwecke in Gera in Höhe von 6.000 Euro gesammelt.

( Gera (gw), 20.06.2015 )

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