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Alter Glanz des Hauses in neuer Pracht

Gut 110 Jahre steht das Gebäude in der Ludwig-Jahn-Straße 2, der Firmensitz der Gebr. Frank KG. In römischen Zahlen ist das Baujahr 1887 im Eingangsbereich von den Architekten festgehalten. Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Fassade kündet es heute wieder von einer eindrucksvollen Arbeit aus der sogenannten Gründerzeit, mit der die Jahre vor der Jahrhundertwende 1900 bezeichnet werden.

Im Juli vergangenen Jahres war mit den Rekonstruktionsarbeiten begonnen worden. Höchste Zeit, meinten die Mitarbeiter, Kunden und Gäste, die hier tagtäglich ein- und ausgehen. Und sie hatten Recht! Allerdings haben die Arbeiten am Haus bereits unmittelbar nach der politischen Wende begonnen. Für den Außenstehenden freilich nicht unmittelbar zu sehen, denn wichtige Maßnahmen zur Werterhaltung an Dach, Fenstern, Kanalsystemen und Innenausbau hatten Vorrang. So musste die Fassadensanierung vorerst zurückstehen.
Zurück zur Geschichte des Hauses. Es ist als Druckerei- und Wohngebäude errichtet worden. Das ist noch heute am Zuschnitt des Treppenhauses und der Geschäftsräume erkennbar, auch wenn der Gesamtkomplex mehrfach geteilt und umgebaut worden ist.
1958 ist die Druckerei Gebr. Frank eingezogen, verbunden mit der Zusammenführung des hier bereits bestehenden Druckereibetriebes Vereinigte Kunstdruckereien Neupert.
Im Januar 1972 kam die traditionsreiche Steindruckerei Spitz hinzu, die vorher ihren Sitz in der Berliner Straße (ehemaliges Intex-Gebäude) hatte. Im April 1972 wurde die Druckerei enteignet und bestand ganze drei Monate als "VEB Verpackungsmitteldruck" weiter, bis sie dann Bestandteil der Zentrag, dem SED-eigenem Druckimperium, wurde. Seit 1. Juni 1990 ist die Druckerei reprivatisiert.
In den DDR-Zeiten war es schwer, Baukapazitäten zu erhalten, außerdem wurden Privatgebäude meist dem Verfall preisgegeben, so dass das Gebäude Ludwig-Jahn-Straße 2 erheblich vernachlässigt wurde. Die Sandsteinelemente, Fensterbänke und -dächer bestanden zudem aus Sandstein der Sächsischen Schweiz, so wir er in dieser Zeit an vielen Geraer Gebäuden Verwendung gefunden hat. Ihm fehlte der notwendige Oberflächenschutz, so dass der Sandstein nahezu vollständig zerstört war. Ganz anders die Klinker, die abgesprüht und versiegelt wurden. Das spricht für die Qualität des Materials.
Mit der neuen Farbgestaltung wurde versucht, die interessant gegliederte Fassade zu betonen. Farben in erdigen Pastelltönen wurden abgestuft und so passend zum Umfeld gestaltet, bis hin - wenn man so will - zur Farbe des Firmenlogos.
Als die Gerüste gefallen waren, fehlte es nicht an Anerkennungen und freundlichen Kommentaren von Anwohnern, Geschäftsfreunden und Passanten. Die Handwerke haben hervorragende Arbeit geleistet! Die Firma Gebr. Frank bedankt sich dafür bei allen am Bau Beteiligten! Auf die nächsten 110 Jahre!

( 06.01.2001 )

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