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Hohe Sprünge und harte Landungen

„Wer bremst, verliert – eine alte Rennfahrerweisheit. Für BMX-Fahrer, die sich am Sonnabend, 30. Mai, zum „BMX-Contest“ im Skatepark im Hofwiesenpark treffen, gibt es jedoch gar keine große Alternative, denn sie haben schlichtweg keine Bremsen, mal abgesehen von den Schuhen. „Das wird ein Top-Contest hier bei uns in Gera, da sind sich Tom Leber und Lucas Alexy sicher. Fast täglich kommen sie mit ihrem Bike in den Skatepark, drehen ihre Runden und machen verwegene Sprünge.

Für den 13-jährigen Tom Leber war es erst der Spaß, der ihn in die BMX-Szene geführt hat. „Es ist eine coole Freizeitbeschäftigung, macht Spaß und hält Fit“, erzählt der Schüler aus der Regelschule „Otto Dix“. Und nicht ganz unwichtig für ihn ist es, die neuen Tricks seinen Freunden zu zeigen.

Es ist der erste BMX-Contest. Die Idee kam im Vorjahr beim Scooter-Contest. „Warum nicht auch mit dem BMX-Rad, hieß es. Warum eigentlich nicht, war unsere Antwort“, erinnert sich Jörg Ambaum, der sich an dem 30. Mai gemeinsam mit Mandy Geisler vom Verein Great Gera Skates e.V. für dieses BMX-Highlight den Hut aufgesetzt hat, welches von der Radwelt Gera freundlicherweise unterstützt wird.

Alle Skater und Biker oder die einfach nur Freude an diesem Sport haben, sind dazu eingeladen, ihr Können unter Beweis zu stellen. Punkt 12 Uhr öffnet der Skatepark und um 14 Uhr fällt dann der Startschuss. Wer mitfahren möchte, der kann sich vor Ort bis 13.30 Uhr für den jeweiligen Run, gegen eine kleine Teilnehmergebühr eintragen lassen. Gestartet wird in drei Altersklassen: u15, ü15 und ü18.

Bis 18 Jahre gilt Helmpflicht. „Zur eigenen Sicherheit“, so Jörg Ambaum, denn ganz so ungefährlich ist das BMX-Fahren nicht. „So ganz ohne Schrammen geht eben nicht ab. Doch das ist eher nebensächlich“, erzählt Tom Leber. Seit gut einem halbes Jahr ist er dabei und was er schon drauf hat, kann sich sehen lassen. „Wer es nicht weiß, denkt, Tom gehört zu den Fortgeschrittenen“, meint Lucas Alexy, der diesem Sport schon seit vier Jahren betreibt und beim Contest auf eine gute Platzierung hofft. Der 14-Jährige hat so einiges hinter sich. „Kniescheibe und Finger angebrochen, dass passiert eben. Klar, hat es weh getan. Aber es geht schon“, demonstriert der Schüler aus der 12. Regelschule eine gewisse Härte, die man für diesen Sport braucht. Vor allem dann, wenn man einen so erfolgreichen BMX-Fahrer wie Broc Raiford als Vorbild hat.

Um aber gerade solche Verletzungen zu vermeiden, tragen viele Schienenbeinschoner. Die meisten benutzen zudem Ellenbogen- und Knieschoner sowie einen Helm und mancher sogar einen Mundschutz. Zum Glück zählt beim BMX-Contest aber nicht die spektakulärsten, oder ungewöhnlichste Verletzung, sondern, wie schwierig ein Sprung ist. Nur wer nach einem Sprung mit beiden Füßen auf den Pedalen landet, sammelt Punkte, die am Ende entscheiden, wer auf dem Siegertreppchen steht. Welcher Sprung nun der schwierigste ist, darüber wird eine dreiköpfige Jury befinden. Doch nicht nur der beste Fahrer gewinnt. Zu den offiziellen Bewertungen gibt es eine separate Wertung unter allen Teilnehmern für den besten Trick.

Für ordentliche Stimmung – und das bis 22 Uhr – sorgt ein DJ aus Erfurt, der auch die Aktionen der Teilnehmer beim BMX-Contest kommentieren wird. 

( Reinhard Schulze, 23.05.2015 )

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