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„Fremd? Nirgends”

Nein, sie werden nicht nur aus Goethes Faust vorlesen, sie werden Goethes Lieblingsdichter in ihrer jeweiligen Muttersprache vortragen. Gemeint sind acht ausländische Mitbürger, die hier in Gera eine neue Heimat gefunden haben. Initiiert von der Geraer Goethe-Gesellschaft, organisiert in Kooperation mit der Stadt- und Regionalbibliothek, der Volkshochschule und dem Freundeskreis für Flüchtlinge wird am Donnerstag, 21. Mai, 19 Uhr, in das Kommunikationszentrum der Sparkasse Gera-Greiz eingeladen. „Wir wollen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Wir betrachten Goethe als unser großes Vorbild, der andere Kulturen als Bereicherung und nicht als Konkurrenz verstand. Niemand von uns ist fremd und das nirgends auf dieser Welt”, erklärt Bernd Kemter von der Goethe-Gesellschaft Gera den Titel der Veranstaltung „Fremd? Nirgends”, anlässlich des UNESCO-Welttages der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung. „Oftmals fühlen wir uns von dem Unbekannten bedroht. Kulturen über die wir nichts wissen, sind uns fremd. Doch es sollte uns ein Bedürfnis sein, die ‚anderen‘ kennenzulernen und über Bildung zu Verständnis gelangen”, so Matthias Schenk, Direktor der Volkshochschule. Drei Dozenten und eine Teilnehmerin werden sich an der Lesung beteiligen.

Gemeinsam mit dem Team um Rainer Schmidt, Leiter der Bibliothek, wurden sämtliche Texte in den jeweiligen Sprachen zusammengetragen. „Es war ein hartes Stück Arbeit alle Gedichte zu finden. Während die deutschen Übersetzungen Otti Planerer liest, werden ein Inder, Syrer, Spanier, Australier, eine Italienerin, Französin, Russin und Polin die jeweiligen Originaltexte lesen”, führt Schmidt aus.

Gelesen werden ,,Shakuntala“ des Inders Kalidasa, Gedichte des arabischen Dichters al-Mutanabbi, „Firdausis Königsbuch“ des persischen Legendenschreibers Firdausi, ,,Gargantua und Pantagruel“ des französischen Romanciers Rabelais, „Der Richter von Zalamea“ des spanischen Dramatikers Calderon, „Adelchis“ des italienischen Romanciers Manzoni, „Manfred“, ein Versepos des englischen Dichters Lord Byron, „Konrad Wallenrod“, eine Versdichtung des polnischen Schriftstellers Mickiewicz und ‚,Pique Dame“, eine Erzählung des russischen Dichters Puschkin. Musikalisch wir der Abend umrahmt von Benjamin Stielau und Cornelius Hemmann.

Der Eintritt ist frei. 

( Fanny Zölsmann, 09.05.2015 )

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