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Schlagzeilen der Woche

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Oberbürgermeister Ralf Rauch zum neuen Jahr 2001:

Liebe Bürgerinnen und Bürger!
Obwohl das große Millenniumsfieber in diesem Jahr ausblieb, stehen wir doch mitten im Jahrtausendwechsel. Die Flut der Ratgeber und Prognosen über das neue Jahrtausend, verbunden mit den Umbrüchen des letzten Jahrzehnts zeigt vor allem: Wir sind gespannt und unsicher, was auf die Welt im neuen Jahrtausend zukommt. Orientierung tut also Not. Doch wer kann uns Orientierung geben, wenn sie nicht aus uns selbst heraus kommt? Deshalb ermuntere ich Sie, sich auf sich selbst und Ihre Stärken zu besinnen. Nutzen Sie die Zeit des Jahreswechsels zum Nachdenken, fassen Sie neue Ziele ins Auge, ohne alte aufzugeben. Halten Sie aber auch nicht um jeden Preis an Zielen fest, die Sie im vergangenen Jahr nicht erreichen konnten und die Sie belastet haben. Auch für die Gestaltung unserer Stadt habe ich mir klare Ziele gestellt. An ihnen werde ich meine und die Arbeit der Stadtverwaltung ausrichten und messen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei die Modernisierung der Stadtverwaltung selbst. Wir brauchen eine moderne Verwaltung mit motivierten Mitarbeitern, die ihre Dienstleistungspflicht gegenüber den Bürgern mit Engagement ausfüllen. Eine solche bürgerorientierteVerwaltung wird auch Sie zu noch mehr Anstrengungen für die Gestaltung unserer Stadt motivieren. Denn gerade in Zeiten, in denen öffentliche Mittel immer mehr versiegen, müssen wir noch stärker als bisher auf Initiative und Leistung jedes Einzelnen setzen. Bürgerengagement darf aber keine Einbahnstraße sein, sondern muss durch eine effektive Verwaltung begleitet und gefördert werden. Nach zehn Jahren Demokratie gehen immer mehr Bürger selbstbewusst und offen auf die Verwaltung zu. Ein solcher Dialog ist wichtig und soll auch in Zukunft gepflegt werden. Allerdings sind auch die Möglichkeiten der Verwaltung nicht unbegrenzt. Es kommt also darauf an, im vertrauensvollen Miteinander Gestaltungsräume zu erschließen und sie für unsere Stadt zu nutzen. Doch das neue Jahr hält nicht nur Arbeit, sondern in unserer Stadt auch viele Höhepunkte und Ver-gnügungen bereit. Viel Beachtung wird wieder das Deutsche Kinder - Film&Fernseh-Festival "Goldener Spatz" finden. Daneben werden traditionelle Feste und Höhepunkte wie das Open Air "Alles Theater" oder die Schwarzbiernacht für ausgelassene Stimmung sorgen. Ein ganz besonderes Ereignis steht Ende September ins Haus: der 6. Thüringentag, den wir mit dem Höhlerfest verbinden werden. Am Wochenende des Thüringentages wird das ganze Land auf uns schauen. Diese Gelegenheit müssen wir nutzen, um uns als ebenso liebenswerte wie dynamische Stadt zu präsentieren.
Die Voraussetzungen d afür sind gut, denn auch im Jahr 2000 sind wir trotz anhaltender Finanzprobleme wieder ein gutes Stück vorangekommen. Mit einer neuen Schulanlage in Untermhaus wurde ein wichtiges Zeichen für unsere Jugend gesetzt. Auch die Berufsakademie hat sich gut entwickelt und konnte weiter gesichert werden. Mit ihr verfügt Gera über eine praxisnahe, zukunftsorientierte Bildungseinrichtung. Die bundesweite Entspannung am Arbeitsmarkt wirkte sich auch in Gera positiv aus. Dennoch liegt die Arbeitslosenquote weiterhin zu hoch. Deshalb wird die Stadt auch im Jahr 2001 alles daran setzen, gemeinsam mit der Thüringer Landesregierung günstigere Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Wirtschaft zu schaffen. Vor diesem Hintergrund soll die Wirtschaftsförderung in unserer Stadt neu geregelt werden. Ziel ist es dabei, eine effiziente Kontaktstelle für einheimische Unternehmen und mögliche Investoren zu schaffen.
Neben den Gera-Arcaden gehören auch die Amthor-Passagen inzwischen zum Stadtbild. Und mit dem Müller- und dem Biermann-Kaufhaus wird der innerstädtische Einkaufsbereich noch kompakter. Erfreulicherweise strahlen auch auf dem Marktplatz immer mehr Häuser in neuen Farben. Mit der Stadtapotheke zeigt sich eine herausragende Sehenswürdigkeit in neuem Glanz. Diese Beispiele werden Schule machen und weitere Investitionen nach sich ziehen.
Ein ganz großer Höhepunkt war im Jahr 2000 die Fertigstellung der Süd-Ost-Tangente mit dem Anschluss der Ochsenbrücke an die Bundesstraße B 92. Für die Schwimmsporthalle konnten wir inzwischen Richtfest feiern. So haben wir in Gera sogenannte harte und weiche Standortfaktoren gleichberechtigt behandelt. Das bleibt auch in Zukunft so: denn eine leistungsfähige Infrastruktur ist ? vor allem für die Ansiedlung von Unternehmen ? eine ganz entscheidende Voraussetzung. Ebenso wichtig sind aber all die Dinge, die eine Stadt lebenswert machen - wie Theater, Museen oder Sportstätten.
Unser Theater wird im Jahr 2002 hundertsten Geburtstag feiern. Die notwendige Sanierung kann bis dahin zwar nicht abgeschlossen werden. Jeder Theaterfreund wird aber mit Zufriedenheit sehen, wie das Haus zu seinem Jubiläum in die Kur genommen wird, um bald darauf neuen Glanz zu verbreiten.
Auch das Kultur- und Kongresszentrum soll spätestens bis zur Bundesgartenschau 2007 umfassend modernisiert sein, um die Ansprüche an eine leistungsfähige Stadthalle zu erfüllen. Mit dem Neubau der Bachgasse und den Vorbereitungen für die Neugestaltung der Schloßstraße wurden wichtige Projekte im Umfeld des Kongresszentrums in Angriff ge-nommen. Anschließend soll der Zentrale Platz zu einem neuen Mittelpunkt unseres Stadtzentrums werden. So setzen wir der Weg zur Gestaltung unserer Innenstadt fort, der neben der Vorbereitung der Bundesgartenschau auch in den nächsten Jahren Schwerpunkt der Stadtentwicklung bleibt.
Dass diese städtischen Vorhaben im Einklang mit Ihren persönlichen Vorstellungen und Zielen realisiert werden können, ist mein Wunsch für uns alle für das neue Jahr. Dabei gelten meine besonderen Wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern, die Weihnachten und Silvester nicht bei ihren Familien verbringen können.
Uns allen wünsche ich Gesundheit, Glück, Erfolg und Zufriedenheit im Jahr 2001.

Ihr

Ralf Rauch

( 23.12.2000 )

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