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Kreative Entwürfe zum Spielplatz in der Gessentalstraße

Schaukel, Klettergerüst, Rutsche, Riesenlaufrad, Sandkasten, Trampolin, Seilfahrt, Wippe, Ballspiel, Tischtennisplatte – mit ganz konkreten Vorstellungen sind kürzlich Kinder mit ihren Eltern zum Spielplatz in die Gessentalstraße gekommen. Eingeladen zum Ortstermin hatte der Fachdienst Stadtgrün. „Nicht über die Köpfe der künftigen Nutzer hinweg, sondern mit ihnen gemeinsam, wollen wir über die zukünftige Gestaltung des Spielplatzes sprechen“, so Sachbearbeiterin Hedi Tiesler, verantwortlich im Fachdienst für Freianlagenplanung. Wie wichtig den Anwohnern wie auch den Kindern der Spielplatz ist, zeigte sich schon daran, dass trotz der kühlen Temperaturen, rund 40 Eltern und Kinder der Einladung gefolgt waren. Wie sich die künftigen Besucher ihren Spielplatz vorstellen, dass hatten sie auf Zeichnungen, in Bilder und Collagen festgehalten, die sie der Sachbearbeiterin überreichten. 
Grund des Treffens war der Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom 15. Januar zur Verwendung der Fördermittel aus der Infrastrukturpauschale für Spielplätze im Jahr 2015, bei dem mehrheitlich beschlossen wurde, dass die zur Verfügung stehenden Mittel dem Spielplatz in der Gessentalstraße zugute kommen sollen.
Nicht nur Anwohner des Wohngebiets, sondern auch eine Vielzahl von Bürgern der Stadt haben bezüglich der Sanierung des Spielplatzes beim FD Stadtgrün nachgefragt. In den vergangenen Jahren mussten nach und nach - aufgrund der Verkehrssicherheit - Spielgeräte abgebaut werden, die Verbliebenen können laut des Fachdienstes auch nicht mehr allzu lange genutzt werden. „Hier wohnen sehr viele Kinder. Früher waren wir oft hier. In der letzten Zeit wurden immer mehr Spielgeräte abgebaut, so dass wir nur noch selten hergekommen sind“, erzählt Diana Pfeil, deren zweijähriger Sohn besonders die Rutsche vermisst. „Es gab schon früher nicht sehr viel. Jetzt ist fast gar nichts mehr da“, bedauerte Nancy Richter den derzeitigen Zustand des Spielplatzes, die mit ihren Kindern Fynn und Jonas gekommen war. Erwartungsvoll überreichten die beiden Heidi Tiesler ihre Zeichnungen mit ihren Vorstellungen zum künftigen Spielplatz.
Die Grobkostenschätzung des FD Stadtgrün sieht einen Kostenrahmen von rund 80.000 Euro für die Gesamtanlage vor. Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel, dabei handelt es sich konkret um 21.960 Euro aus der Infrastrukturpauschale, kann aber lediglich ein kleiner Teil der nun zu entwerfenden Planung umgesetzt werden, wobei die Gesamtgestaltung der Anlage betrachtet und nicht aus dem Auge verloren werden soll.
Ziel der Planung soll es sein, so der Wunsch der Bürger, den Kindern und Jugendlichen – es wurde auch über eine Erweiterung der Spielanlage für das Alter 12 bis 18 Jahre nachgedacht – der Stadt einen multifunktionalen Spielraum zur Verfügung zu stellen, bei dem ein hoher Spielwert für alle Altersstufen erreicht wird, jedoch die Themen Sicherheit, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit der Spielelemente bedacht werden muss. Gerade das Thema Sicherheit zum Gessenbach spielte eine wichtige Rolle. Angesprochen wurde auch das Aufstellen eines Fahrradständers. 
Da die Fördermittel ab Ende Mai 2015 zur Verfügung stehen und danach erst die Ausschreibung der Bauleistungen erfolgen kann, wurde den Bürgern mitgeteilt, dass eine Umsetzung der Maßnahme erst im Herbst erfolgen wird. Allein bei der Lieferzeit für Spielgeräte müsse man mit zwölf bis 16 Wochen rechnen, so Heidi Tiesler.
Die Stadt Gera verfügt über rund 90 Spielplätze. Viele davon sind in den 90er Jahren errichtet worden und müssen nun erneuert werden. Der Spielplatz in der Gessentalstraße ist im Zusammenhang mit der Buga 2007 entstanden. Schon damals wurden zur Ausgestaltung gebrauchte Spielgeräte verwendet, die nun verschlissen und teilweise schon abgebaut sind.

( Reinhard Schulze, 07.02.2015 )

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