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Geraer enco.tel von finnischem Telefonkonzern übernommen

Die reichlich zweieinhalb Jahre am Markt befindliche Telefonfirma enco.tel wird ab 1. Januar kommenden Jahres vollständig von der Düsseldorfer Elisa-Kommunikation übernommen, einer Tochter der finnischen Elisa Communications Corporation. Die Düsseldorfer verfügen nunmehr über 22 lokale und bundesweit operierende Telefongesellschaften. Der Geraer Zukauf, so Elisa-Geschäftsführer Pekka Perttula, sei eine Art Gelenk zwischen den in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen operierenden Gesellschaften. In Jena ist Elisa mit 20,4 Prozent an der JelioCom beteiligt, über die soll auch der Markt in Richtung Weimar erschlossen werden. Weitere wichtige Zentren der Elisa-Aktivitäten sind Nordrhein-Westfalen, Bremen und das Rhein-Main-Gebiet. Dabei sind vor allem mittelständische Unternehmen die Zielgruppe.
Durch die Verbindung mit nationalen und internationalen Netzen sei ein enormer Synergieeffekt zu erwarten. Einsparungen, z. B. beim Einkauf, sollen an die Kunden weitergegeben werden.
enco.tel-Gründer und Geschäftsführer Helmut Scheffel erinnerte an die zahlreichen innovativen Dienstleistungen, u.a. im Internet und Intranet, die enco.tel geschaffen hat. Als Festnetzanbieter verfügt die Gesellschaft über Lizenzen in Ostthüringen. Das Markpotential liegt bei 220.000 Kunden, davon allein fast 16.000 auf das Geschäftskundensegment. Enco.tel sei allerdings zu klein, um diese Netze zu unterhalten. Allerdings - so Scheffel - werde die Firma allein im kommenden Jahr weitere fünf Millionen Mark in die Expansion im Bereich Ostthüringen investieren. Gegenwärtig bedient enco.tel rund 2,5 Prozent der Geraer Telefonkunden, 15 Prozent will man erreichen, und damit, so Helmut Scheffel, "Gera an die große Welt bringen". Die 120 Jahre alte traditionsreiche finnische Mutterfirma - sie wurde gegründet, als noch Telegrafie üblich war - hat 1,2 Millionen Mobilfunk- und rund eine Million Festnetzkunden.
Deutschland haben die Finnen für ihre Wachstumsstrategie ausgesucht. Geschäftsführer Perttula strebt für das kommende Jahr eine Verdoppelung des Umsatzes in Deutschland an. Das will er vor allem durch den Ausbau der lokalen Präsenz erreichen.
Rund fünf Millionen Mark hat enco.tel seit Bestehen in Technik und Netze investiert. Die Firma bietet ihre Dienstleistungen in Gera, Ronneburg, Zeulenroda und Greiz an. Anfang nächsten Jahres sollen Eisenberg, Hermsdorf, Weida und Bad Köstritz hinzukommen, außerdem ist für Mitte Januar die Einrichtung eines breitbandigen Internet-Dienstes geplant, der den Nutzern bisher unbekannte Möglichkeiten bieten soll. enco.tel beschäftigt gegenwärtig 17 Mitarbeiter. Firmensitz wird weiterhin Gera bleiben.

( NG/ert, 16.12.2000 )

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