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Kuriosen Querschnitt

Die letzte Schau des Jahres trägt den Namen „24x Kunst-Weihnacht“, ist bis zum 14. Dezember in der Kunstzone M1 am Mohrenplatz zu sehen und zeigt u.a. Bilder, Grafiken, Skulpturen, Installationen, Glas, Keramik aber auch Skurriles von 36 Künstlern aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern. „Die ausstellenden Künstler zeigen hier einen durchaus interessanten Querschnitt ihrer Arbeiten“, beschreibt der Künstler und Initiator Sven Schmidt die Ausstellung in seiner gewohnt lockeren Rede zur Eröffnung. Er selbst hat eine Auswahl seiner bemalten Leuchten zur Ausstellung beigetragen. „Ich bin großer Jazzfan und durch die Verbindung zu der Musik sind die von allen Seiten bemalten Leuchten und Kunstwerke entstanden“, erzählt er weiter. Doch nicht nur seine Werke finden bei dem zahlreich erschienen Publikum Zuspruch. So begeistern die Bilder und Grafiken genauso wie die Skulpturen, Keramiken und Installationen der Ausstellung, welche alle auch direkt gekauft werden können. „Die Kunst liegt immer im Auge des Betrachters und bei manchem würde der ein oder andere bestimmt Fragen, ob dies Kunst ist oder weg kann“, erzählt eine Besucherin schmunzelnd und fügt hinzu, dass aber nach Gesprächen mit den einzelnen Künstlern immer zu spüren ist, dass diese sich über ihre Arbeiten Gedanken gemacht haben und jedes Ausstellungsstück eine Geschichte zu erzählen hat. So zum Beispiel die Arbeiten von Goran Matosevic, der mit seinen Werken und Installationen Kritik an der Gesellschaft üben will. Auch die Arbeiten von Katja Hochstein, welche sich mit Mythen beschäftigt findet viele Interessenten und bietet Gesprächsstoff beim Rundgang, ebenso wie Malereien, Holzschnitte, Skulpturen und Schmuckobjekte der anderen Künstler. Auch eines der Werke von Cosima Göpfert, „HGR-E942/Der Krieg“ zieht die Besucher an und bietet Gesprächsstoff für die einzelnen Interpretationen. „Das Ganze beruht auf meiner Diplomarbeit, der Krieg“, erklärt die Künstlerin, die Kunst und Lehramt auf Kunst und Geschichte studiert hat und in der Abschlussarbeit Aspekte des Krieges beleuchtet und dabei fragt, ob alle Menschen dazu fähig sind, Krieg zu führen. Ihre etwas ironische Antwort als Künstlerin ist die Installation „HGR-E942“, wobei das HGR einfach für Handgranate steht und das E942 die Bezeichnung für Lachgas ist. „Insgesamt habe ich 230 der handgemachten Granaten, die wie eine Armee aufgestellt und mit Lachgas gefüllt sind. Die hier dargestellte MK2 ist die meisthergestellte und genutzte Handgranate, die es seit dem zweiten Weltkrieg gibt. Meine Abschlussarbeit zeigt auf, dass sich die Menschheit in den Jahrhunderten auch durch Kriege weiterentwickelt hat. Doch die Waffen haben sich geändert und wir müssen versuchen auf friedliche Weise miteinander umzugehen, ansonsten vernichten wir uns”, erklärt die in Weimar lebende Künstlerin zum Objekt der Ausstellung. Die mit Lachgas gefüllten Granaten sollen dabei zeigen, dass beispielsweise Bildung und Kultur zu einem besseren Miteinander führen und Kriege nur auf Vernichtung hinauslaufen. Das Lachgas zeigt eben die satirische Seite und soll auch dazu anregen nachzudenken, über Situationen auch einmal zu lachen als diese zu ernst zu nehmen. Was die Ausstellung am Mohrenplatz noch alles zu bieten hat, kann man bis zum 14. Dezember herausfinden. 


( Lars Werner, 05.12.2014 )

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