Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Eine Kerze für jedes Opfer

Sie sprechen von geringem Selbstbewusstsein, führen finanzielle Probleme an, benennen gemeinsame Kinder, werden von Selbstmordgedanken bedroht. Sie sind Opfer von häuslicher Gewalt. Sie sind oftmals Frauen, „doch auch Männer sind betroffen”, führt Kathrin Engel von der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt an.

Allein im vergangenen Jahr haben 254 Betroffene Unterstützung und Hilfe gesucht. Gefunden haben sie diese im Netzwerk „gegen häusliche Gewalt”. „Doch nicht nur Erwachsene werden zu Opfern. Zusätzlich wurden 149 Kinder und Jugendliche betreut, die Zeugen von Gewalt im elterlichen Haushalt geworden sind und mitbetroffen waren. Allein in der Interventionsstelle gab es 91 erwachsene Betroffene, davon 79 Frauen und zwölf Männer. Dabei erlebten 79 Kinder Gewalt zu Hause mit, 28 im Alter zwischen null bis fünf Jahren, 18 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren. Das Frauenhaus erhielt 140 Notrufe, 31 Frauen und 33 Kinder fanden vorübergehend dort Schutz. 90 Frauen wurden ambulant beraten. Elf Frauen und 20 Kinder nutzten nach dem Aufenthalt im Frauenhaus das Gruppenangebot ‚Starke Mütter – starke Kinder‘. Elf Kinder und Jugendliche fanden beim Kinder- und Jugendschutzdienst Hilfe, davon drei im Alter von null bis sechs Jahren, sieben im Alter von sieben bis 13 Jahren”, liest die Ansprechpartnerin der Interventionsstelle Kathrin Engel aus der Statistik vor.

Insgesamt gehören 22 Professionen zum Geraer Netzwerk. Seit zehn Jahren bietet es Betroffenen erste Anlaufstelle, Hilfe, Beratung, Unterstützung und weitere Begleitung. „Um diese Zusammenarbeit noch enger zu gestalten, verständlich für alle vorhandenen und künftigen Partner oder Mitarbeiter zu definieren und den Betroffenen schnelle und rechtsichere Hilfe anbieten zu können, haben sie eine gemeinsame Handlungsempfehlung bei häuslicher Gewalt entwickelt. Dabei handelt es sich um eine kleine Broschüre, die den Partnern als Nachschlagewerk dienen und auf den Internetseiten veröffentlicht werden soll”, erklärt Engel.

Zu den Netzwerkpartnern gehören: die Interventionsstelle GeSa Südostthüringen in der Großen Kirchstraße 9 (( 5519027), die Landespolizeiinspektion Gera in der Amthorstraße 6 (( 82340), die Staatsanwaltschaft Gera in der Rudolf-Diener-Straße 1 (( 8340), die Rechtsanwältinnen Monika Hofman in der Humboldtstraße 27 (( 2900974) und Susanne Adam in der Clara-Zetkin-Straße 16 (( 54818060), das Fachgebiet Gesundheit (( 8383501), der Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe (( 8383400), die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt am Kornmarkt 12 (( 8381050), die Migrations- und Integrationsbeauftragte in der Gagarinstraße 99-101 (( 8383019), die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter in der Erfurtstraße 10 (( 857670), „Weisser Ring”, Außenstelle Gera (( 5485754), Frauenhaus Gera ( Notruf ( 51390 - rund um die Uhr), der Kinderschutzdienst Gera in der Lobensteiner Straße 49 (( 5523020), Schlupfwinkel und Sorgentelefon (( (0800) 0080080, kostenfrei vom Festnetz), die Integrative Beratungsstelle der Diakonie, Zabelstraße 2 (( 7736321), das Beratungszentrum der Caritas, in der Zschochernstraße 38/40 (( 5520405), das Frauenkommunikationszentrum in der Böttchergasse 1-3 (( 813871), die Schuldnerberatung der TALI Thüringer Arbeitsloseninitiative in der Richterstraße 4 (( 881425), AufAndHalt, Netz von Betroffenen rechtsextremer Gewalt und rassistischer Diskriminierung Netz e.V. in der Karl-Schurz-Straße 13 (( 7128956), die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle pro familia in der Friedrich-Engels-Straße 14 (( 8310416) und das Projekt ORANGE (TäHG) der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Thüringen e.V. in der Bahnhofstraße 53 in Bad Köstritz (( (0176) 10206904).

Am Vorabend des Internationalen Aktionstages „Nein - zu Gewalt an Frauen“ am Montag, 24. November, 16.15 bis 17 Uhr, laden die Netzwerkpartner zu einer stillen Aktion ein. Gemeinsam mit den Bürgern sollen auf dem Platz vor dem Stadtmuseum symbolisch für Betroffene Kerzen aufgestellt werden. Wer will, kann diese auch mit einem Namen versehen

( Fanny Zölsmann, 21.11.2014 )

zurück