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Unterwelt wird LICHTfern

„LICHTfern“ lautet das Thema der siebten Höhler Biennale, die vom 19. Juni bis 18. Oktober 2015 ausgetragen wird. 59 Künstler aus Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich, Niederlande und Indonesien folgten dem Ruf des rührigen Höhlervereins, und das Kuratorium konnte 23 Künstler auswählen, die ihre Werke in zwei Höhlern ausstellen können. Ein dritter Höhler, und zwar der archaischste, wie Projektleiterin Dr. Gitta Heil, bemerkte, steht fünf ausgewählten Künstlern zur Verfügung. In diesem Höhler in der Greizer Straße 10 werden die Preisträgerinnen des Installationskunstpreises 2011 und 2013, die Textildesignerin aus Gera Nora Grawitter und die Geraer Künstler Sven Schmidt und Manfred Wunderlich ihre Werke präsentieren. „Wir durchbrechen damit das starre Schema und öffnen als Novum außerhalb der Jury einen Höhler zur freien Gestaltung“, verriet Dr. Heil. Es gebe Überlegungen, für die nächste Höhler Biennale einen Studentenhöhler einzurichten. Damit könnte der Nachwuchs gezielt gefördert werden. Als Preis, überlegte die Projektleiterin, sei ein Atelieraufenthalt möglich.
Preise werden natürlich auch zum siebten Wettbewerb vergeben. „Wir haben die Zusage vom Thüringer Kulturministerium erhalten, wodurch die Künstler ein Honorar von 400 Euro sowie ein Übernachtungsgeld von 150 Euro erhalten“, freute sich Gitta Heil. Der Installationskunstpreis von 3.000 Euro, der Sonderpreis von 2.000 Euro sowie der Publikumspreis von 1.000 Euro wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Sparkasse Gera-Greiz gestiftet.
Das, was der Besucher, der hinabsteigt in die Unterwelt von Gera, im nächsten Jahr zur Höhler Biennale zu sehen bekommt, ist zunächst nur auf dem Papier vorhanden, denn die Künstler reichen ihre gezeichneten Ideen ein. Fast alle hätten die Aussage getroffen, dass ohne Licht kein Leben existiert. Eine Arbeit befasse sich mit einem Fötus im Mutterleib und weise auf zukünftiges Leben hin, eine andere mit Leben als Schutz. „Wir denken, dass die Höhler als lichtferner Raum mit den installierten Kunstwerken eine unerwartete spannende Ästhetik geben werden“, hofft die Projektleiterin auf einen großen Besucherandrang. 
Die erste Hürde sei mit der Auswahl der Künstler  erst einmal geschafft.

( Helga Schubert, 30.10.2014 )

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