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„Teils hapert es noch gewaltig”

Schon der Name „Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport“ belegt, dass dieses Gremium des Stadtrates eine breite Palette aktueller Probleme auf der Tagesordnung jeder Tagung hat. In dieser Woche ging es um die Schwerpunkte Bildung und Sport, weil eine ursprünglich angekündigte Vorlage zu den Themen Kultur und Rutheneum zurückgezogen worden war.

Gäste der Beratung berichteten über ihre ersten Erfahrungen mit dem veränderten Fahrplan des Verkehrsbetriebes, der gerade am Beratungstag in Kraft gesetzt wurde. Fazit: Es hat auf einigen Linien gut geklappt, auf anderen hapert es noch gewaltig. Erschwerend wirkt sich aus, dass es in der Stadt keinen einheitlichen Schulbeginn gibt. Stadtrat Andreas Schubert regte an, in den Schulen mehr geeignete Räume für die so genannten Freistunden der Schüler bereitzustellen. Der Einwand des zuständigen Fachgebietes: Dafür besteht eine gesetzlich vorgeschriebene Aufsichtspflicht, die aber nicht überall abgesichert werden konnte. Schnell behoben werden soll allerdings der Zustand, dass wie am Starttag des neuen Fahrplanes auf der Linie 29 wegen Überfüllung nicht alle Schüler mitgenommen werden konnten. Der zuständige Fachdienst der Stadtverwaltung sicherte zu, dass man in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und den Schülern die aktuellen Probleme genau verfolgt und auf notwendige kurzfristige Veränderungen dringen wird.

Weitaus komplizierter ist die Situation an einigen Schulen. So sprach z.B. Steffen Reiche-Römuß, der seit dem Jahr 2006 Elternsprecher der Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Ahornstraße Gera-Lusan ist, über unhaltbare Zustände an der Bildungseinrichtung. Vor allem an den Ausstattungsmitteln fehle es an allen Ecken und Enden. So kann die Bibliothek seit drei Jahren nicht mehr genutzt werden, es gibt nur Möbel, die in die Jahre gekommen sind, eine Küche fehlt. Der Elternsprecher zeigt sich vor allem verärgert, dass er Ende vergangenen Jahres die Zusicherung der Oberbürgermeisterin zur Absicherung eines geregelten Schulbetriebes erhalten habe, bisher aber noch nichts geschehen sei. Dezernentin Sandra Schönaich konnte dazu nur mitteilen, dass es für die Stadt ein absolutes Investitionsverbot gilt. Trotzdem bleibt die Hoffnung, dass wenigstens die größten Defizite im nächsten Halbjahr abgebaut werden können.

Ausschuß-Vorsitzender Claus-Peter Creter konnte dann beim Thema Sport aufatmen: Die Beteiligung der Geraer am aktiven Sport hat sich spürbar erhöht, auch der Behinderten- und Reha-Sport findet immer mehr Interesse. Auch die Schwimmsportler haben sich wieder zusammen gefunden, was auf die Initiative ihres Vereins und natürlich auch auf die Wiederinbetriebnahme des Hofwiesenbades Ende Dezember vergangenen Jahres zurückzuführen ist. Nahezu alle Sportstätten haben vor allem durch die Auswirkungen des Hochwassers teilweise erheblich gelitten. Michael Max, Fachdienstleiter Liegenschaften und Sport, und Thomas Seidel, berichteten den Stadträten, dass man an der Realisierung eines Aufbauhilfeprogrammes arbeitet, das bis Ende des Jahres 2016 abgeschlossen werden soll. Dabei geht es um geschätzte Kosten von über 21 Millionen Euro, die aus einer Soforthilfe und anderen Unterstützungszahlungen bestritten werden sollen.

An der Otto-Dix-Schule und der Debschwitzer Schule ist der Baubeginn gestartet, allein an diesen beiden Objekten werden ca. 1,5 Millionen Euro verbaut. In Vorbereitung sind die Planungen für das Reitsportstadion in Milbitz sowie an der Erwin-Panndorf-Halle. Hier soll vor allem der Sportboden erneuert werden. Weitaus größere Sorgen bereitet die Sportanlage an der Vollersdorfer Straße. In Abstimmung mit der Landesregierung sollen hier die Baumaßnahmen in den Jahren 2015/16 stattfinden. Fördermittelanträge sind auch für das Stadion Am Steg gestellt worden. Im Karl-Harnisch-Stadion und auf dem Sportplatz Liebschwitz werden die Baumaßnahmen im Jahre 2015 beginnen. Vorbereitet sind eine multifunktionale Nutzung der Anlage Zeulenrodaer Straße sowie die Rekonstruktion der Turnhalle Tinz. „Vor allem die Baumaßnahme in der Otto-Dix-Schule wird direkte Auswirkungen auf den Schul- und den Vereinssport bringen, auch wenn damit nicht alle Probleme gelöst werden,“ stellt Thomas Seidel fest. Stadträtin Petra Metzner mahnte an, dass man trotz der Konzentration auf die Baumaßnahmen auch andere Fragen des Sportes nicht vergessen dürfe. So sei es bedenklich, dass rund zehn Prozent der Schulanfänger noch Nichtschwimmer sind.

( Reinhard Schubert, 24.10.2014 )

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