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„Als Standort wurde Gera ausgewählt”

Die Existenzgründung beginnt bei vielen mit der Suche nach einer Geschäftsidee. Wer diese bereits hat, braucht nun den Mut und die richtigen Partner um die Idee marktfähig zu machen und das Abenteuer Unternehmensgründung umsetzen zu können. Ein erster Schritt kann dabei der Ostthüringer Gründungsideenwettbewerb des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ) Gera sein. „Beim diesjährigen Wettbewerb wurden sechs Projekte angemeldet, die alle ein großes Potenzial besitzen um sich zu etablieren und um Arbeitsplätze zu schaffen“ so Dr. Merle Fuchs, die Geschäftsführerin des TGZ Gera. Vor kurzem wurden die sechs Projekte im Kommunikationszentrum der Sparkasse Gera kurz vorgestellt. Geldpreise erhielten dabei u.a. Petra Rassmann und ihre bereits in Gera gegründete Firma Sensus Eventlicht, die Windlichter als Werbeträger produziert, und Frank Kasser mit seinem Unternehmen „Franks Burger-Licious BBQ“, das sich in der Schmöllner Innenstadt befindet. Er will aus seiner Idee eine Kette machen und dabei seinen zweiten Standort bereits im November in Gera eröffnen.

Den Hauptpreis des Abends ging an die Firma „Anerdgy“, vertreten durch Diplom Ökonom Ulrich von Brunn. „Die Ökostromproduktion mit Solaranlagen auf dem Hausdach ist weit verbreitet. Doch wie lässt sich bei bewölktem Wetter Energie erzeugen? Die Antwort ist einfach, mit Wind. Genau diesen Ansatz verfolgen wir und haben ein Modul für das Dach von Häusern entwickelt, dass es ermöglicht Wind- und Sonnenenergie zu ernten“, erklärt er dem interessierten Publikum. „Die Technologie ist bereit für den Markt. Doch erst wird die Technik in den Projekten getestet. Dafür haben verschiedene Stadtwerke und Wohnungsbaugenossenschaften ihr Interesse angemeldet. Hier laufen die Module natürlich auf Hochtouren und die Techniker können eventuelle Kinderkrankheiten abstellen, so dass wir 2016 mit der Produktion und dem Vertrieb beginnen können“, erklärt Ulrich von Brunn weiter. Zwar wird die AG ihren Hauptsitz auch weiterhin in der Schweiz haben, aber als Standort für die Produktion und den Vertrieb wurde Gera ausgewählt. „In erster Linie war es Zufall, dass wir auf Gera gekommen sind. Ein Schweizer Professor, dessen Frau aus Gera stammt, stellte den Kontakt zu Dr. Fuchs vom TGZ her und so traf man sich und vertiefte die Beziehungen. Mittlerweile sind wir vom Standort überzeugt, denn wichtig ist vor allem die Lage und mit der Autobahnanbindung und dem Kreuz ein paar Kilometer entfernt bieten sich natürlich beste Voraussetzungen“, so der Finanzexperte des Unternehmens weiter. Auch die Infrastruktur in Gera sei sehr wichtig und auch diese ist vorhanden. Die Weichen wurden so vom TGZ gestellt, nun ist die Schweizer Firma Anerdgy auf der Suche nach einem passenden Objekt für den Bau und Vertrieb der Module. Dies gestaltet sich schon schwieriger, denn das Gelände und die Hallen müssen groß sein, so dass die ca. zwei Meter breiten, einen Meter Tiefen und ca. drei Meter hohen Module zusammengebaut werden können und Lkws diese dann in den Hallen verladen können.

Doch man ist optimistisch, dass man bis spätestens Mitte kommenden Jahres das passende Objekt gefunden hat und Vorbereitungen treffen kann. „Gera soll neben dem Hauptsitz in der Schweiz unser Standort in Deutschland werden. Dafür müssen wir noch einiges tun. Neben dem Gelände stehen wir gerade mit Zulieferern in Verhandlungen, denn die einzelnen Teile zum Beispiel für die Gewinnung der Sonnenenergie sollen geliefert werden, so dass das Modul am Ende aus den Einzelteilen zusammengesetzt und an den Kunden ausgeliefert werden kann“, so Ulrich von Brunn zum Stand der Dinge und den Plänen für Gera. Neben der Produktion ist geplant auch Teile der Forschung und Zertifizierung in Gera mit einzubinden. Denn die Module sind bisher nur für Flachdächer konzipiert, aber später sollen diese auch für Schrägdächer erhältlich sein. Viel Arbeit hat das Team in den kommenden Monaten mit Installation, Testphase, Standortsuche und Ausbau in Gera, aber das stört bei Anerdgy keinen, denn man freut sich über das Interesse an den Modulen in dessen Entwicklung bereits eine Hohe sechsstellige Summe an Schweizer Franken geflossen ist. „Wir freuen uns auf die Zukunft und auf den Standort Gera“, sagt Ulrich von Brunn zum Abschluss und schon wieder auf dem Weg zu anderen Terminen rund um die Vermarktung der Wind- und Sonnenmodule für die Stromerzeugung.

Neben der Sparkasse unterstützen zahlreiche Unternehmen den Gründerideenwettbewerb die selbst einmal klein angefangen haben und für jede Unterstützung dankbar waren. „Neugründungen sind für unsere Region sehr wichtig und andere Unternehmer begrüßen die vielfältigen Ideen der Neuunternehmer. Thüringenweit haben 61 Projekte an den Wettbewerben teilgenommen und wir hoffen das sich jedes einzelne Fest am Markt etablieren kann“, so Dr. Merle Fuchs zum Ende des offiziellen Teils der Prämierungsveranstaltung.

( Lars Werner, 17.10.2014 )

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