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„Wir sind eigenverantwortlich”

Was verbindet die Unternehmen Globus Handelshof, Betriebsstätte Gera-Trebnitz, Ostthüringer Nahrungsmittelwerk, Geraer Heimbetriebsgesellschaft und Getzner Textil Weberei mit der Regelschule Ostschule Gera-Europaschule? Es ist die enge Verzahnung zwischen Wirtschaft und Schule mit dem Ziel, Schüler in ihrer Berufswahlorientierung zu fördern und auf ihr späteres Berufsleben noch effektiver vorzubereiten.

Entsprechende Kooperationsverträge wurden kürzlich von Vertretern der Unternehmen und der Schule unterzeichnet. Parallel dazu erfolgte die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Thüringer Schulamt Ostthüringen und der Ostschule Gera-Europaschule zur weiteren inhaltlichen Umsetzung des Projektes „Eigenverantwortliche Schule”.

Die Schüler erhalten so die Chance einheimische Firmen und Berufe kennenzulernen, um in der Region eventuell den gewünschten Ausbildungsplatz zu finden. Die Unternehmen wiederum haben die Möglichkeit, sich den Schülern direkt vorzustellen und für ihren Betrieb zu werben.

Alles nichts Neues, könnte man sagen und dennoch meint Norbert Seitz, stellvertretender Leiter des Schulamtes Ostthüringen, dass es die Ostschule Gera-Europaschule immer wieder schafft, ihn zu überraschen. Viel sei im Bereich Berufsorientierung und Eigenverantwortliche Schule bereits erreicht, so Norbert Seitz, aber Hans-Jürgen Voit versteht es, gemeinsam mit seiner Ostschule Gera-Europaschule immer noch eins draufzusetzen.

Mit dem engeren Zusammenrücken von Wirtschaft und Schule sieht Hans-Jürgen Voit die Chance, handlungsorientierte Ansätze aus dem Unterricht noch mehr zum Tragen zu bringen. Der rührige Schulleiter erinnert sich an seine eigene Schulzeit mit dem Polytechnischen Unterricht, bei dem es für die Schüler der Klassenstufen sieben bis zehn zu einer aktiven Teilnahme an der Produktion kam.

Die Palette der Schwerpunkte, die sich die Schule für ihre künftige Arbeit hinsichtlich Eigenverantwortliche Schule hätte setzen können sei vielfältig, so Norbert Seitz und nannte beispielsweise das Schulhaus. Und dabei wird nicht auf den Realschulteil gesetzt, sondern nach Perspektiven gesucht und gefunden für Hauptschüler der Klassenstufe acht. Grundorientierung sei, so der Schulleiter, jeden Schüler zum Abschluss zu bringen. Doch dies reicht uns nicht, nicht nur einen Abschluss, sondern den möglichst höheren Abschluss. Alles nichts Neues, aber ein Anspruch, der hier gelebt wird, bestätigt Norbert Seitz das Engagement des Schulteams.

Und es kommt in der Schule gut an, wie Eric Grebenstein, Schulschülersprecher resümiert. So bescheinigt der Zehntklässler das große Interesse unter den Schülern an einem noch engeren Zusammenrücken von Schule und Wirtschaft. Als positives Beispiel nannte er das Ergebnis von „Ostschule trifft Wirtschaft“. Er selbst sieht seine Zukunft im Medizinstudium und hofft nach Abschluss der zehnten Klasse das Abitur am Goethegymnasium abzulegen.

Inhaltlich gestaltete sich die getroffene Zielvereinbarung Eigenverantwortliche Schule auf fünf Säulen: die Ausprägung von Tugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Ausdauer, Konfliktfähigkeit und Einsatzbereitschaft, Vermittlung erster berufsfeldspezifischer Kompetenzen (Sachkenntnis), Selbstkompetenz „Ich kann etwas leisten“, Stärkung der Kommunikationsfähigkeit sowie Teamfähigkeit und respektvoller Umgang.

Festgeschrieben sind für die 16 Schüler der Klassenstufe acht ein 14-tägiges Praktikum im Betrieb mit Führung von Berichtsheften und der Bildung von Lernpatenschaften.

( Reinhard Schulze, 10.10.2014 )

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