Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Gelebtes WIR in Gera

Gera gemeinsam gestalten, dafür stehen seit längerem die ortsansässigen Wohnungsbaugenossenschaften und es geht gut voran, wie die Bilanz für 2013 zeigt und auch ein Blick auf das Jahr 2014 lässt einen deutlichen Trend nach oben erkennen. Dies gilt sowohl für die Wohnraumentwicklung wie auch für die Aktionen der Genossenschaften, die eine immer größere Resonanz finden und nicht nur unter den Genossenschaftsmitgliedern, wie die kürzlich stattgefundene Jubiläumsfeier der WBG „Aufbau” am Bieblacher Hang zeigte.

Das WIR in Gera, die Gemeinschaft der Geraer Wohnungsbaugenossenschaften, hat sich Bahn gebrochen und erweist sich mehr und mehr als einer der wichtigsten Auftragsgeber für die Region. Auf rund 17 Millionen Euro bezifferte Uwe Klinger, Vorstand der WBG „Glück Auf“, die Investitionen der Geraer WBG‘en allein für das Jahr 2013. Berücksichtigung bei der Vergabe der Bauleistungen fanden vorwiegend ortsansässige Handwerksbetriebe. Konzentriert wurde sich vor allem auf Reparaturen, Bestandserneuerungen, veränderte Wohnungsgrundrisse sowie auf das Wohnumfeld.

So konzentriert sich die WBG „Glück Auf“ auf die Erneuerung des letzten Bauabschnittes in der Elstersiedlung in Debschwitz. Mit der Investition in den Wohnungsbestand der ehemaligen Geraer Baugenossenschaft GWG eG, will die WBG „Glück Auf“, so Vorstand Uwe Klinger, ein sichtbares Zeichen setzen, dass die Mieter in ihrer neuen Genossenschaft angekommen sind. So werden derzeit zwei Häuser in der Laasener Straße für das barrierefreie Wohnen umgebaut.

Die WBG Union setzte den Schwerpunkt auf die Modernisierung in der Otto-Rothe-Straße sowie auf die Gestaltung des Wohnumfeldes, betonte Vorstand Thomas Fritz.

Für die WBG „Aufbau“ verwies Vorstand Andreas Schricker auf den Umbau des Punkthochhauses in der Zeulsdorfer Straße 25, die Fertigstellung des Wohnparks in der Lusaner Straße, die Stellplätze in der Kretzschmarstraße sowie auf den kürzlich eingeweihten Bolzplatz in Lusan.

Vorstand Rita Schmidt benannte als Schwerpunkte bei der WG „Neuer Weg“ eG den Umbauten in der Saalfelder Straße, die Neugestaltung der Außenanlagen sowie die Renovierungen von Treppenhäusern.

Einig sind sich die Genossenschaftsvorstände darin, den vorhandenen Wohnungsbestand so zu entwickeln, dass er künftigen Anforderungen entspricht. Zum Jahresende 2013 waren unter dem WIR 13.142 Mitglieder vereint, womit jeder vierte Geraer in einer Genossenschaftswohnung – 13.475 sind es insgesamt - wohnt.

Einig sei man sich auch darin, dass die demografische Entwicklung die Wohnungswirtschaft auch in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen stellt. Für Gera bedeutet dies, gemeinsam unter Einbindung der beiden Wohnungsgesellschaften „Elstertal“ und TAG/GEWO wie auch der Stadt Gera, an einer Entwicklungskonzeption für das Wohnen in Gera zu arbeiten, womit eine koordinierte und abgestimmte Entwicklung von städtischen Wohnstandorten ermöglicht werden soll.

Nicht in allen Punkten findet das städtische Entwicklungskonzept Wohnen Zustimmung. So lehnen die Genossenschaften einen Abriss im großen Stil ab. Mit Fortschreibung des Konzeptes aus dem Jahre 2002 sollen 14.000 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet abgerissen werden. Mit dem Abriss sei es nicht getan, so „Glück Auf“-Vorstand Dieter Lappann. Die Häuser seien zwar weg, aber nicht die darauf liegenden Schulden. So sehen die Vorstände das Abrisspotenzial mehr bei den privaten Wohneigentümern, denen die Hälfte der Häuser in der Stadt gehört, von denen viele teilweise dem Verfall preisgegeben sind.

Doch nicht nur als Auftraggeber für die Region steht das WIR. Mit gut 50.000 Euro förderten die Genossenschaften Kunst, Kultur und Sport in Gera. Auch die Gemeinschaftsprojekte finden mehr und mehr Resonanz. Sei es „WIR – bereiten eine schöne Bescherung“, die Kinderweihnachtsfeier die am 16. Dezember in dritter Auflage stattfindet, das „WIR – Kinderfest der Geraer Genossenschaften“ oder die Vergabe des „WIR – Genossenschaftspreises“.

Vormerken sollte man sich den 18. Oktober. Unter dem Motto WIR in Gera „Wohnen – leben – bleiben gesund“, findet von 10 bis 18 Uhr im ehemaligen Marktkauf der diesjährige „WIR – Gesundheitstag“ statt.

( Reinhard Schulze, 10.10.2014 )

zurück