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Historischer Umzug in 21 Bildern

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen: ein schönes Sprichwort, denn Feiern ist doch an und für sich stets eine fröhliche und gute Sache. Und dass bei besonderen Anlässen auch einmal etwas länger gefeiert werden darf, ist doch auch völlig legitim. 
So wird das diesjährige Höhlerfest mit einer Festwoche zum 777-jährigen Stadtjubiläum umrahmt. Diese Festwoche soll vom 28. September bis 5. Oktober stattfinden und wartet mit vielen sportlichen, kulturellen und sehenswerten Highlights auf. So startet der Feiermarathon am 28. September mit einem ökumenischen Festgottesdienst, welcher live im MDR-Fernsehen übertragen wird und zu dem sich auch Vertreter unserer Partnerstädte angesagt haben. Ebenfalls an diesem Tag findet der dritte Geraer „FahrRad!-Tag“ statt. 
„Das ist unser Löwe“ heißt der Wettbewerb anlässlich der Wappenlöwenaktion (wir berichteten). Die Prämierung der Gewinner ist für Montag, 29. September, im Rathaus vorgesehen. Tags darauf erscheint das zweite Geraer Stadtkochbuch mit kulinarischen Tipps und Anregungen von Koch Harald Saul. Zum offiziellen Start des Höhlerfestes am 2. Oktober wird es um 19 Uhr ein Festkonzert der Musiker des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera und des Konzertchores des Goethegymnasiums geben. Im KuK heißt es dafür: Eintritt frei.
Den Abschluss von Festwoche und Höhlerfest bildet dann am 5. Oktober, 14 Uhr, ein Konzert des Rutheneum-Mädchenchores. Dies und noch einige Programmpunkte mehr sollen einen würdigen Feierrahmen geben. Doch was nun, wenn einem als Einwohner dieser Stadt aufgrund der vielen Negativschlagzeilen der letzten Wochen im Moment so gar nicht zum Feiern zumute ist? Und was, wenn dann auch noch für das eigentliche Highlight, dem großen historischen Festumzug durch Geras Innenstadt am 4. Oktober, die finanzielle Planungssicherheit fehlt? 
„Als Verantwortlicher für diese Festwoche stehe ich auch voll hinter dem geplanten Umzug, der von engagierten Vereinen und Institutionen bereits seit Wochen gestaltet und gefördert wird“, so Bürgermeister Kurt Dannenberg. In insgesamt 21 Bildern (7+7+7) soll die Geschichte Geras attraktiv und erlebbar dargestellt werden. Vom Stadtrecht, über den Stadtbrand, die Befreiungskriege, die DDR-Geschichte bis hin zum modernen Gera als Sport- und Kulturstadt. „Die Umzugsstrecke stünde, die Materialien für Kostüme und Requisiten wären gesichert, rund 1.000 Mitwirkende würden sich beteiligen“, so Peter Beyer vom Eigenbetrieb Kultur- und Veranstaltungsmanagement Nur die Finanzierung stellt noch eine Herausforderung dar, von den erforderlichen 40.000 Euro kann momentan erst die Hälfte durch Zuwendungen und Sponsoring abgesichert werden. „Wir stehen weiterhin in aussichtsreichen Gesprächen mit potentiellen Förderern, jedoch würden wir uns noch mehr bürgerliches und wirtschaftliches Engagement für das Gelingen dieses Höhepunktes wünschen“, lässt der Bürgermeister das definitive „go“ zum Festumzug noch offen. 
„Würden Sie sich eigentlich auch persönlich beteiligen, falls der Festumzug vor dem finanziellen Aus stünde“ wollte ich in einer kleinen Straßenumfrage wissen. Als Ergebnis konnte ich weder ein klares pro noch contra ausmachen. 
So empfände Yvonne Michel eine solche Entscheidung als schwierig, würde sich aber in gewissen Maßen beteiligen, sofern das Geld auch ausschließlich dafür verwendet werden würde. „Nein, das bereits verplante Geld könnte anderswo sinvoller verwendet werden“, ist die Aussage von Bärbel Zimmermann. Ebenfalls gegen eine Beteiligung wäre Jens Reishauer: „Einerseits sind wir zu diesem Zeitpunkt selber beruflich unterwegs, andererseits sollte man solche Vorhaben nicht unbedingt stemmen wollen, wenn das Geld nunmal nicht da ist.“ Für eine Beteiligung und für den Festumzug spricht sich Gerhard Röhler aus. In seinen Augen würde man so auch mal wieder ein positives Image der Stadt erzeugen und für neue Motivation bei den Bewohnern und vor allem bei der Jugend sorgen. 
Ein oft verwendetes, aber eben auch verständliches Beispiel möchte ich kurz bringen: Angenommen, 20.000 Geraer, also knapp jeder Fünfte, würden jeweils nur einen Euro spenden, wäre die benötigte Summe abgedeckt. Ein Wunschszenario, aber dafür sind es ja auch Wünsche. Solange aber steht die Aussage vom Bürgermeister, dass er fest vom Stattfinden des großen Jubiläumsumzuges ausgeht. 

( Benjamin Schmutzler, 15.08.2014 )

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