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„Die Stadt braucht Motivatoren”

„Diese Bilder gehen unter die Haut. Über ein Jahr später ist kaum noch etwas zu sehen, doch noch immer dauern die Reparaturen an, entstanden durch die dramatische Naturkatastrophe im Juni letzten Jahres”, mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn den Jahresempfang der Stadt und der Wirtschaft. Doch nicht nur 2013 stand einigen Geraern das Wasser bis zum Hals. „In diesen Tagen erlebten wir einen anderen Dammbruch. Drei Töchterunternehmen der Stadt mussten Insolvenz anmelden. Doch genau wie im letzten Jahr tausende Geraer zusammengerückt sind, müssen wir uns auch jetzt gemeinsam für unsere Stadt engagieren und das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verlieren, um unsere Stadt liebens- und lebenswert zu gestalten”, hofft sie auf den mutigen Willen der Bürger und dankte den couragierten Unternehmern unter den Gästen, die schon in den vergangenen Jahren viel für die Stadt getan haben und „es lohnt sich zu engagieren, weil es die Menschen in unserer Stadt verdient haben”.

Es war ihr nicht einerlei, den Empfang in einer solchen Zeit durchzuführen, so gestand sie manch‘ schlaflose Nacht vor dem Empfang verbracht zu haben, obwohl dieser ausschließlich von Sponsorengeldern finanziert wurde.

Denn während üblicherweise zu Beginn eines Jahres die Stadt zum Neujahrsempfang lädt, fand am vergangenen Freitag ein sommerliches Stelldichein der Geraer Wirtschaft statt. Natürlich wurden nicht nur die Unternehmer der Region gesichtet, zahlreich erschien auch Geras Politprominenz und die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg.

Neben der motivierenden Rede galt es auch wieder einen engagierten Unternehmer mit dem Ehrenpreis der Oberbürgermeisterin auszuloben. „Gerade in dieser nicht einfachen Zeit braucht die Stadt Motivatoren, die sich für unser Gera einsetzen“, betonte sie. In ihrer Laudatio würdigte Dr. Viola Hahn René Starke als eine Persönlichkeit, die sich durch unternehmerischen Erfolg, Engagement für das Gemeinwesen und Bodenständigkeit auszeichnet. „Neues zu wagen, das erfordert Mut. René Starke hat diesen Mut aufgebracht, ohne übermütig zu werden. Das war das Fundament, um einen Geschäftspartner zu gewinnen, sich weiterzuentwickeln, eine eigene Firmengruppe zu etablieren. 130 Mitarbeiter beschäftigt er mittlerweile“, betonte die OB. Zum vielfältigen gesellschaftlichen Engagement von René Starke zählen beispielsweise sein Einsatz als Vizepräsident des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes, als Gesamtvorstandsmitglied im Bundesverband Möbelspedition und Logistik, als Aufsichtsratsmitglied, als ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht, als Vollversammlungsmitglied der Industrie- und Handelskammer, im Jugendfußballclub und im Polizeisportverein. Gestaltet wurde der Ehrenpreis von Horst Sakulowski.

Bevor der Sekt zur Soiree einlud, galt es Wappenlöwen Nummer 14 und 15 in Gera zu begrüßen. Damit wird nicht nur die zweite Sieben voll, sondern Nummer 15 eröffnet das Finale, bis Oktober sollen es 21 werden. Gestiftet werden die Löwen von der RaatzconnectMedia GmbH Gera und den Mitarbeitern des Nephrologie- und Dialysezentrums Gera. Auf dem Theatervorplatz sowie auf dem Platz der Republik werden die Skulpturen bis zum Höhlerfest Anfang Oktober zu sehen sein. „Es ist ein weiteres Symbol zur Stärkung der Wirtschaft, um bei all den Problemen auch etwas Positives zu sehen und gemeinsam die Zukunft Geras zu gestalten”, so die OB.

Löwenstifter Dr. Armin Freiherr von Saß möchte mit dieser Aktion auch auf ein ganz wichtiges Thema aufmerksam machen. „Diese Aktion bietet uns eine hervorragende Plattform, um auf Organspende aufmerksam zu machen. Denn erneut belegen die Statistiken, dass die Zahlen rückläufig sind. Zugleich möchten wir die Verbundenheit zu unserer Heimatstadt unterstreichen und insbesondere für die jüngere Generation ein optisches Zeichen zur Identifikation mit ihrer Stadt setzen“, fasst von Saß zusammen.

„Unsere Stadt ist toll, wir möchten mit diesem Hingucker ein Zeichen setzen”, erklärt Mirko Raatz seine Beteiligung. „Trotz oder gerade wegen der derzeit schlechten Zeiten und Nachrichten ist es wichtig, an Gera zu glauben, zusammenzuhalten und die Stadt im Herzen Mitteldeutschlands positiv darzustellen.”

Nicht bei allen stieß der Freitag vergangene Woche auf offene Ohren. Denn während die einen die Wappenlöwen willkommen hießen, sich die anderen auf den prickelnden Sekt freuten, galt es für die dritten die Fahnen gegen die Feierlaune zu schwingen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zeigte Solidarität mit den Mitarbeitern der insolventen Stadtwerke. 

( Fanny Zölsmann, 25.07.2014 )

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