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Endlich Bewegung

Über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass das Juni-Hochwasser 2013 auch unsere Stadt heimsuchte und einen Großteil der städtischen Sportstätten massiv beschädigte. Endlich, ja endlich möchte man meinen, konnten vergangene Woche konkrete Pläne und Maßgaben zur Wiederherstellung eines Großteils der betroffenen Objekte vorgestellt werden.

Diese Ansicht teilt auch der Stadtsportbund: „Wir danken vor allem den Vereinen und deren Mitgliedern für die schier endlose Geduld. Die Situation war für uns nicht zufriedenstellend. Ein Jahr, bis es los geht mit dem Wiederaufbau, ist einfach zu lange. Wir gehen davon aus, dass mit dem Beginn der Projektsteuerung endlich etwas Konkretes passiert“, so Andreas Lauterbach.

Die Gründe für die lange Zeitspanne versuchte Baudezernent Ramon Miller zu geben: „Die Komplexität der einzelnen Standorte, Schäden und Anträge ist groß, und aufgrund der bekannten Finanz- und Haushaltslage ist Gera auf eine 100-prozentige Förderung vom Land, also ohne städtischen Eigenanteil, angewiesen. Diese Zusage haben wir nun erhalten, sodass jetzt schnellstmöglich und in Zusammenarbeit mit dem Projektsteuerer, dem Stadtsportbund und den Vereinen konkrete Fahrpläne erstellt werden können.“

Dies bedeutet chronologisch: Einzelne Maßnahmen einreichen und vom Thüringer Bauministerium bestätigen lassen (erfolgte bereits); Teilfreigabe für weitere Planungsleistungen bzw. die Vorfinanzierungen im möglichen Rahmen gewährleisten; nachhaltige, bauliche Lösungen und gegebenenfalls Alternativen mit Stadtsportbund und Vereinen besprechen; konkrete Planungen und Beauftragungen leisten, damit letztendlich die Fördermittelanträge gestellt und bewilligt werden können.

Ein immer noch langer Weg, der deshalb schleunigst und unter Kenntnissstand aller Beteiligten angegangen werden müsse, so die Auffassung von Jürgen Kepke, dem Geschäftsführenden Gesellschafter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostthüringen mbH, welche mit der Projektsteuerung von insgesamt neun Sportstätten und -objekten beauftragt wurde.

„Es wird unter meiner Projektsteuerung eine absolute Transparenz zwischen den Beteiligten herrschen“, so Kepke, selber als Vorsitzender des Geraer Schwimmvereins unmittelbar von den Hochwasserschäden betroffen.

Er versprach, dass alle Gutachten der einzelnen Sportstätten bis August vorliegen werden und danach im Sinne der Nachhaltigkeit und Funktionalität geplant werden könne. Erst danach sei es möglich, die einzelnen Fördermittelanträge beim Land einzureichen.

Konkrete Beispiele und Maßnahmen nannte Jürgen Kepke für fünf betroffene Sportstätten. So werde das Stadion der Freundschaft in zwölf Teilobjekte aufgegliedert und gegenwärtig der Rasen- und Kunstsportplatz auf Kontaminationen untersucht. Ende des Jahres soll der Antrag eingereicht werden, damit 2015 der Baustart erfolgen kann.

Am „Stadion am Steg“ sind laut Gutachten alle Freiflächen und Funktionsgebäude stark bis wirtschaftlich total geschädigt. Die kommende Fußball-Spielsaison des BSG Wismut Gera e.V. sei aber gesichert, eine Gesamtplanung zum Wiederaufbau werde erfolgen.

Ein ähnliches Szenario herrsche beim Karl-Harnisch-Stadion in Zwötzen. Zusätzlich ist hier auch das angrenzende Volkshaus von Schäden betroffen. Ab September soll eine Gesamtplanung erfolgen.

Für das Reitstadion in Milbitz ist ein zusammengefasster Fördermittelantrag, bestehend aus insgesamt sechs Teilobjekten, vorgesehen. Das dafür noch notwendige Gesamtgutachten werde Ende August vorliegen, die Planungsleistungen demnach im Oktober beginnen.

Für den Sportkomplex Vollersdorfer Straße kommt indes jede Hilfe zu spät. Das Gutachten vom 27. Juni legte eine Sofortsperrung aufgrund lebensbedrohlicher Gefahr nahe, welcher die Stadt auch nachging. Für die beheimateten Vereine werden Varianten und Ausweichquartiere geprüft. Die bisherigen Leistungen der Vereine, sofern noch nicht über die damaligen Soforthilfeleistungen abgedeckt, werden ebenfalls in die Fördermittelanträge einfließen.

„Die Förderrichtlinie endet 2016. Bis dahin soll und wird der letzte Ziegel vermauert sein“, versprach der Projektsteuerer. Bis zum 30. Juni 2015 müssen alle Anträge gestellt wurden sein – für die Zukunft Geras als Sportstadt bleibt zu hoffen, dass diese Ziellinie auch rechtzeitig überschritten wird.

( Benjamin Schmutzler, 25.07.2014 )

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