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Ein Ortsteil macht mobil

Knapp 5.000 Einwohner, eine 700-jährige Tradition, aber immer noch kein eigenständiger Ortsteil mit Verfassung, Rat und Bürgermeister: Dies galt es zu ändern, dachte auch die „Initiativgruppe Ortsteilrat Zwötzen“, welche sich Anfang 2012 gründete, um in dreierlei Hinsicht aktiv zu werden. „Unsere Hauptziele waren zum einen die Ortschronik aus dem Jahr 1911 weiterzuschreiben, die geplante 700-Jahr-Feier vom 5. bis 7. September durch den Angerverein Zwötzen e.V. ausgestalten zu lassen und natürlich den Stadtteil endlich als einen anerkannten Ortsteil mit Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister zu etablieren. Jetzt sagen wir zufrieden: wir konnten alles realisieren“, verkündete Mathias Lagojda am 17. Juli zur vorerst letzten Sitzung der Initiativgruppe, welche sich einst mit Unterstützung des Ortsteilrates Liebschwitz und ca. 30 interessierten Einwohnern bildete.

Der ehemalige Berufssoldat wird sich zugleich als parteiunabhängiger Einzelbewerber der Wahl zum Ortsteilbürgermeister stellen. „Die Änderung der Hauptsatzung der Verfassung sowie der Wahltermin am 14. September wurden durch das Landesverwaltungsamt bestätigt“, so Lagojda. Bis zum 1. August müssen demnach die Vorschläge der Ortsteilbürgermeister-Kandidaten eingereicht werden, bis zum 24. August die der zu wählenden Ortsteilräte. Der neue Rat soll dann ab dem 22. September mit insgesamt zehn Mitgliedern seine Amtszeit beginnen – neun Kandidaten aus dem Lager der Initiativgruppe bekundeten bereits ihr Interesse.

Dass die Wahl noch nicht am eigentlich vorgesehenen Termin (25. Mai) stattfinden konnte, habe an der verspäteten Zustimmung zur Änderung der Hauptsatzung durch den Stadtrat gelegen.

So bleibt Mathias Lagojda, der sich als motivierten und engagierten Ortsteilbewohner sieht, noch Zeit, die Wähler in den drei Stimmbezirken 62, 63 und 64 von sich und seinen Intentionen zu überzeugen: „Wir wollen als Ortsteilrat reelle Ziele umsetzen. Dazu zählen ein verlässlicher Ansprechpartner in Zwötzen zu sein; die Erhöhung der Sicherheit im Ortsteil; das Einrichten von verkehrsberuhigten Abschnitten im Bereich der Grundschule, am Meta-Böhm-Platz sowie der Werdauer Straße; das Wiederherstellen von Kinderspielmöglichkeiten gegebenenfalls mit Sponsorengeldern, oder auch das Ausweiten der Tempo-30-Zonen außerhalb der Hauptverkehrsstraßen. Langfristig streben wir zudem die Weiterführung der Sanierung der Zwötzener Straße und die Sanierung der Lange Straße an. Wenn wir zukünftig als Ortsteilrat an die Stadt herantreten, ist dies eine ganz andere Gewichtung des Mitredens“, so der ehemalige Bundeswehr-Offizier, der sich der Unterstützung von u.a. Angerverein und Werbegemeinschaft Zwötzen sicher sein kann. Das ständig ein Redebedarf von Nöten ist, konnte erst vor kurzem auch Angerverein-Vorsitzender Wolfgang Krieg hinsichtlich der Planung zur großen Jubiläumsveranstaltung feststellen: „Seitens der Stadt und des Landes wurde uns kein Feuerwerk genehmigt, was natürlich für eine große Enttäuschung sorgt.“

Doch jetzt erst recht eine schöne Feier auf die Beine stellen, das ist die Devise der Planer, welche mit dem Fest auch zur Attraktivität des Ortsteiles hinsichtlich des stetig steigenden Durchschnittsalters der Einwohner beitragen wollen.

Einen festen Versammlungsraum für die Sitzungen, Beratungen und regelmäßigen Sprechstunden nach der Konstituierung habe man noch nicht, aber die Gespräche laufen, kann Mathias Lagojda bestätigen. Er möchte mit dem Ortsteilrat und den Einwohnern Zwötzens den nun größten Ortsteil der Stadt weiter voranbringen und „...etwas verändern, statt nur Zuhause rumzusitzen“. Ob die Bewohner seinen Weg ebenfalls einschlagen, wird die Wahl am 14. September zeigen.

( Benjamin Schmutzler, 25.07.2014 )

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