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„Kommt her und macht selber“

Eine abwechslungsreiche und interessante Spielzeit liegt hinter Peter Przetak, dem Leiter der „TheaterFABRIK“ von „Theater&Philharmonie Thüringen“. Insgesamt sieben Produktionen wurden dem Publikum präsentiert, am Sonnabend, 19. Juli, steht ab 19.30 Uhr in der Tonhalle die traditionelle Spielzeitabschlussparty auf dem Programm.

„Los ging es mit unserer Soap im Zuge des Weltaidstages Anfang Dezember letzten Jahres. Und auch ‚Schlaf jetzt‘ für Kinder ab vier Jahren sowie der ‚Weihnachtshase‘ kamen in der Vorweihnachtszeit gut an“, weiß Peter Przetak zu berichten. Als Veranstaltungsort fokussiert man sich dabei schon länger nicht mehr nur auf die eigenen Räumlichkeiten in der Geraer Tonhalle. So waren die Künstler und Beteiligten (vergangene Spielzeit ca. 50 an der Zahl) auch in Form von Kofferproduktionen vor Ort in diversen Kindereinrichtungen und Schulen. „Gleich sieben Vorstellungen hatten wir mit ‚Liebe Liebenden‘, einem Stück mit einer ganz eigenen Ästhetik und die interaktive Infotainmentshow ‚Sp@m 2.0‘, welche wir bereits 2010 produzierten, findet auch eine Wiederaufnahme im kommenden Veranstaltungskalender“, blickt der Leiter bereits etwas voraus. „Die Stücke haben alle eine feste Struktur, verändern sich aber für die Darsteller mit jeder Vorstellung. Jede Aufführung ist ein Highlight und jede Rolle gleichgewichtig. Die Zuschauer und die Macher sollen Anteil haben, angesprochen werden und das Theater für sich entdecken“, so die Intention von Przetak, der sich für diese Gleichgewichtigkeit allerdings mehr Mittel, Personal (2014/15 lediglich zwei FSJler) und noch mehr junge, motivierte Interessenten wünscht, die den ständig wechselnden Kern der Darsteller bereichern. Eine Chance dafür bietet der Saisonabschluss am Sonnabend, bei dem in Form der „open stage“ die Künstler in jeweils fünf Minuten ihren Ideen freien Lauf lassen können. „Alles ist erlaubt, was keinem schadet und wenn alle Auftritte durch sind, wird zur Musik kräftig gefeiert“, freut sich Peter Przetak auf spontane und rege Teilnahme.

Ab dem 15. September warten dann neben Wiederaufnahmen und neuen Spielprojekten, wie z.B. das sich verschiedenster theatraler Mittel bedienende „Fahrenheit“, auch bekannte Veranstaltungen wie die „Jetzt“-Reihe, in der junge Talente eigene Stücke produzieren können, neue Soaps, das „FABRIKfrühstück“ sowie Werkräume und Kurse, bei welchen bereits elf Kinder angemeldet sind, auf das Publikum und die Mitwirkenden. Detaillierte Informationen sind im aktuellen Programmheft und unter www.theaterfabrik-gera.de zu finden. Vorerst verzichten muss der Fabrik-Leiter ab der kommenden Spielzeit auf seinen engagierten Darsteller Leonti Usolzew. Der 23-jährige, begeisterte Künstler wird die Chance erhalten, an der renommierten Dimitri-Schule im schweizerischen Tessin ein Studium des physischen (körperbetonten) Theaters aufzunehmen. Leonti gehört zu den „alten Hasen“ auf der „TheaterFABRIK-Bühne“, hatte bereits 2005 seinen ersten Auftritt und glänzte auch in der vergangenen Spielzeit in einigen Rollen. „Man hasst den Laden, man liebt den Laden. Nichts hier ist beständig, aber doch sehr vieles künstlerisch wertvoll und erstrebenswert“, so der leidenschaftliche Jongleur, der gerne und stolz die Krone im Logo der „TheaterFABRIK“ auf seiner Brust trug. Leonti Usolzew geht mit einer gewissen Wehmut, jedoch nicht ohne ein paar werbende Worte für seine potentiellen Nachfolger: „Kommt vorbei, öffnet Euch, seid bekloppt – auf der Bühne ist alles erlaubt, solange Ihr ein Ziel verfolgt und mit Gefühl, Motivation und Trainingsfleiß dabei seid.“ Und vielleicht wird ja bereits am kommenden Sonnabend der „Exit“ für manch Neugierigen auch ein Einstieg in die offene, tolerante und wohl niemals eintönige Theaterwelt.

( Benjamin Schmutzler, 18.07.2014 )

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