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Steht die Psychosoziale Beratungsstelle auf der Kippe?

Dieser Tage erreichte mich ein Brief, in dem es um die psychosoziale Beratungsstelle und die Sorge geht, ob die Finanzierung dieser weiter gesichert sei. „Mit großem Bedauern hörte ich von Umstrukturierungen und der nicht gesicherten Finanzierung der psychosozialen Beratungsstelle nach der Förderzeit durch die Deutsche Krebshilfe. Seit meiner eigenen Brustkrebsdiagnose verdanke ich der psychoonkologischen Behandlung von Dipl.-Psychologin Annett Walter die Stabilisierung meines Überlebenswillens. Sie trägt mit ihrer weitgefächerten Fachkompetenz zusammen mit dem umfassenden Angebot von Kunsttherapie, Ernährungsberatung und Sporttherapie nicht nur zum Therapieerfolg bei Krebs bei, sondern das Team gehört zur Basis eines Krankenhauses, wenn wir von der ‚ganzen Breite der Medizin‘ sprechen. Deshalb wünsche ich mir, dass die Arbeit eine angemessene Wertschätzung durch finanzielle Absicherung durch das Klinikum erhält”, schreibt die betroffene Frau, die aufgrund ihrer Krankheit unerkannt bleiben möchte.

So machte ich mich auf den Weg zum kürzlich stattgefundenen Sommerfest der Beratungsstelle. Hier traf ich auf Franziska Jahr, Diplom-Psychologin und Psychoonkologin am SRH-Wald-Klinikum und Ansprechpartnerin für die Beratungsstelle. „Aktuell befinden wir uns im zweiten Jahr der zweiten Förderperiode. Im Sommer 2015 läuft die Phase aus. Wir haben zwar einen Folgeantrag gestellt, doch dieser ist noch nicht bewilligt. Sollten wir einen positiven Bescheid bekommen, ist dann Ende 2016 definitiv Schluss”, erklärt die Psychoonkologin und macht deutlich, dass „wir ab 2017 auf Zuwendungen, Spenden und Sponsoren angewiesen sind, um unsere komplementären Therapien, wie Kunst- und Sporttherapie, Ernährungskurse u.a. weiter und vor allem kostenlos anbieten zu können”.

Allein 2013 haben 600 Einzelpersonen die Angebote der Beratungsstelle genutzt, es fanden 1.300 Einzelkontakte mit Patienten und 570 Gruppenangebote statt. 24 geförderte Beratungsstellen gibt es bundesweit. Doch wie sieht es mit der Finanzierung überhaupt aus? Wie steht das Haus, das SRH-Wald-Klinikum, zur Beratungsstelle? Warum übernimmt die Krankenkasse diese Leistungen nicht?

Ich machte mich auf den Weg, um beim Geschäftsführer Dr. Uwe Leder nachzuhaken. „Vor gut fünf Jahren startete die Deutsche Krebshilfe dieses Modellprojekt und suchte hierfür Träger”, erklärte Dr. Leder den Beginn. „Rund 90.000 Euro erhalten wir jährlich von der Deutschen Krebshilfe. Den Rest, rund 250.000 Euro, übernimmt das Haus als Träger. Eigentlich ist es der Plan, dass die Angebote als Regelleistungen von den Krankenkassen übernommen werden sollen, doch politisch tut sich derzeit einfach nichts”, mahnt Dr. Leder und ergänzt, „wir haben keinerlei Bemühungen das Angebot aufzugeben. Die Inhalte sind notwendig, das tolle Team fühlt sich den Patienten verpflichtet und wir werden alles daran setzen, sollte die Förderung enden, dass wir die Lücke schließen”, macht er den Patienten und Betroffenen Mut, dass es weiter gehen wird. Noch arbeitet die psychosoziale Beratungsstelle unabhängig und würde bei einer 100prozentigen Finanzierung über die SRH in das Haus integriert werden. Zudem verfüge die SRH Holding über einen Förderstiftung, über die es eventuell Möglichkeiten der Finanzierung gäbe.

Und dass es weiter geht, davon konnten sich die Besucher des Sommerfestes selbst ein Bild machen. In der Hand hielt Alexander Konz, Filialleiter der Sparda Bank, einen dicken Scheck über 25.000 Euro. „Dieses Geld stammt aus unserem Gewinnsparlosen, von denen 25 Cent in gemeinnützige Projekte gehen”, erklärt er. „Für dieses Geld werden wir eine zweite Auflage unseres Tanzworkshops für Frauen, eine Benefizveranstaltung mit Zumba in der Panndorfhalle und ein Familienwochenende für 20 Personen auf einem Reiterhof organisieren können”, freut sich Franziska Jahr über die Spende.

Kontakt: Psychosoziale Beratungsstelle für Krebskranke und Angehörige SRH Wald-Klinikum Gera GmbH, ( 8287962.

( Fanny Zölsmann, 11.07.2014 )

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