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Eric Baumann gewinnt Rennen

Mit einem Derny als schnellem Abschluss nach einen umfangreichen, attraktiven mit viel Spannung geladenen Radrenntag. Insgesamt 25 Mal flitzten die acht Motorräder über die 1.100 Meter lange Strecke in der Innenstadt von Gera. Jedes hat einen Radfahrer in seinem Windschatten.

Unter ihnen, als gesetzter Fahrer, Nils Plötner. Für ihn wird es das letzte Rennen sein, welches der SSV-Radsportler aus St. Gangloff in Gera bestreitet. Und alle fragen sich: Wird er als Erstplatzierter nach 45 Minuten über den Zielstrich fahren? Weit gefehlt.

Schon nach den ersten Runden gewann das Rennen an Fahrt und der Kampf um die Führungsposition war entbrannt. Mit fast 60 h/km schossen sie über die langen Geraden, legten sich seitwärts in die Kurven. Ab und zu hörte man bei den Kurvendurchfahrten die Pedale kratzen, wenn sie den Asphalt berührten. „Es stinkt etwas, macht viel Krach, aber es macht unwahrscheinlich Spaß“, so Rennmoderator Sebastian Paddags, den die Veranstalter für das erste Rundstreckenrennen der Stadt Gera – das Wolf-Dieter-Lampke-Gedächtnis-Rennen – verpflichtet hatten. Der Berliner hat selbst für den SSV Gera 1990 in die Pedale getreten, viele Jahre in Gera gelebt und, er weiß wovon er spricht, kann nachfühlen, was die Renner hinter den knatternden Motoren empfinden.

Auch der 25jährige Lokalmatador hatte schon bessere Zeiten erlebt. Längst nicht mehr im vollen Training, da werden die Beine schnell schwer. „Ich glaube ich habe in den letzten Runden 150 Prozent gegeben“, wird Nils Plötner später sagen. Und auch seine Kontrahenten hatten schon 72 Kilometer vorher in den Beinen, mussten sie sich doch über das Rennen Männer KT und A-/B-/C-Klasse für das Derny-Rennen qualifizieren. „Solchen Jungs macht das nichts aus, wenn sie vor dem eigentlichen Rennen schon einmal Vollgas gefahren sind“, meint Paddags. Dennoch die Erholungsphase war nur kurz, genau genommen etwa 75 Minuten, während die Senioren und Frauen um Sieg und Platzierung gekämpft haben. Hier konnte sich der Geraer Torsten Kunath (RC Gera 92), der im Master Team Jenatec fährt, gut in Szene setzen. Nach 34 Runden und 40,8 Kilometer ging er als Drittplatzierter über den Zielstrich, vor seinem Team- und Vereinskameraden Maik Beer und den Leipziger aus dem Team Jenatec Jörg Pacher.

Bis in die letzen Runde hielt Nils Plötner mit, konnte aber den Antritten von Eric Baumann vom Team Ur-Krostitzer und dem Geraer SSV-Fahrer Ron Pfeifer vom Team Jenatec Thüringen nichts mehr entgegen setzen. Dennoch erlebten die Zuschauer einen glücklichen, wenn auch entkräfteten, Drittplatzierten.

( Reinhard Schulze, 27.06.2014 )

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