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Musik in allen Ecken und Gassen

„Als ich mit den Planungen begann, habe ich immer gesagt, es ist ein Zug mit 200 Wagons, den ich anschieben muss. Heute sage ich, es ist ein Zug mit 500 Wagons und ich musste jeden einzelnen anschieben. Wenn ich an mein Berufsleben zurückdenke, dann waren die OP-Workshops samt Live-Übertragung in den Hörsaal, das aufregendste, was ich organisiert habe. Doch das hier, ist etwas völlig anderes, denn ich konnte von Anfang an nicht wissen, wie groß wir werden, wie viele Künstler sich anmelden und wie viele Menschen uns unterstützen würden,” sind die Worte eines Mannes, der es sich seit Juli 2013 auf die Fahnen geschrieben hat, die Fête de la Musique nach Gera zu holen.

Professor Dr. Lothar Hoffmann war Zeit seines Lebens Urologe und widmete sich in der Freizeit der Musik. Es waren private Umstände, die in ihm seine frankophile Leidenschaft und damit den Wunsch, das französische Musikfest in seine Heimatstadt zu bringen, weckten.

Nachdem er hörte, dass Jena bereits eine erste Fête auf die Beine gestellt hatte, begann er im Juli 2013 mit den Vorbereitungen für die Gersche Ausgabe. Schnell war der Fachdienst für Kultur unter der Leitung von Dr. Frank Rühling im Boot. Doch nicht alle sprangen so schnell mit auf. „Oftmals musste ich zuerst das Wort erklären und die Idee, welche dahinter steckt”, erinnert sich Hoffmann an seine ersten Schritte. Gemeinsam mit der Zusage vom Theater, einigen Schulen und Vereinen stach er in See. Und schon bald wurde die Reise zum Selbstläufer. In Michael Theilig vom Fachdienst Kultur fand er den perfekten Steuermann. „Vor allem bei Fragen rund um Ordnung und Sicherheit war er mir eine große Stütze”, zeigt sich Hoffmann erfreut um den städtischen Mitarbeiter. Doch bei weitem reichte diese Manpower nicht aus, um dieses große Schiff auf seiner Jungfernfahrt auf Kurs halten zu können. Zu seiner Crew zählen Sven Arnold, Felix Eckerle, Dr. Marc Hoffmann, Jan Genseke, Christian Martz, Volker Tauchert, Beate Richter, die Köstrizter Brauerei und viele Helfer, die vor allem am Sonnabend für einen reibungslosen Ablauf sorgen werden.

Doch während die einen schon über Standorte und Organisatorisches diskutierten, war noch lange kein finanzielles Polster in Sicht. „Anfang des Jahres ging ich mit der Fertigung der Homepage in Vorkasse und erst Anfang Februar bekam ich die erste Zusage über 4.000 Euro von der Sparkasse Gera-Greiz. Ich habe sämtliche Stiftungen angeschrieben und Lottomittel beantragt. Letzteres hat die Landtagspräsidentin Birgit Diezel sehr unterstützt, sie wird ebenfalls ein Grußwort (18 Uhr, auf der Piazza) richten. Beflügelt haben mich die privaten Spenden in Höhe von rund 2.700 Euro. Am Ende hatten wir ein Budget von rund 10.000 Euro”, dankt Hoffmann allen Spendern und Sponsoren.

Punkt 15 Uhr wird das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera nach einem kleinen Grußwort von Dr. Viola Hahn die Fête eröffnen. „Das war von Anfang mein kleiner Traum, dass die erste Fête mit dem Orchester unter der Leitung eines französischen Generalmusikdirektors eröffnet wird”, freut sich der Organisator. Erklingen werden Felix Mendelssohn Bartholdys „Hochzeitsmarsch“, die „Europahymne“ von Beethoven, der Johann-Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donau“ und Peter Tschaikowskis Konzertouvertüre „Romeo und Julia“. Ingesamt werden 52 Formationen mit etwa 550 Sängern und Musikern ohne Honorar und Eintritt an 14 Spielorten bis 21 Uhr spielen. (Lesen Sie auf Seite 13 das komplette Programm)

( Fanny Zölsmann, 20.06.2014 )

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