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Vom kleinen Bär, der Deutsch lernte

Wie ein finnischer Bär in Gera landet, ein europapolitischer Abend von aktueller Brisanz mit Staatssekretärin Hildigund Neubert und Dr. Siegfried Löffle im Hofgut, die Übersetzung des finnischen Märchenbuchs über „Uppo Nalle“ ins Deutsche, eine „Finnische Romanze“ mit dem Salon-Orchester Kuopio und dem Kammerstreichorchester Gera und die Einleitung des Generationswechsels im Bundesvorstand der Deutsch-Finnischen-Gesellschaft – nach dem Deutsch-Finnischen Städtepartnerschaftskongress 2002 und dem Finnischen Tag auf der Bundesgartenschau 2007 stand nun Gera bereits zum dritten Mal im Fokus der deutsch-finnischen Öffentlichkeit. „Europa ist bei uns in der Stadt angekommen“, womit Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn, anlässlich des Empfangs der Teilnehmer an der Bundesversammlung der Deutsch-Finnischen Gesellschaft (DFG) im Rathaussaal, ihre große Wertschätzung für das nachhaltige und emotionale Engagement der Finnlandfreunde zum Ausdruck brachte.

Seit über 40 Jahren unterhält Gera partnerschaftliche Beziehungen nach Kuopio. „Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor nunmehr einem Vierteljahrhundert eröffneten sich für diese Städtepartnerschaft neue Perspektiven. Menschen können sich ungehindert begegnen, Grenzen sind buchstäblich gefallen. Gastspiele der Musikschule Heinrich Schütz in Finnland oder das Konzert mit dem Salonorchester Kuopio und dem Kammerorchester Gera gehören zu den schönen Selbstverständlichkeiten“, so Dr. Viola Hahn, die sich zuversichtlich zeigt, dass mit den Städtepartnerschaften die vielfältigen kulturellen, sozialen und sportlichen Kontakte weiter vertieft werden.

Ebenso wünscht sich die Rathauschefin, dass aus diesen Partnerschaften vermehrt wirtschaftliche Beziehungen entstehen. „Hier sehe ich noch ein großes Potential, das wir zum gegenseitigen Vorteil erschließen sollten“, so Dr. Viola Hahn. Wie wichtig Freundschaftsgesellschaften wie die Deutsch-Finnische Gesellschaft sind, darauf verwiesen in ihren Grußworten auch Birgit Diezel, Präsidentin des Thüringer Landtages, und auch der finnische Botschaftsrat, Marko Laine. Sie würdigten die Freundschaftsgesellschaften als einen unschätzbaren Beitrag zur Völkerverständigung auf Bürgerebene. So sei die unmittelbare Begegnung am besten geeignet, betonte die Landtagspräsidentin, Interesse an anderen Nationen zu entwickeln und gegenseitiges Vertrauen zu stärken.

Angetan von der Stadt und dem Engagement der Geraer Finnlandfreunde, versprach Marko Laine, dass es für ihn zwar der erste Besuch sei, aber bestimmt nicht der letzte.

Marjaana Staack, die auf der Bundesversammlung in Gera mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt als Vorsitzende wiedergewählt wurde, zeigte sich äußerst beeindruckt von der Umsetzung der Idee der DFG-Gruppe Gera, das Kinderbuch „Uppo-Nalle“ von Elina Karjalainen ins Deutsche zu übersetzen. Der DFG-Landesvorsitzender Heinrich-Dieter Hischer und der Leiter der DFG-Gruppe Gera, Klaus Franke, überreichten das Bären-Buch an die Oberbürgermeisterin und erhielten, zur Weitergabe an finnische Kinder, das „Höli“-Buch, mit Geschichten über den Höhlergeist von Autor Holger Christel.

Das erste „Uppo-Nalle“-Buch erschien in Finnland 1977, inzwischen gibt es über 20 Bücher mit Erlebnissen des Bärens und seiner Freunde. Das nun ins Deutsche übersetzte Buch soll den örtlichen Kindergärten, Grundschulen und Bibliotheken zur Verfügung gestellt werden.

Marko Laine nahm zum Anlass, dass Buchprojekt als einen herausragenden Beitrag zur Völkerverständigung über die Literatur zu würdigen – und genau passend, sei doch Finnland im Oktober dieses Jahres Gastland auf der Internationalen Buchmesse in Frankfurt. Marjaana Staack sprach sogar davon, dass die deutschsprachige Übersetzung des Buches „Uppo-Nalle“ wie eine Bombe eingeschlagen hat.

( Reinhard Schulze, 06.06.2014 )

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