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Im coolen Miteinander

Seit 2004 befindet sich der bereits 1987 gegründete Jugendclub „CM“ im Mehrgenerationenhaus in der Fritz-Gießner-Straße 14. 
Am vergangenen Freitag wurde das zehnjährige Miteinander groß gefeiert, bei dem die Leiterin des Hauses, Sylvia Buchert, ihren Mitarbeitern, den vielen ehrenamtlichen Helfern, Sponsoren und auch den Eltern und Jugendlichen für das bisher Erreichte dankte. Dass der Jugendclub und die anderen Bereiche des Mehrgenerationenhauses bei den Bieblachern sehr gut ankommen, zeigten die Besucher selbst. Denn nicht nur Kinder und Jugendliche kamen zu den Feierlichkeiten, sondern hier waren alle Generationen vertreten und zeigten, dass ein Miteinander auch bei großem Altersunterschied möglich ist. 
So gibt es zahlreiche Angebote, bei denen sich alle ergänzen und gegenseitig voneinander lernen. Dazu kommt, dass viele ehemalige Kids, die heute teilweise schon selbst eine Familie gegründet haben, im Jugendclub ehrenamtlich tätig sind und jetzt Hilfe bieten, wo sie nötig ist. Zu seiner Anfangszeit befand sich der Jugendclub in den Kellerräumen der 32. POS des Stadtteils und bekam seinen Namen durch die ersten Leiter des Hauses, Cora und Michael (CM). Als der damals selbst verwaltete Club in die Hände des Jugendamtes gelegt wurde, wollte keiner mehr den Namen ändern, sondern aus dem Kürzel der beiden Vornamen wurde „Cooles Miteinander“, was heute Programm im Mehrgenerationenhaus ist. 
Ende 2002 musste man aus dem bisherigen Domizil raus und als bekannt wurde, dass der Jugendclub in den leerstehenden Teil der Kindereinrichtung soll, wurden die Gegner auf den Plan gerufen. „So gab es Beschwerdebriefe über zukunftsorientierte Lärmbelästigung, über bevorstehenden Vandalismus bis hin zur Androhung von Mietminderung“, resümiert Sylvia Buchert noch einmal die Anfänge in ihrer Rede zu den Feierlichkeiten. 
Doch zum Glück wurde am Standort festgehalten, der Um- und Ausbau begann und im Mai 2004 konnten die Kinder und Jugendlichen die neue Unterkunft in Beschlag nehmen. Anfangs kamen selbst den Mitarbeitern die Räumlichkeiten zu groß vor, denn sie waren damals noch leer und voller Stille. 
Mit Hilfe von Sponsoren und vielen freiwilligen Helfern wurden die Räume eingerichtet und mit Werkstatt, Kurs-, Bastel-, Kraft- und PC-Raum sowie Fernseh-, Spiel- und Erholungsecken stellte man ziemlich schnell fest, dass das neue Zentrum wohl doch die richtige Größe hat.
 Im Jahr 2008 wurde das Haus zum Mehrgenerationenhaus, was ein erneutes Umdenken erforderte. Denn jetzt galt es für Jung und Alt Angebote zu schaffen. Dies war nicht einfach, denn die Erwachsenen konnten sich nicht vorstellen, in eine Jugendeinrichtung zu gehen, um Sport- und Bildungsangebote in Anspruch zu nehmen. 
Aber auch die Kids waren anfangs nicht davon begeistert, an einem Kurs teilzunehmen, für den sich Eltern, Oma und Opa auch schon angemeldet haben. 
Doch was damals ungewöhnlich erschien, ist heute selbstverständlich und so ergänzen sich die Generationen untereinander und sorgen mit ihrem Engagement für ein „Cooles Miteinander“. Nicht zu vergessen ist, dass alle Anwesenden den langjährigen Mitarbeitern rund um Sylvia Buchert für ihr tägliches starkes Nervenkostüm danken und hoffen, dass sie zusammen noch viel Jahre im Mehrgenerationenhaus erleben können. Ein Beispiel, das Schule machen sollte.


( Lars Werner, 02.06.2014 )

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