Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Tolles Projekt „Eltern-Praktikum“

Das Christliche Jugenddorfwerk (CJD), das durch sein Berufsbildungswerk über Gera hinaus bekannt ist, wurde mit dem Arnold-Dannenmann-Preis geehrt. Wofür gibt es den? 
Mit dem Arnold-Dannenmann-Preis werden vom CJD Präsidium Personen oder Gruppen geehrt, die erfolgreich innovative Projekte entwickelt und umgesetzt haben. Alle zwei Jahre werden Vorhaben ausgezeichnet, die in besonderem Maße den Ideen Dannenbergs und den heutigen Herausforderungen entgegenkommen – entsprechend dem CJD-Motto „Die Chancengeber“, damit keiner verloren geht. Also werden insbesondere solche Projekte gewürdigt, die der gesellschaftlichen Ausgrenzung aufgrund sozialer Herkunft entgegenwirken. 
Und worum geht es bei Eurem Projekt konkret? 
Der Titel lautet: „Während der Ausbildung ein Kind? – Präventionsarbeit für die Zukunftsplanung“.  Kurz: Eltern-Praktikum. Es konnte dank Spendengelder vor drei Jahren ins Leben gerufen und seither ausgebaut werden. Es unterstützt junge Menschen, vor allem Auszubildende, in ihrer Lebens- und Familienplanung und bietet ihnen die Möglichkeit, sich mit den Themen Schwangerschaft, Elternschaft und möglichen Lebensentwürfen auseinanderzusetzen sowie elterliche Kenntnisse und Kompetenzen zu erwerben. 
Da kommt auch ein Baby-Simulator ins Spiel. Was hat es damit auf sich? 
Die Idee, die hinter dem Eltern-Praktikum steckt, ist so einfach wie lebensnah. Ein Wochenende lang können sich junge Leute als Eltern eines „Säuglings“ erproben und dabei erfahren, welche Verantwortung damit verbunden ist. Der Baby-Simulator ist in Aussehen und Verhalten einem Neugeborenen täuschend ähnlich. Beispielsweise schreit er bei Hunger oder wenn er „mal muss“. Auch Streicheleinheiten sind ihm wichtig. Mit Hilfe einer Software werden die Bedürfnisse des „Kindes“ vorab einprogrammiert. Dabei ist vom pflegeleichten Kind bis zum Schreibaby alles möglich. Ein Chip am Handgelenk sorgt dafür, dass alle Handlungen an dem und mit dem „Baby“ gespeichert werden. Sie werden dann gemeinsam ausgewertet. Wichtige Ziele des Präventionsprojektes sind die Einübung von Elternkompetenzen, die Wissensvermittlung zu Sexualerziehung, Gesundheitsvorsorge und elterliche Verantwortung, die Prävention von Drogen und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft,  aber auch das Erkennen von Überforderungssituationen. 
Wie sieht es mit der Teilnahme der jungen Leute aus? 
Mehr als 60 junge Menschen nutzten seit Projektbeginn die Gelegenheit, sich mit einer möglichen Elternschaft auseinanderzusetzen. Das Interesse nimmt nicht ab. In den meisten Fällen handelt es sich um Paare oder Freunde, die das Praktikum gemeinsam absolvieren.
Was halten denn die CJD-Oberen vom Eltern-Praktikum? 
Den Arnold-Dannenman-Preis  überreichte Pfarrer Hartmut Hühnerbein im Namen des Vorstandes und des Präsidiums des CJD. Vor allem lobte er bei seinem Besuch des „Baby-Apartments“ das fortschrittliche und weitsichtige Konzept des Projekts und sprach mit uns Mitarbeiterinnen über unsere bisherigen Erfahrungen. Schon als er von unserer Idee erfuhr, war er begeistert. Jetzt, wo er es vor Ort gesehen hatte, war er noch mehr davon überzeugt. 

( Harald Baumann, 09.05.2014 )

zurück