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Gemeinsam angekommen

„Was wir heute tun wollen ist, was wir eigentlich zu wenig tun: Danke sagen“, so Julia Müller vom Schulamt Ostthüringen, anlässlich der Auszeichnungsveranstaltung zum Comenius Regio „Star Projekt“. In ihren Worten spürt man einen Hauch von Stolz. Stolz auf das, was nach zweijähriger intensiver Projektarbeit erarbeitet, dann in einer fast 200 seitigen Broschüre niedergeschrieben wurde und als Handreichung nun weitergegeben werden kann.
Von der Kindertagesstätte über die Schule bis zum Beruf und zum Studium – es gibt im Leben der Kinder und Jugendliche eine Reihe von Übergängen. Übergänge, die die Laufbahn der Kinder und Jugendlichen fördern, ihnen gute Startbedingungen geben, die aber auch zu Brüchen in der (Lern)Biografie der Kinder und Jugendlichen führen können. 
Was bei dem Gemeinschaftsprojekt zwischen Gera und der Region Pustertal in Südtirol im Rahmen des EU-Programms „Comenius Regio - Bildungssprünge – Gestaltung  von Übergängen unter der Prämisse eines institutionsübergreifenden Bildungsverständnisses“ herausgekommen ist, bezeichnet Julia Müller mit Recht als ein tolles Ergebnis.
Von den 146 Projekten zählt das Geraer/Südtiroler-Projekt zu den drei herausragendsten und erhielt das Prädikat „Star Projekt“, womit es in der Datenbank EST mit einem Stern gekennzeichnet und auch in die europäische Projektdatenbank EVE (http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/eve) übertragen wird, die der Vorbereitung von EU geförderten Projekten dient. 
Worum ging es?  Jeder Lernprozess beginnt mit einem Anfänger und endet mit dem Übergang zum Absolventen. Derartige Übergänge – Familie, Kindertagesstätte, Grundschule, Realschule, Berufsschule – bedeuten Veränderungen und verlaufen nicht immer angstfrei, können Selbstzweifel, Misserfolge und Frustration hervorbringen. Um diese Bildungssprünge möglichst erfolgreich zu bewältigen, bedarf es entsprechender Handlungsstrategien. Gefordert sind dabei alle, die an der Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen beteiligt sind. 
Was als Ergebnis aus einer so konstruktiven Zusammenarbeit herausgekommen ist, liest sich in der Bewertung durch die ständige Konferenz der Kultusminister der Länder so: „Es wurden im Rahmen eines außerordentlich gut strukturierten Projekts Instrumente entwickelt, die es ermöglichen, Kindern und Jugendlichen durchgängige Bildungswege zu eröffnen. Die Zusammenarbeit auf regionaler und internationaler Ebene war in idealer Weise verzahnt, um bestmögliche Synergien zu erzielen. Die multimediale Verbreitung, die im Bericht erwähnt wird, sucht ihresgleichen. Dieses erfolgreiche Projekt dokumentiert auf eindrucksvolle Weise, wie in einem Comenius-Regio-Projekt auf richtungweisende Weise gearbeitet werden kann.“
Schon mit der Projektbeschreibung war es dem Projektkoordinator Jan Marasow gelungen, den hohen Anspruch, den die Beteilig-ten von sich selbst abverlangten, so herauszuarbeiten, dass das Projekt bundesweit die zweit höchste Bewertung erhielt. Mit welchem Eifer und mit wie viel Engagement die Projektmitglieder an die Arbeit gegangen sind, davon zeugt, dass noch vor Eingang der finanziellen Mittel damit begonnen wurde.
Die Projektarbeit forderte von allen Beteiligten viel Zeit, Kraft, Ausdauer wie auch fachlich und empathisch fundierte Netzarbeit. Letztlich profitierten beide Regionen voneinander. Die Zusammenarbeit machte viel Spaß, ließ Kontakte und Freundschaften entstehen. Und was besonders wichtig ist, sie machte „Lust auf mehr!“.
In Gera wurde das Projekt mit acht Partnern umgesetzt: FD Bildung und Sport, FD Kinder- und Jugendhilfe, Montessori-Kinderhaus „Frohes Leben“, Grundschule „Hans Christian Andersen“, Regelschule Debschwitz, SBBS Technik, Staatliches Schulamt Ostthüringen, Streetwork Gera e.V. Südtirol beteiligte sich als Schulverbund Pustertal mit 17 Partnern.

( Reinhard Schulze, 21.03.2014 )

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