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Großinvestition durch Getzner Textil

Gera (NG/bsc). „Durch Nicolaus de Smit erlebte Gera einst eine Textil-Revolution. Es ist besonders erfreulich, dass an diese Tradition angeknüpft werden kann.“ Es waren freudige Worte und Nachrichten, die Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn am Mittwoch verkünden konnte. Zusammen mit Josef Lampert, Michael Espen und Ralf Lechner von der Firma Getzner stellte sie eine Industrie-Großinvestition vor. Der künftige Eigentümer für das Gewerbegebiet Zoche und den bisherigen Standort in Zwötzen hat dazu ein Investitionsprojekt entwickelt, welches ein Volumen von ca. 47 Millionen Euro umfasst, wovon voraussichtlich 30 Prozent durch Fördermittel vom Land abgedeckt werden. Des Weiteren sollen dadurch über 100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Zeitraum von Herbst 2014 bis 2018 sind der Neubau einer Weberei, eines Vorwerkes und die Schaffung der nötigen Infrastruktur sowie die Übersiedlung der bestehenden 73 und die Investition in 108 weitere, hochmoderne Webmaschinen vorgesehen. Die Inbetriebnahme am Standort soll zugweise ab Herbst 2015 begonnen werden. Das Projekt umfasst ebenfalls die Neuerrichtung des Websaales (bis auf den denkmalgeschützten Bereich) am bisherigen Standort Lange Straße. Dort sollen zukünftig 50 Webmaschinen zur Fertigung technischer Gewebe ihre Arbeit verrichten. Die bestehende Kapazität des Unternehmens werde somit in Gera mehr als verdreifacht.
„Ein perfekter Standort, die städtische Wirtschaftsförderung und offene Ohren der Politik gaben hauptsächlich den Ausschlag, diese Investition in Gera anzugehen“, so die Worte von Josef Lampert, Vorstandsvorsitzender der Getzner Textil AG. Das Familienunternehmen mit Sitz in Bludenz/Österreich befasst sich seit fast 200 Jahren mit der Herstellung von Geweben und unterhält mehrere Tochterunternehmen und Mehrheitsbeteiligungen mit über 900 beschäftigten Mitarbeitern. Als eines dieser Tochterunternehmen betreibt die Getzner Textil Weberei GmbH seit April 1997 erfolgreich eine Weberei in Zwötzen. Seit der damaligen Übernahme der Maschinen und Mitarbeiter der insolventen Weberei Gera GmbH & Co KG wurde das Areal zu einer der weltweit modernsten und marktführenden Webereien ausgebaut. „Wir haben in der Vergangenheit hier in Gera immer erfolgreich neue Technologien und Personal integrieren können. Um auch weiterhin dem internationalen Markt entgegenzuwirken, ist dies aber auch in Zukunft nötig. Durch diesen Ausbau blicken wir dem positiv entgegen“, sieht Geschäftsführer Ralf Lechner der neuen Herausforderung optimistisch entgegen. Neben dem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und einem somit effektiven Energiemanagement, liegt dem Unternehmen vor allem das Qualitätsniveau am Herzen. Hierzu bedarf es auch nach dem Ausbau ausgebildete Facharbeiter und eine entsprechende Nachwuchssicherung, was die Firma durch ihre Beteiligung bei „Schule trifft Wirtschaft“ vergangene Woche in der Ostschule unterstrich. Für die mehr als 100 zusätzlichen Arbeitskräfte werde man sich sowohl nach qualifizierten Arbeitnehmern in ganz Thüringen umsehen, als auch selber neue Fachkräfte für die Bedienung der hochtechnologisierten Maschinen schulen bzw. anlernen. 
Die Verhandlungen mit der Stadt über den Kauf des Grundstückes im Gewerbegebiet Zoche sollen bereits in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Parallel dazu haben die Baupläne für das neue Betriebsgebäude schon konkrete Formen angenommen. Wirtschafts-Referatsleiter Dr. Tobias Werner sprach von der Abrundung im Gewerbegebiet Zoche. Genau wie OB Dr. Hahn betonte er, dass es der Stadt für vergleichbare Investitionsprojekte noch an entsprechend großen und ausgebauten Gewerbegebieten fehle und an dessen Umsetzung gearbeitet werde.
„Der Neubau der Weberei zählt zu den ganz großen Industrieansiedlungen in der Geschichte unserer Stadt. Mit dieser Investition bekräftigt die Getzner Textil Weberei GmbH zugleich ihr Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Gera. Dieses positive Signal gilt es aufzunehmen und auch weitere Investitionsvorhaben bestmöglich zu unterstützen“, so Dr. Hahn.

( vorstufe, 07.03.2014 )

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