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Leidenschaft für Gera

Frankreich flächendeckend in Thüringen einem breiten Publikum näher bringen, ist das Anliegen von Bertrand Leveaux, Leiter des französischen Kulturbüros in Thüringen mit Sitz in Erfurt. Seit September 2011 ist er im Freistaat für den Freistaat tätig. 
Vergangenen Freitag folgte er der Einladung „Gera zum Anfassen” von Volker Tauchert. „Ich zeigte ihm die Nischen von Gera, die Berufsakademie, die Villengegend, das christliche Jugenddorf, das Kulturkrankenhaus und in Bieblach-Ost einen Blick auf Gera. Wir besuchten u.a. auch den französischen Weinexperten Ullrich Schmeißer in seinem Geschäft ‚Buch und Wein‘”, fasst Tauchert den Ausflug, der teilweise geplant, teilweise zufällig durch Gera führte, zusammen. So war es nämlich der Gunst der Stunde geschuldet, dass Thomas Stolze, technischer Direktor des Theaters, ihnen über den Weg lief und sie spontan zu einer Führung durch das Große Haus einlud. Am Abend folgte dann ein Stelldichein mit französischen Landsmännern und Geraern, die sich der frankophilen Leidenschaft verschrieben haben. So wohnten der geselligen Runde Generalmusikdirektor von Theater&Philharmonie Thüringen Laurent Wagner, Dr. Lothar Hoffmann (Organisator der Geraer Fête de la Musique) und Helmut Scheffel vom Lions-Club bei. „Ich habe die Stadt unter vielen Blickwinkeln kennengelernt. Gera hat viele Chancen und gute Möglichkeiten die Beziehung zu Frankreich zu stärken”, betont Bertrand Leveaux, der vor allem als Botschafter für städtepartnerschaftliche Beziehungen aber nicht nur auf politischer Ebene, sondern vielmehr auf Aufgenhöhe mit den Bürgern steht. 
Leveaux war nicht zum ersten Mal in Gera. Im vergangenen Jahr brachte er im Rahmen „50 Jahre Elysée-Vertrag” eine Wanderausstellung ins Stadtmuseum. Schon damals verkündete er, die Beziehungen zwischen der Stadt und Frankreich vertiefen zu wollen. 
Seit 20 Jahren pflegt Gera eine französische Städtepartnerschaft. Saint-Denis ist ein Vorort von Paris und ein bedeutender dazu. „Hier sind unsere Könige begraben, seit 1980 ist Saint-Denis Sitz der Universität Paris acht mit rund 26.000 Studenten und die Stadt kämpfte von Zeit zu Zeit mit sozialen Schwierigkeiten, wie z.B. die Arbeiterbewegung aufgrund der Ende des 19. Jahrhunderts begonnenen Industrialisierung (Anmerkung der Redaktion)”, führt Leveaux aus.
Doch damit nicht genug. So plant Leveaux für das europäische Wahljahr die Wanderausstellung des Wegbereiters der europäischen Einigungsbestrebungen und „Vater Europas”, Jean Monnet, nach Gera zu bringen. „Als Sohn einer französischen Kaufmanns-Dynastie, die im Cognachandel tätig war, verbrachte er einige Jahre im Ausland, woher er Diplomaten und Politiker kennenlernte und sich der englischsprachigen Welt öffnete”, erzählt der Franzose aus der Geschichte. 
Diese Ausstellung besteht aus 15 bebilderten Schautafeln in deutscher Sprache. „Dass die Schau nach Gera kommt, steht außer Frage, wir schauen gerade nur noch nach einem ‚geeigneten Platz‘”, bestätigt Volker Tauchert das Vorhaben.
Aber nicht nur dieses Projekt steht auf Taucherts Agenda. 
So startet „Ja-für Gera“ nach Jahren kontinuierlicher und erfolgreicher Arbeit in das ISEK-Projekt „Gersche Meile 2030“. „Damit stellt der Verein sein bisheriges Wirken für die weitere Stärkung der Innenstadt sowie innenstadtnaher Bereiche auf eine neue Stufe. Das betrifft sowohl die Qualität, als auch den Umfang gesamtgesellschaftlichen Handelns in der Sache”, erklärt er und lädt sowohl Mitglieder als auch interessierte Bürger zur Jahresveranstaltung des Vereins am Mittwoch, 12. März, ein. 
Referenten aus Berlin, Frankfurt a.M., Greiz, Jena, Pirna und Weimar werden die Vortragsveranstaltung abrunden, denn „es ist die übergreifende Aufgabenstellung, sich für attraktive, lebendige und gesunde (Innen)-Städte einzusetzen und genau das vereint uns”, führt Tauchert sein Anliegen aus und betont, dass „wir alle den Blick über den Tellerrand und insofern den gemeinsamen Erfahrungsaustausch benötigen”. 
Während von 15 bis 19 Uhr zu einem regen Gedankenaustausch geladen wird, ist der Abend der Unterhaltung vorgesehen. „Gleich im Anschluss schaffen wir in den Foyers und der Mensa der Berufsakademie ein ansprechendes Ambiente, um im angenehmen Rahmen zu kommunizieren und musizieren”, lädt der Organisator zu einem entspannten Abschluss der Veranstaltung ein. Andreas Geffarth wird ab 20 Uhr aufspielen. 
Bis Freitag, 6. März, können sich Interessierte für diese Jahresveranstaltung anmelden, dabei gilt es zu beachten: Eine Anmeldung nur für das Abendprogramm ist ausgeschlossen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, lediglich die Vorträge zu besuchen. Anmeldung und weitere Infos: info@ja-fuer-gera.de.

( Fanny Zölsmann, 28.02.2014 )

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