Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Generationen-Dialog in der Praxis

Was 2011 mit der Idee einer einzelnen Person begann, trägt drei Jahre danach immer mehr Früchte. 
„Über die Thüringer Ehrenamtsstiftung habe ich dieses Modell kennengelernt und es auch in Gera vorgetragen. Dass nach vielen Gesprächen ein Verein mit eigener Satzung hervorgegangen ist, macht mich sehr froh“, so Hannelore Hausschild, Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt. Der Seniorpartner in School e.V. (SIS) gründete sich im November 2012 aus dem bürgerschaftlichen Engagement heraus, Ältere und Jüngere zusammenzuführen, sie miteinander kommunizieren zu lassen und so nachhaltige Erfahrungen für beide Seiten zu ermöglichen (wir berichteten). „Anfang 2013 schlossen die ersten zehn Senioren ihre Ausbildung ab und wir konnten an die Geraer Schulen herantreten. Dass die Resonanz so groß werden würde und wir bereits ein Jahr später wieder neue Schulmediatoren präsentieren können, hätten wir selber nicht erwartet“, freut sich auch Vorstand Bernd Himmerlich. 
Sechs weitere Frauen und ein weiterer Herr, alle im Alter zwischen 55 und 75, ließen sich von der qualifizierten Mediatoren-Trainerin Elke Reuter in einer anspruchsvollen und praxisnahen Ausbildung die Voraussetzungen zur Tätigkeit an den Schulen vermitteln. „Die Arbeit der Mediatoren mit den Schulen als eine Art Generationsdialog in der Praxis zu bezeichnen, trifft es wohl ganz gut. Die etablierten und die kommenden Mediatoren arbeiten als ein großes Team zusammen, auch wenn die Arbeit an den Schuler in Zweierteams erfolgt. Und so lange sich stets neue interessierte Senioren bei uns melden, bleibt diese Initiative bestehen“, zeigt sich Vorstandsmitglied Barbara Krause vom Konzept überzeugt, welches auch auf Landesebene gefestigt werden soll. Die Gründung des SIS-Landesverbandes e.V. war dafür ein wichtiger Schritt. 
Auch die sieben neuen Mediatoren vereint vor allem ihre Begeisterung für das Ehrenamt, ihr Spaß am Umgang mit Kindern und ihr Interesse an einer sinnvollen Beschäftigung. „Ich habe mitgemacht, weil ich etwas gesucht habe, was mit Menschen zu tun hat. Dass ich dabei hier Kindern helfen und sie ins Leben führen kann, macht mir besonders viel Freude“, formuliert Ingrid Fischer ihre Intention. „Die Ausbildung bei den SIS hat mir persönlich im Umgang mit den unterschiedlichsten Situationen geholfen. Die Offenheit und Toleranz möchte ich nun auch an die Jugendlichen weitergeben“, beschreibt Dagmar Frech die Erfahrungen während der Ausbildung. Und der einzige Mann unter den sieben neuen Mediatoren fügt hinzu: „Ich bin selber noch freiberuflich tätig, wollte aber unbedingt die zeitlichen Reserven sinnvoll nutzen und dabei eigene Kompetenzen verwenden bzw. auszubauen. Außerdem bin ich überzeugt, dass der männliche Anteil im Erziehungswesen häufig unterschätzt wird. Um dem entgegenzuwirken, blicke ich gerne der spannenden Zusammenarbeit mit den Kindern entgegen.“ Dass sich dieser Auffassung von Ingo Krüger zukünftig noch mehr Männer anschließen und den Weg zu den Schulmediatoren finden, ist auch die Hoffnung von Hannelore Hausschild. Sie spricht von einer ungemeinen Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins bei den Vereinsmitgliedern: „Wir sind aktiv, wir haben Humor und sind uns sicher, dass wir einer verantwortungsvollen, aber auch bereichernden Aufgabe nachgehen.“ 
Von dieser Motivation und Zusammenarbeit werden sich neben der Debschwitzer Regelschule, der Europaschule Ostschule, der Astrid-Lindgren-Grundschule, der Grundschule „Am Bieblacher Hang“, der Pfortener und der Zwötzener Schule ab dem zweiten Schulhalbjahr 2014 auch die Wilhelm-Busch-Grundschule, die Erich-Kästner-Grundschule sowie die BIP-Kreativitätsgrundschule überzeugen können.
Offiziell vorgestellt werden die neuen SIS-Mediatoren, welche am 12. Februar ihre Ausbildung beendeten, zur erweiterten Mitgliederversammlung am Montag, 17. Februar, 9 Uhr, im Comma.
Zu dieser Veranstaltung, bei der Hannelore Hausschild die Moderation übernehmen wird, soll den Gästen vor allem ein persönlicher Erfahrungsbericht eines Schulmediators die Arbeit der Seniorpartner in School näherbringen.

( Benjamin Schmutzler, 14.02.2014 )

zurück