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Ansturm in der Orangerie

Die Kunstsammlung der Wismut GmbH ist mit 4.209 Werken die umfangreichste eines DDR Unternehmens. Im Bestand befinden sich überwiegend Arbeits- und Arbeitsweltdarstellungen sowie Landschaften und Portraits. Ein Teil des Fundus, ca. 150 Werke, ist durch ein Kooperationsprojekt zwischen dem Dresdner Institut für Kulturstudien und der Kunstsammlung bis zum 21. April in der Orangerie zu sehen. 
Die Ausstellung „Sonnensucher – Die Kunstsammlung der Wismut – Eine Bestandsaufnahme“ trägt dabei den Charakter einer Kunstausstellung mit kultur- und zeitgeschichtlichen Elementen. Deren Programm und Struktur zielt einerseits auf die Rekonstruktion der Wismut Kunst und andererseits auf das programmatische Aufzeigen von zeitgeschichtlichen Zusammenhängen durch die Einbeziehung von Filmmaterial und zeithistorischen Fotografien.
In Gera und Umgebung waren tausende Menschen bei dem Bergbauunternehmen beschäftigt und so war die Eröffnung der Ausstellung am vergangenen Freitag ein voller Erfolg. Unter den Gästen waren auch Ottomar Busse und Alfred Vielmuth, die zusammen fast 70 Jahre in der Wismut beschäftigt waren. Sie freute nicht nur die Ausstellung an sich, sondern sie schwelgten mit anderen in Erzählungen aus der aktiven Zeit im Unternehmen. „Kunst gehört zu Gera, aber nicht nur auf Otto Dix bezogen, sondern der Mix macht es aus. Dazu gehört auch die Wismut und deshalb sollte man sich auch bemühen die gesamte Sammlung zu holen und Teile davon immer abwechselnd ausstellen“ so beide.
Dieser Ansicht waren nicht nur die zwei ehemaligen Wismut Mitarbeiter, auch zahlreiche andere Gäste fänden es gut, wenn man sich für den Verbleib der Sammlung einsetzt. Damit stand man nicht alleine da. So forderte Christoph Matschie,  dass sich der Bund als Eigentümer dafür einsetzen muss, die Sammlung der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen und auch OB Dr. Viola Hahn äußerte in ihrer Rede, dass es schön wäre, wenn das Kunsterbe seinen Platz in Gera finden würde. 
Doch was letztendlich mit der Sammlung passiert, scheint noch in den Sternen zu stehen, denn auch Hardi Messing, Geschäftsführer der Wismut GmbH und der Kurator Dr. Paul Kaiser vom Dresdner Institut für Kulturstudien konnten dies nicht beantworten. Unterstützt wird die Ausstellung durch das Thüringer Kulturministerium mit 12.400 Euro. Den Bescheid übergab Minister Christoph Matschie zur Eröffnung an den Vorsitzenden des Fördervereins der Kunstsammlung,  Ulrich Schütt. Als letztes gab Hardi Messing mit auf den Weg, dass eine ähnliche Ausstellung mit Namen „Schicht im Schacht“ in Chemnitz mehrere Tausend Besucher anlockte, er aber denkt, das dies unsere Stadt mit seiner großen Wismut Geschichte toppen kann. Bis zum 21. April kann die Ausstellung von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen in der Zeit von 12 bis 17 Uhr besichtigt werden.

( Lars Werner, 14.02.2014 )

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