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Fest in Nothilfesystem der Stadt integriert

Es ist nur eine kleine Gruppe von rund 80 Helferinnen und Helfern, aber sie haben moderne Technik der neuesten Bauart zur Verfügung und sind fest in das Nothilfesystem von Gera und bei Bedarf auch viel weiter hinaus integriert: das Technische Hilfswerk (THW). Der Geraer Ortsverband konnte jetzt sein 20-jähriges Bestehen mit einer Festveranstaltung und einem Tag der offenen Tür feiern.

Über 600 Besucher waren dazu in das THW-Haus in der Wiesestraße gekommen und überzeugten sich, dass der Geraer Ortsverband „ein verlässlicher Partner von Feuerwehr und Polizei ist“, wie das Frank Heuer, Referatsleiter des THW-Landesverbandes Sachsen-Thüringen, bestätigte.

Rund 99 Prozent aller Helfer arbeiten auf freiwilliger Basis und decken ein breites Spektrum ab. Im Mittelpunkt stehen zwei Technische Züge als Basiseinheiten, die immer dann zum Einsatz gerufen werden, wenn es darum geht, Menschen zu retten. Das reicht vom Brückenbau über die Versorgung von Unfallopfern bis zur Ortung von Verschütteten. Und natürlich ist das THW bei Umweltkatastrophen zur Stelle. Die Hochwasserkatastrophen in Gera, den umliegenden Orten und Kreisen sowie weiten Gebieten Sachsens, sind dafür das aktuellste Beispiel.

Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn dankte den Geraer THW-Mitarbeitern mit herzlichen Worten für ihr uneigennütziges Engagement. „Sie setzen Leben und Gesundheit ein, um das Hab und Gut der Menschen zu schützen“, meinte sie und würdigte umfassend den Einsatz der Hilfsorganisations-Mitarbeiter vor allem in Gera, aber auch in Caaschwitz und Borna.

In einem Eintrag des „Hochwasser-Tagebuches“ schreibt Robert Riedel, der Leiter der Gruppe, u.a.: „Auf ‚kurzem Dienstweg‘ melden sich befreundete Kameraden der freiwilligen Feuerwehr und bitten um Hilfe beim Bergen eines ‚abgesoffenen‘ Löschfahrzeugs. Natürlich machen sich sofort THW-Helfer von uns mit einem Fahrzeug auf den Weg und helfen. Das Ganze eine halbe Stunde später erneut für ein zweites Löschfahrzeug. Als die Anfrage für einen dritten ,untergegangenen‘ Feuerwehr-Lkw kommt, fordert der Zugführer einen ordentlichen Einsatzauftrag durch die Einsatzleitung ein. Bis ca. vier Uhr wird mit dem Unimog und zwei Einsatzkräften ein Evakuierungsversuch in Liebschwitz unterstützt.“ Dann folgen fast stündlich neue Anforderungen für zahlreiche Wohnbezirke Geras. Bis zum 11. August ist das THW ständig unterwegs oder in Rufbereitschaft.

Die Hochwasser-Hilfe hat alle Kräfte bis hart an die Grenzen ihrer Leistungsmöglichkeit geführt. Dabei war es natürlich nicht der erste Einsatz, sehr oft wird das THW zu Bergungsarbeiten auf die Autobahnen gerufen, war schon beim Hochwasser 2002 dabei, wirkte 2006 bei der Bekämpfung eines Großbrandes in Altenburg mit, hat 2007 nach dem Orkan „Kyrill“ geholfen und wendete 2008 erstmals ein mobiles Einsturzsystem für Gebäude an. Einzigartig ist eine Groß-Pumpe, die 15.000 Liter Wasser pro Stunde bewältigt.

( Reinhard Schubert, 07.10.2013 )

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