Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Etappenort mit Bestnoten

Ein Start-Ziel-Highlight bot sich den begeisterten Radsportfans, die sich zur 4. Etappe der Internationalen Thüringen Rundfahrt der Frauen auf Geras Marktplatz eingefunden hatten. Die Organisatoren vor Ort gaben ihr Bestes, damit das Highlight des Frauenradsports zu einem wirklichen Erfolg wurde.

Freude darüber auch bei Reiner Späth, den langjährigen Rundfahrtchef, der zu den Vätern dieses Rennens in Ostthüringen zählt und es stets verstand, seine Heimatstadt in das Streckenprogramm einzubinden. Nicht anders sieht es Wolfgang Reichert als Vorstand der Sparkasse Gera-Greiz, die als Hauptsponsor agierte. So sei die Rückkehr der Rundfahrt umso wichtiger, da ihr Ursprung in Ostthüringen liege und mit Gera verbunden sei. Auch für den frisch gebackenen Deutschen Meister im Teamsprint und Sprint, Robert Förstemann, gab es kein wenn und aber. Er folgte gern der Einladung der Stadt und bot sofort seine Hilfe an. Gefragt als Interviewpartner und auch für die Wünsche der zahlreichen Autogrammjäger - jeder wollte seine viel beschriebenen Oberschenkel sehen, die er dann auch live in Bewegung setzte, als er auf dem Ergometer beim Städtewettbewerb „Ergometermarathon Rundfahrtstädte aktiv“ in die Pedale trat.

Zum Städtewettbewerb angetreten waren die Triathleten vom TSV 1880 Zwötzen (102,4 km), die A- und B-Junioren der BSG Wismut (101,6 km) und der jüngste Radsportnachwuchs vom SSV Gera (98,4 km). Nach zwei Stunden schweißtreibenden Einsatz kamen in Gera 302,4 km zusammen, womit man im diesjährigen Städtewettbewerb Platz drei hinter Schleiz (322) und Schmölln (309) belegte.

Dass sich die Stadt als würdiger Etappenort in die Historie der diesjährigen Rundfahrt einbrachte, bestätigte UCI-Kommissär Christian Magiera. Aus sportlicher Sicht erwiesen sich Gera und Altenburg als die besten Etappenorte, was für die gesamte Organisation gilt. Speziell nannte er den perfekten Zeitplan wie auch die Topabsicherung der Strecken.

Nicht nach dem Geschmack aller Starterinnen hingegen war die 20 Kilometer lange Einzelzeitfahrstrecke. So manche Fahrerin zeigte schon vor dem Abrollen von der Startrampe auf das Kopfsteinpflaster ein ängstliches Gesicht. Zwei 90 Grad Kurven, drei Kilometer stramm bergauf und der Wind, der den Fahrerinnen bis in Nähe des Autobahnkreuzes Gera ins Gesicht blies, zählten nicht zu den klassischen Bedingungen für ein Einzelzeitfahren. Doch für Frauen, die ihren internationalen Anspruch geltend machen wollten, war es eine Herausforderung, die sie mit Bravur bewältigten, wie die Tagessiegerin Sara Gillow (AUS, Orica-AIS) mit einer Zeit von 28,53 Minuten. Im Gesamtklassement um das Gelbe Trikot rückte sie nach vier Etappen von Platz 16 auf Rang zwei vor.

Besonders im Focus unter den begeisterten Zuschauern Beate Zanner (32,42 Minuten) vom RS 92 Gera, die sich im 78-köpfigen Starterfeld in der Tageswertung als Amateurstarterin unter den Profis auf Rang 42 platzieren konnte sowie die in Gera geborene Hanke Kupfernagel (30,57 Minuten), die Rang 14 belegte. Von den in Schleusingen gestarteten 92 Radamazonen beendeten, nach gefahrenen 612,9 Kilometern auf sieben Etappen, 70 die Rundfahrt. Den Gesamtsieg holte sich die Australierin Emma Johansson. Im Gesamtklassement belegten Hanka Kupfernagel und Beate Zanner die Plätze neun und 14.

( Reinhard Schulze, 26.07.2013 )

zurück