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Rosenrot verzaubert

Wenn Waltraud Köhler einen Samen zum Sprießen gebracht hat, dann ist das ihre größte Freude. Sie hegt und pflegt den Pflanzenkeimling, und wenn er dann heranwächst und sich die ersten Blüten zeigen, steigt die Spannung. „Ich habe meine Vorstellung, aber ob das Ergebnis ihr entspricht, ist doch ungewiss“, verrät sie.

Liebevoll gibt sie ihren neuen Sprösslingen Namen wie Köhlers Schneeweißchen, Aschenputtel oder Rosenrot. „Ist die Blüte anders ausgefallen als ich eigentlich dachte, müsste ich die Pflanze eigentlich vernichten. Doch das kann ich nicht. Sie sind einfach zu schön“, schwärmt sie. Waltraud Köhler züchtet Fuchsien. 290 Sorten bei 430 Pflanzen hat sie in ihrem Zuhause in Bobeck. Einige davon werden Geraer und Gäste bewundern und sogar erwerben können, denn die Züchterin, die die Leiterin des Freundeskreises Thüringen der Deutschen Fuchsiengesellschaft ist, wird gemeinsam mit vielen anderen Liebhabern den „Gartenzauber“ bereichern. Am 27. und 28. Juli lädt der Botanische Garten zur 7. Liebhaber-Pflanzenbörse ein.

Allein die Fuchsienfreunde sind mit sechs Ständen vertreten. Da leuchtet es in vielen Farben und Größen. Die Fachleute geben aber auch Ratschläge zur Pflege, zur Düngung, Vermehrung und Überwinterung, zur Schädlingsbekämpfung und zu Blattkrankheiten.

Doch nicht nur die Fuchsien mit ihren zauberhaften schwingenden Blüten wollen die Besucher erfreuen, sondern auch stachlige Gesellen. Die Ortsgruppe Gera in der Deutschen Kakteengesellschaft bietet eine ganze Reihe seltener Kakteen und Sukkulenten an, die ebenfalls blühen. Aus Wünschendorf ist der Hobbygärtner Günter Dittmann vertreten. Er hält ein Raritätensortiment an winterharten Stauden bereit. Dabei sind z.B. die Sibirische Schafgarbe, eine besonders hohe Sorte Löwenmaul oder die Himalaja-Hundszunge. Die seltenen Schönheiten gedeihen alle in seinem Garten.Was regionale Gärtnereien zu bieten haben, will die Liebhaber-Pflanzenbörse ebenfalls zeigen. Sie sind vor allen Dingen mit ihren Spezialsortimenten vertreten. Und so wird der Besucher auch Gräser, Farne, Wasserpflanzen, tropische Orchideen, Schattenstauden, Küchenkräuter und vieles mehr finden. Neben diesen Pflanzenschätzen für Haus, Balkon und Garten gibt es eine Blütenschau im Turmhaus, eine Pflanzen- und Keramikschau, Dekoratives aber auch Kulinarisches. „Von Jahr zu Jahr hat die Pflanzenbörse wirklich immer mehr Liebhaber gewonnen“, stellt Karola Meyer vom Museum für Naturkunde fest. „Die ersten Besucher stellen sich schon in aller Frühe an, um eine der begehrten und seltenen Schönheiten zu ergattern“, lacht sie. Geöffnet ist an beiden Ausstellungstagen von 10 bis 18 Uhr. 

( Helga Schubert, 18.07.2013 )

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