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Bundesbank wird Hochschule

Die ehemalige Geraer Bundesbankfiliale am Hofwiesenpark wird Fachhochschule. Der Stadtrat beschloss vergangene Woche in einer nichtöffentlichen Sitzung den Verkauf der Immobilie an die SRH Holding. Die Stadt erhält dafür 2,8 Millionen Euro.

Die Stadt Gera hatte für 1,98 Millionen Euro das von Stararchitekt David Chipperfield entworfene Gebäude angekauft, um darin ein Otto-Dix-Kunstmuseum einzurichten, das zum 120. Geburtstag des Malers im Dezember 2011 eröffnet werden sollte.

Soweit ist es allerdings nicht gekommen, da – trotz privater Spenden - zu keinem Zeitpunkt eine gesicherte Finanzierung für dieses ambitionierte Projekt bestand.

Darüber hinaus gab es keinerlei Aussicht, die eine künftige Umsetzung dieses Vorhabens auch nur ansatzweise möglich erscheinen lässt. Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn hatte nach ihrem Amtsantritt, der im Juli 2012 erfolgte, ein Interessenbekundungsverfahren gestartet, um eine sinnvolle Nutzung der leerstehenden Immobilie zu ermöglichen und der Stadt jährliche Betriebskosten in sechsstelliger Euro-Höhe zu ersparen.

Ursprünglich hatte Gera für die ehemalige Bundesbankfiliale mit einem Verkaufserlös von vier Millionen Euro gerechnet.

Die Rathauschefin sieht aber nicht nur den Preis. „Mit dem Verkauf an die SRH Holding stärken wir die Fachhochschule für Gesundheit und damit den Hochschulstandort Gera.

Das ist eine Investition in die Zukunft, die sich nicht mit Geld aufwiegen lässt. Jetzt kann endlich wieder Leben in das seit Jahren leerstehende Gebäude einziehen“, erklärte Dr. Viola Hahn. „Darüber hinaus tut es unserer Stadt gut, junges, studentisches Leben näher ins Stadtzentrum zu bringen“, sagte sie. Die OB hat bereits mit Thüringens Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, eine Regelung vereinbart, wie mit den Fördermitteln, die der Freistaat der Stadt Gera für den Ankauf der Immobilie gewährt hatte, umgegangen werden soll.

Demzufolge zahlt die Stadt das Geld zurück, bekommt es aber in gleicher Höhe wieder zugewiesen für das Schulbau-Projekt Campus Rutheneum (wir berichteten). Der eigentliche Verkaufserlös soll den Museen, darunter vorrangig dem Otto-Dix-Haus, zugute kommen. „Das Geburtshaus von Otto Dix ist das Alleinstellungsmerkmal, das unsere Stadt weltweit gegenüber allen Kunsthäusern, die Werke von Dix präsentieren, hat“, betonte Dr. Viola Hahn.

( Gera (Neues Gera), 20.06.2013 )

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