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Publikumslieblinge erhielten Oskar

Fast wie in Hollywood. Blumen, goldene Figuren und Urkunden warteten auf ihre Besitzer. Spannung beim Publikum und vor allem Spannung bei den 18 Nominierten. Wer wird den begehrten Theater- Oskar als beliebtester Künstler, beliebteste Künstlerin oder für die beliebteste Inszenierung erhalten? In fünf Kategorien vergab die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera in der Bühne am Park den Theater-Preis 2013. 
In diesem Jahr wurde er nach einem neuen Auswahlverfahren vergeben, teilte die Vorsitzende Helga Klinger mit. Die Gesellschaft wolle damit der aktuellen Ensemblesituation besser Rechnung tragen. Außer den Vereinsmitgliedern hatten auch die Geraer Theaterbesucher ein Wörtchen mitzureden. 
Und so fieberten alle Beteiligten und die Zuschauer der Preisvergabe entgegen. Durch das Programm führten Otti Planerer und Peter Tschaplik. Das Ehepaar war viele Jahre an den Bühnen der Stadt engagiert, und nach eine Zeit in Berlin zog es die Künstler nun wieder nach Gera zurück. 
Ein buntes Programm, dargeboten von Mitgliedern aller Sparten, bewies wieder einmal die Vielseitigkeit unseres Theaters und dass es lohnt, sich für die Erhaltung der fünf Sparten einzusetzen. Mit eine seiner Paraderollen glänzte Peter Prautsch. „Wenn ich einmal reich wär“, sang er als Milchmann aus „Anatevka“ und erntete viel Beifall. Reicher geworden ist er um einen Oskar, denn er hat bereits drei. 1994, 2003 und 2006 wurde er als beliebtester Künstler auserkoren. Der 66-jährige, der als „Hauptamtlicher“ das Theater verlässt, war sichtlich gerührt. „Weinen und Lachen liegen oft beieinander. Bei mir ist jetzt das Letzter der Fall, darum suche ich schnell das Weite“, bedankte er sich für die Auszeichnung. 
Nicht von ungefähr kam eine attraktive Sau daher und hielt eine zum Quieken komische gestenreiche Nonsens-Ansprache. Die Puppenspielerin Lys Schubert steckte in dem Kostüm. Besonders das kleine Ensemble des Puppentheaters bangte oftmals bei all dem Gerede von Spartenaufgabe um seine Existenz. Um so mehr überzeugt es durch hervorragende Inszenierungen. Lys Schubert erhielt den Oskar als beliebteste Künstlerin.  „Es ist beeindruckend wie leicht und auf faszinierende Weise Sie mit Puppen und Objekten umgehen, ihnen Leben einhauchen und das Publikum in eine andere Welt mitnehmen“, hieß es in der Begründung. Mit einem Oskar wurde erstmals ein Gast gewürdigt. Valerie Suty (Lady Macbeth von Mzensk) erhielt die Auszeichnung für die hervorragende künstlerische Einzelleistung. Als beste Inszenierung machte „Anatevka“ in der Regie von Matthias Winter das Rennen. Den Innovationspreis für neue künstlerische Ideen räumte Schauspieldirektor Bernhard Stengele ab. Er hat viele Projekte angeschoben, mit Künstlern aus Burkina Faso gearbeitet und will in der nächsten Spielzeit mit dem Schauspielensemble und einer türkischen Theatergruppe das Stück „Die Frauen von Troja“ erarbeiten und am Samos Young Artists Festival in Griechenland teilnehmen.
Es ist den Mitglieder der Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde zu danken, dass sie dazu beiträgt, Theater beliebt und populär zu machen, und vor allen den Dialog zwischen Künstlern und Publikum zu fördern. Eine kleine goldene Figur ist ein deutliches und schönes Symbol dafür.

( Helga Schubert, 14.06.2013 )

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