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Als Azubi vom Nachbarn lernen

Auszubildende werden heute händeringend von den Unternehmen gesucht. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Betriebe versuchen, junge Leute für sich zu gewinnen und die Ausbildung schmackhaft zu machen. Eine ganz besondere Chance bietet ein Auslandspraktikum während der Lehre zu absolvieren. Unterstützung gewährt dabei die Industrie- und Handelskammer Ostthüringen (IHK) mit ihrem Sitz in Gera. Welche Modalitäten zu erfüllen sind und wie das Ganze funktioniert, darüber sprach Neues Gera mit Mobilitätsberaterin Nadine Werlich. Was muss man sich unter einem Auslandspraktikum vorstellen und wie funktioniert das?
Während ihrer Ausbildungszeit können die Jugendlichen für mehrere Wochen in einem ausländischen Unternehmen der 27 EU-Mitgliedsstaaten plus der Länder Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Türkei und Kroatien arbeiten, natürlich passend zu ihrem Ausbildungsberuf. Dafür können sich die hiesigen Unternehmen bei uns bewerben, und wir helfen ihnen, die geeigneten Ausbildungsplätze zu suchen. Beispielsweise waren wir erst im April in der Bretagne in Frankreich, um nach Praktikummöglichkeiten für Industriemechaniker und Mechatroniker zu suchen. Im September könnten dann die Azubis aus unserer Region für vier Wochen nach Frankreich reisen. 
Gibt es im Ausland nicht generell Sprachschwierigkeiten?
In englischer Sprache sollte sich schon jeder verständigen können. Damit kommt man ziemlich weit. Es können aber auch Sprachkurse absolviert werden, außerdem vermitteln wir interkulturelle Vorbereitungen. 
Welche Vorteile hat denn so ein Auslandspraktikum für die Auszubildenden?
Eine ganze Menge. Hervorzuheben ist an erster Stelle, dass es den eigenen Lebenslauf aufbessert, denn so ein Praktikum im Ausland öffnet das Gesichtsfeld und bietet bessere Chancen für eine Karriere in dem Unternehmen, aber natürlich auch bei Bewerbungen für neue Stellen. Außerdem fördert es das Selbstbewusstsein, die Fremdsprachenkenntnisse und die berufliche und interkulturellen Kompetenz.
Und wie kann das Unternehmen daraus den Nutzen ziehen?
Berufliche Weiterbildung erhöht die Berufszufriedenheit und auch die Motivation. Das ist jedoch nur die eine Seite. Eine andere ist, dass die Azubis nach dem Auslandspraktikum oft neue Ideen für Arbeitsabläufe und –techniken mitbringen. Die Erfahrung zeigt, das sie sich viel schneller auf neue Arbeitsaufgaben und Problemstellungen einlassen. Nicht zu vergessen das positive Unternehmensimage und die Erschließung neuer Geschäftsfelder.
In welchen Ländern waren unsere Azubis schon tätig?
In Irland, England, Norwegen, Frankreich, und im Frühjahr des nächsten Jahren kommen belgische Azubis zu uns. Sie erlernen den Beruf des Industrieelektrikers. Wir suchen nun Unternehmen, die für sie einen Praktikumplatz anbieten. 
Kommen wir zu den Kosten. Wer bezahlt das Ganze?
Das hiesige Unternehmen zahlt ganz normal die Ausbildungsvergütung. Die Jugendlichen müssen ihre Reise- und Unterkunftskosten sowie die sprachliche und interkulturelle Vorbereitung selbst bezahlen, doch dafür können sie ein Stipendium über die Förderung „Leonardo da Vinci“ beantragen. Bei allen diesen Vorbereitungen helfe ich den Jugendlichen und den Unternehmen gern.      Interview: Helga Schubert

( vorstufe, 07.06.2013 )

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