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Wo sich alle Generationen begegnen

Der Begriff Mehrgenerationenhaus bezieht sich auf zwei verschiedene Modelle. Da ist zum einen das Wohnhaus, in welchem beispielsweise von einer Familie mehrere Generationen unter einem Dach leben. Zum zweiten sind es Begegnungsstätten, die durch ein Aktionsprogramm des Bundes ins Leben gerufen und bezuschusst wurden. Ziel beider Modelle ist die gegenseitige Unterstützung in jeglichen Lebenslagen. Dies bietet jede Menge Vorteile, von denen Senioren und junge Leute profitieren können. Vom Mehrgenerationenhaus als Begegnungsstätte gibt es derzeitig 450 in Deutschland. Eines davon befindet sich in der Fritz-Gießner-Straße 14 und feierte vor wenigen Tagen sein fünfjähriges Bestehen.

Mit vielen Ideen und Visionen gingen die Initiatoren damals ans Werk, um im Haus eine generations-übergreifende Mitte zu schaffen. Die Weichen stellte damals der „Deutsche Kinderschutzbund Stadtverband Gera e.V.“. „Wir haben die Verbindung zu dem Aktionsprogramm hergestellt und die Anträge für das Mehrgenerationenhaus gestellt“, erinnert sich Anke Fehrensen vom Kinderschutzbund. Unter diesem Träger kamen vier Einrichtungen (Freizeitzentrum, Kindertagesstätte, Familienzentrum, Kinderkleiderkammer) zusammen, die soziale, karitative, kulturelle, musikalische, sportliche und kreative Komponenten vereinen und somit eine große Angebotspalette entwickelten. Großes Augenmerk richtet man dabei auf die Familienberatung und Betreuung, sowie auf die demografische Entwicklung in und um Gera. So gibt es Angebote in den Bereichen Bildung, Sport, Gesundheit, Familie und Freizeit für alle Interessenten von null bis 99 Jahre. „Alle Bereiche arbeiten miteinander und übergreifend. So ist die Kindertagesstätte bei Bedarf ab 5.30 Uhr geöffnet. Damit helfen wir den Berufstätigen, wenn sie zeitig mit der Arbeit anfangen. Im Freizeitzentrum treffen sich Jung und Alt zum Austausch, denn jeder kann vom anderen etwas lernen. Im Familienzentrum gibt es zahlreiche Kurse und Veranstaltungen für die ganze Familie und die Kinderkleiderkammer hilft bei dringendem Bedarf schnell und unkompliziert weiter“, erzählt Sylvia Buchert, die Leiterin des Jugendclubs, während einer Führung durchs Haus. Mittlerweile wird das Haus von über 200 Personen täglich genutzt, es gibt über 50 Angebote pro Woche die zur Auswahl stehen und 23 Mitarbeiter sind im Haus tätig.

Doch wie überall ist auch das Mehrgenerationenhaus in Gera für jede Hilfe dankbar. So gibt es zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter, ohne die der reibungslose Ablauf nicht möglich wäre. Eine von ihnen ist Ilka Schüppler die seit 2004 tätig ist, fast täglich im Haus aushilft, Kurse betreut und selbst sagt, dass es ihr jeden Tag auf´s neue Spaß macht. Weiterhin haben die Mitarbeiter des Hauses ein großes Netzwerk an Förderern aufgebaut, welche durch ihr einzigartiges Engagement unverzichtbar geworden sind. Auch die Stadt Gera als Träger des Freizeitzentrums unterstützt in vielerlei Form. Man sieht das Haus als Zukunftsmodell für alle Stadtteile und ist deshalb auch dabei, Konzepte für andere Teile Geras zu entwickeln. Danken möchte das Haus allen, die es nach ihren Möglichkeiten unterstützen. Doch auch die Nutzer des Hauses bedankten sich bei den Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Trägern, dass das Haus für sozial schwache und Hilfe suchende Menschen immer Unterstützung anbietet. Wer mehr erfahren möchte, kann sich im Internet unter www.familienzentrum-gera.de bzw. www.jugendclub-cm.de informieren oder auch zum bevorstehenden Kinderfest am Sonnabend, 1. Juni, 10 bis 18 Uhr, vorbei kommen, um mit den Kindern bei zahlreichen Attraktionen zu feiern.

( Lars Werner, 30.05.2013 )

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