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Aufruf zu Toleranz und Menschlichkeit

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11. bis 24. März gehört die Stadt Gera zu den 300 Städten in Deutschland, die ein interessantes Programm anbieten. „In Gera gibt es keinen Platz für Rassismus und Diskriminierung. Die Teilnahme unserer Stadt an diesen weltweiten Aktionen zeigt, dass sich die Bürger, Vereine und Initiativen für Toleranz, Menschlichkeit und Demokratie engagieren. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren“, so Sozialdezernentin Sandra Schöneich. „Die Veranstaltungen sollen dazu beitragen, dass wir uns noch bestehende Vorurteile bewusster machen, helfen aufzuklären und Menschen anderer Nationalitäten freundschaftlich begegnen und sie kennenlernen.“ Seit 50 Jahren begehen die Vereinten Nationen den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung.“ In diesem Zeitraum finden Veranstaltungen statt, die sich intensiv mit der Thematik Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit befassen. So lesen die Brüder Mojtaba und Masoud Sadinam am Dienstag, 12. März, 18 Uhr, aus ihrem Buch „Unerwünscht“ im Stadtmuseum. 

Die Veranstaltung wird von der Rosa Luxemburg Stiftung organisiert. In dem Buch erzählen drei Brüder aus dem Iran ihre deutsche Geschichte. Mojtaba, Masoud und Milad wachsen im Iran der 1980er Jahre als Kinder regimekritischer Eltern auf. Als ihre Mutter bei einer verbotenen Flugblattaktion auffliegt, müssen sie untertauchen. Mit Hilfe eines Schleppers gelangen sie im Sommer 1996 illegal nach Deutschland. Ohne Geld, ohne Papiere und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, landen sie in einem Auffanglager bei Münster. Dann der Schock: Ihr Asylantrag wird abgelehnt, sie werden zur sofortigen Ausreise aufgefordert. Wie Mojtaba, Masoud und Milad eine Integration gegen alle Widerstände und bürokratische Schikanen erreichen, davon berichten sie gemeinsam in diesem Buch.

Es ist die Geschichte eines Flüchtlingsschicksals – vor allem aber eine Parabel über Brüderlichkeit, Mut und Menschlichkeit. Ein Gottesdienst zur Finissage der Ausstellung der Künstlerin Ute Rückert zum Thema Bilder und Ikonen als Brücken in eine „fremde Welt“ steht am Sonntag, 17. März, 10 Uhr, in der Begegnungsstätte G26 der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Gera auf dem Programm. Einen Workshop zu „Drama und Komödie interkultureller Fettnäpfchen“ gibt es am Dienstag, 19. März, 15 bis 16.30 Uhr, in der Geraer Volkshochschule. 

Ein interkulturelles Training führt der AWO Stadtverband Gera e.V., Fachdienst Migration und Integration, am Mittwoch 20. März, 9 bis 14 Uhr, in der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt durch. Zum Erzählcafé mit Stadtjugendpfarrer Michael Kleim lädt der Freundeskreis für Flüchtlinge der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Gera am Donnerstag, 21. März, 16 bis 18 Uhr, in das G26 ein. Um die „Fünf Säulen des Islam“ geht es ebenfalls am 21. März, 18.30 bis 20 Uhr, in einem Vortrag und anschließender Diskussion in der Geraer Volkshochschule. 

Weitere Infos gibt es unter ( 8383019 oder per E-Mail an migration.integrationsbeauftragte@gera.de. Sämtliche Termine sind auch in unserem Wohin in Gera Kalender zu finden.

( Gera (Neues Gera), 07.03.2013 )

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