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Von Schülern - für Schüler

Zugegeben, so ganz ist die Überschrift noch nicht richtig. Aber von vorn: Karl Bornschein ist Rentner und seit der Bundesgartenschau in Gera Betreuer der Jugendredaktion des Offenen Kanal Geras. 
Neben seinen vielen, zusammen mit Jugendlichen aus der Region, organisierten Projekten, kam er vor gut drei Jahren auf die Idee, sich mal etwas genauer mit Gera und dessen Geschichte zu beschäftigen. Der rüstige Hobby-Regisseur ging fortan auf Recherche-Tour, besuchte das Stadtmuseum, durchsuchte das Internet, und nach einem halben Jahr war es dann fertig - das Drehbuch zu dem Film, der in der Aula das Goethegymnasiums Premiere hatte. „Unser Gera - Schüler erkunden ihre Stadt“ ist ein kreativer und interessanter Beitrag zum 775-jährigen Jubiläum der Stadt an der Elster. „Der Film soll in 30 Minuten Gera aus Sicht von zwei jungen Schülern zeigen und ich fand mit Sophie und Konstantin, welchen ich vom OKG kenne, zwei disziplinierte und begabte Schüler, mit denen die Drehtage im August diesen Jahres und die Vor- bzw. Nacharbeit im Studio sehr viel Spaß gemacht hat“, so präsentiert sich Karl Bornschein stolz. Gemeint sind zwei Schüler des Goethegymnasiums: Sophie Wallstabe (15), welche im Film einen Geschichtsvortrag über ihre Heimatstadt vorbereiten muss und Konstantin Paul (14), welcher ihr dabei hilfreich zur Seite steht. Zusammen gehen die beiden auf Städtetour, und erklären sich an den wichtigsten und prägendsten Einrichtungen Stück für Stück ihre Stadt. Die Ersterwähnung im Jahre 995, die großen Stadtbrände, die DDR-Zeit bis hin zu einer Straßenbahnfahrt durch Untermhaus und dem Rückblick auf jüngste Ereignisse wie Bundesgartenschau oder Goldener Spatz - die natürliche Art der beiden „Hauptdarsteller“ macht diesen Dokumentarfilm unterhaltsam und lehrreich zugleich. 
Gar „eine Liebeserklärung und Werbung für unsere Stadt“, nannte es der Direktor des Goethegymnasiums, Dr. Joachim Hensel, in seiner Eröffnungsrede vor Eltern, Mitschülern aber auch neugierigen Einwohnern. Nachdem die Aufregung und Spannung, die zu so einer Premiere einfach dazu gehört, allmählich verschwand, zeigten sich Autor Karl Bornschein und Regisseur Chris Böhme, welcher dem Projekt mit seiner Videoproduktionsfirma die nötige Erfahrung und Unterstützung bot, mehr als zufrieden. Und die Darsteller? „Es ist sogar noch besser geworden als ich dachte“, formulierte es der kameraerfahrene Konstantin Paul. Genau wie er kam auch Sophie Wallstabe aus dem Lachen und Händeschütteln kaum noch heraus. Die beiden „Jungstadtführer“ haben auf frische Art und Weise mal eben 775 Jahre Geschichte in gut einer halben Stunde erklärt - wahrlich filmreif. „Auch die Erwachsenen können immer wieder einiges von der Schülern lernen“, ist sich Karl Bornschein sicher. Somit ist die DVD, welche an mehreren Orten wie der Gera-Information, dem Goethegymnasium oder beim Verein „Ja für Gera“ ab sofort käuflich zu erwerben ist, nicht nur etwas für die Jungen unter Geras „Stadtführern“. 

( Benjamin Schmutzler, 21.12.2012 )

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